Wednesday, May 29, 2013

Geduld

Ich werde oft für ungeduldig gehalten und manchmal stimmt das auch. Aber als einen ungeduldigen Menschen würde ich mich nicht bezeichnen. Ich kann auch auf Dinge warten und ich habe schon oft lange warten müssen. Um ehrlich zu sein habe ich aber auch nicht immer Ruhe gelassen, sondern öfter mal nachgehackt, weil dann doch etwas Ungeduld mit reinkam.
2011 habe ich mich Ende Oktober für ein Sponsorship bei Airflow Skateboards beworben und ich wollte das Sponsoring so sehr. Kurz nach der Bewerbung habe ich einen der Teamfahrer (über den ich dazu gekommen bin, mich zu bewerben) schon darauf angehauen, wie lange es denn dauern würde und er hat mir eine Zeitangabe gemacht, es waren glaube ich zwei Wochen oder sowas. Nach einer Woche war ich schon ziemlich am Geduld verlieren, weil es mir ziemlich wichtig war und ich die Marke schon immer sehr, sehr mochte und ein Teil davon sein wollte. Also hab ich einfach mal gefragt, wie es denn laufen würde. Er hat mir ein Termin für ein Meeting gegeben, dass wahrscheinlich bald stattfinden würde. Und ich hab mich drüber gefreut, weniger warten und ich würde vielleicht bald ein Teamfahrer sein. Das ganze ging dann so hin und her. Ich hab immer wieder geschrieben, es kamen dann auch weniger Antworten und ich kam wieder dazu, dass ich wahrscheinlich richtig hart auf die Nerven gehe, weil ich die Ansicht von mir habe, wenn ich ungeduldig werde (auch, wenn ich nicht ungeduldig bin). Er hat mir dann auch erklärt, dass mir Airflow nicht "ja" oder "nein" sagen wird, sondern mir sagen wird, was sie mir bieten können. Da hab ich mich dann richtig gefreut und mich auch dafür entschuldigt, dass ich so ungeduldig war (hab ich zumindest so in Erinnerung). Der vorhin genannte Teamfahrer hat sich dann sogar bei mir entschuldigt, dafür dass ich so lange warten musste. - Jetzt finde ich, dass ich einfach geduldiger hätte sein müssen. - An Weihnachten hab ich dann meine Zusage für's Team bekommen. Bin seit 1 1/2 Jahren Teamfahrer und war verdammt ungeduldig einer zu werden, aber dennoch glücklich und dankbar. Ich mein ehrlich, zwei Monate sind glaube ich nicht viel Wartezeit für sowas und ich konnte nach einer Woche nicht mehr.
Manchmal warte ich auf Antworten von Leuten. Eigentlich nicht manchmal, sondern so gut wie immer. Jetzt gerade auch seit mehreren Wochen, seit sogar schon einem Monat. Es kommt aber nichts. Von einer Person kommt nichts und ich sollte wissen warum und es respektieren und warten, bis etwas kommt. Es fällt mir aber schwer. Eine Freundin hat mir gesagt, dass ich warten muss. Dass ich mich einfach auf anderes konzentrieren soll. Aber das klappt auch nicht, weswegen ich immer noch ständig mit meinen Gedanken dabei bin. Ich habe es nicht geschafft, einen kompletten Monat zu warten oder mich selbst einmal zu melden. Ich habe vor fast drei Wochen das letzte Mal geschrieben.
Wenn ich ungeduldig werde zeige ich das oft dadurch, dass ich nachhacke und immer wieder versuche ein Gespräch aufzubauen, damit eine Antwort kommt. Das führt meistens dazu, dass die Person blockt und keine Lust mehr hat, weswegen ich das Gegenteil von dem erreiche, was ich erreichen wollte. Anstatt eine Antwort zu bekommen, bekomme ich die kalte Schulter. Verdient. Ich bin dann dran Schuld und muss darüber nachdenken, was ich falsch gemacht habe. Und was ist es? Genau, ich konnte nicht warten. - Hier überschneidet es sich jetzt etwas mit "Gesehen". - Ständiges Nachhacken muss bei manchen gemacht werden, damit sie dazu kommen etwas zu machen. Bei mir ist das manchmal so und bei Freunden auch. Aber nicht immer, manchmal finde auch ich das total nervig. Weil ich sehr schlechte Erfahrungen damit gemacht habe, ständig nachzuhacken, trau ich es mich jetzt nicht mehr. Zumindest bei manchen Leuten nicht, weil ich Angst habe sofort wieder zu nerven und es kommt immer darauf zurück. "Nerven".

Der Punkt ist: Ungeduldig sein kann echt scheiße sein. (Verwirrt bin ich jetzt auch)

Monday, May 27, 2013

Music Monday #66

Das neue 30 Seconds To Mars Album ist draußen! Die Lieder gibt es für Deutschland nur mit Proxy auf YouTube, aber es gibt Live-Aufnahmen.

Saturday, May 25, 2013

Glück

Ich bin keiner, der an das Schicksal glaubt. Darüber habe ich schonmal geredet. Ich glaube an den Zufall.
Und ich glaube an Glück. Glück hängt mit Zufall zusammen. Denn Glück entscheidet sich nicht über das "Schicksal" sondert kommt zufällig, genauso wie Pech auch. Es ist nicht festgeschrieben, welches Glück oder Pech uns ereilt. Pech kann Zufall sein oder es ist uns selbst oder anderen zuzuschreiben. Glück ist zufällig. Wir können nicht darüber entscheiden, ob wir Glück haben oder nicht. Andere können es, wenn sie uns überraschen oder handeln ohne uns mit einzubeziehen.
Viele meinen, dass es Schicksal war, das Glück gehabt zu haben jemanden zu treffen, etwas getan zu haben, an einem Ort zu sein.
Viele meinen, dass es Schicksal war, das Pech gehabt zu haben jemanden zu treffen, etwas getan zu haben, an einem Ort zu sein.
Ich meine, dass es eben so passiert oder nicht so passiert und wenn man Glück hatte, dann hatte man Glück und wenn man Pech hatte, dann hatte man Pech. Es ist nicht festgeschrieben, niemand bestimmt darüber. Ist diese Denkweise möglich, wenn man an Gott glaubt?
Wenn ich so darüber nachdenke, über Glück, Pech und Zufall. Dann hatte ich das Glück, dass meine Eltern hierher gezogen sind, mich in die Realschule gesteckt haben und ich dort die Leute kennengelernt habe, die mich zu dem gemacht haben, was ich bin. Ich hatte das Glück meinen Namensvetter in der 6. Klasse wiederzutreffen, jetzt sind wir beste Freunde.
Ich hatte auch schon oft Pech. Reden wir nicht darüber, ist so negativ.

Vieles hängt an Zufall, Glück und Pech. Aber nicht alles. Wir entscheiden auch für uns selbst. Was wir tun, wen wir kennenlernen, wie wir sind, wie wir uns verhalten, wo wir hingehen und wer wir sind. Nicht alles passiert aus Zufall, weil wir vieles selbst entscheiden. Zufällige Dinge können uns aus der Bahn werfen, auf den richtigen Weg bringen.Was wir aber mit dem anfangen, was und vorgelegt wird....

... liegt an uns.

Gesehen

Bei Facebook gibt es jetzt schon seit längerem die Funktion im Chat, dass man sieht, wann der andere die Nachricht gesehen hat, die man ihm gesendet hat. Anfangs fand ich das voll gut, weil weiß ich gar nicht, weil sich meine Meinung dazu jetzt geändert hat. Man schreibt eine Nachricht, wartet ein bisschen und guckt dann nach ob der andere die Nachricht denn schon gesehen hat. Ich mein, vielleicht hat Facebook sie mal wieder nicht gesendet, wenn es so wäre, könnte ich ja nochmal nachfragen. Oh, der andere hat die Nachricht schon vor einer Stunde gesehen. Und was jetzt? Was fange ich mit dieser Information an? Nerve ich, mag mich der Chatpartner nicht, hat er keine Lust auf mich,.....

Ich habe die Angewohnheit bekommen, immer wieder nachzugucken, ob der mit dem ich schreibe meine Nachricht schon gelesen hat oder nicht. Ich will es eigentlich nicht machen, aber ich mache es immer wieder. Ich will es nicht machen, weil ich nichts damit anfangen kann zu wissen, ob meine Nachricht gelesen wurde oder nicht. Wenn es eine Nachricht ist, auf die ich keine Antwort erwarte, dann ist die Funktion zumindest zu gebrauchen. Aber sonst kontrolliert man ständig nur. Ich stell mir dann nämlich oft wirklich Fragen, ob ich vielleicht nerve. - Denke ich sowieso oft, weil ich auch schon Bestätigung dazu bekommen habe. - Wenn Facebook versucht hat, damit zu helfen, dann ist Facebook daran gescheitert. Wahrscheinlich führt es bei ziemlich vielen auch zu Streit.
"Hey, ich hab gesehen, dass du meine Nachricht bekommen hast. Wieso antwortet du nicht?!?!?!?"
Ich versuche mir dann immer zu sagen, dass der andere gerade keine Zeit hat. Die Nachricht flüchtig gelesen hat und dann vergessen hat, zu Antworten. Gerade keine Lust hatte zu Antworten. Auch ein Leben hat. Es ist ja auch nicht so, dass ich bei jeder Nachricht sofort antworte und mir passiert es auch oft, dass ich schnell eine Nachricht lese und dann sage "Ich antworte, wenn ich zuhause bin". Und dann bin ich zuhause und vergesse es einfach. Ich muss davon abkommen nachzugucken, ob meine Nachrichten gelesen wurden und ich muss davon abkommen mich immer als erstes zu fragen, ob ich denjenigen nerve. Wenn ich von mir selbst das Bild habe, dass ich oft nerve, dann ist es schwer was daran zu ändern und ich bräuchte viel Bestätigung, dass es nicht so ist. Aber es kommt eben das Gegenteil zurück. (PPS Unterricht kann nützlich sein.)

Ich werde jetzt versuchen für einen Tag nicht nachzugucken. Ich fange langsam an und steigere mich dann, bis ich es so gut wie gar nicht mehr machen werde.
Als wäre ich auf Entzug.

Wednesday, May 22, 2013

Vesper für die Schule

Bricht bei uns die Große-Pause an, packen so gut wie alle in meiner Klasse irgendwas zu Essen aus. Von Keksen zu Kuchen, Muffins und sogar Müsli. Ich sitze immer auf meinem Platz oder rede mit irgendjemandem, der gerade etwas isst. Ich hab nie was, seit Jahren schon nicht.

Das fing alles in der Grundschule an. Natürlich hat mir meine Mutter dort immer etwas für die Pause mitgegeben und ich hab es auch immer aufgegessen, meistens zumindest. In der ersten Klasse war es noch so, dass wir die ersten paar Minuten von der Pause im Klassenzimmer gegessen haben, bevor wir raus sind. Oder es war so, dass wir eine Box mitgenommen haben, wo wir dann unsere Vesperboxen reingepackt haben. Zuhause hat mich meine Mutter dann aber immer gefragt, wo denn meine Vesperbox wäre. Wupps, hab ich vergessen. Beim ersten Mal war es noch okay und beim zweiten und dritten Mal auch nicht so schlimm. Aber dann hab ich keine Boxen mehr bekommen, sondern mein Brot in Tüten und Brot in Tüten ist nichts tolles. Alles fällt auseinander und dann wollte ich es meistens nicht essen und hab es in meinem Schulranzen gelassen. Weil ich vergesslich war *hust* bin *räusper*, hab ich auch manchmal vergessen, dass mein Brot immer noch im Schulranzen unter irgendwelchen Zeug liegt. Bis es gestunken hat, reden wir da nicht weiter drüber. Meine Mutter hat dann aber einfach gemerkt, dass ich mein Essen gar nicht will und hat sich auch nicht mehr die Zeit genommen, mir etwas zu machen. Ich wurde in der Grundschule gefragt, ob mir meine Mutter nichts machen würde und ich hab dann halt gesagt, dass ich es sowieso nicht essen würde. Hätte ich aber etwas gewollt, hätte ich es mir auch selber machen müssen.
In der Realschule war es dann so, dass ich ab und zu mal was vom Bäcker hatte und in der 10. Klasse sogar fast jeden Tag. Aber nicht immer was zu essen, eher trinken. Kaba, wobei das auch als Essen bezeichnet wird von jemandem, den ich kenne. Wird dann aber auf Dauer auch ein bisschen teuer.
Wenn ich jetzt mal Kleingeld dabei hab hol ich mir meistens was beim Bäcker, die Automaten sind mir zu teuer. Läuft aber auch meistens darauf hinaus, dass ich mir täglich 40ct zusammenkratze und die in Kaba investiere oder irgendeine andere Milch.  Mittwochs geh ich immer in die Cafeteria und gebe da etwas mehr Geld aus, aber ich kann es mir auch meistens leisten und wenn nicht, dann kauf ich eben nichts.
Ja, ich muss alles selber zahlen. Mein ganzes Essen und mein Hobby finanziere ich auch selbst. Wenn ich irgendwas haben will, dann spare ich dafür. Viele in meiner Klasse bekommen Geld von ihren Eltern, damit sie sich was beim Bäcker oder in der Cafeteria kaufen. Aber rund 4€ jeden Tag sind verdammt viel und das mute ich meinen Eltern auch nicht zu. Wenn ich sowas brauchen würde, müsste ich eben selbst dafür sorgen.

Essen in der großen Pause ist bei mir eine Seltenheit. Würde ich die Zeit haben, mir zuhause was zu machen, dann würde ich es als Extra-Frühstück sofort selbst essen. Wenn ich irgendwo hingehe und mir Essen dafür machen will, esse ich meistens alles oder die Hälfte sofort weg.
Klappt halt nicht.

Monday, May 20, 2013

Music Monday #65

Letzte Woche hatte ich einfach keine Zeit zum bloggen. Mittwoch lernen, Donnerstag lernen und packen, am Freitag war ich eine Stunde zuhause und musste dann weiter nach Frankreich. Gestern Nachmittag bin ich wegen schelchtem Wetter schon wieder da gewesen und war dann müde und hatte einfach keine Lust irgendwas zu machen.

Ich hab wieder was neues gefunden:
 

Wednesday, May 15, 2013

Angst

Jeder Mensch hat mal Angst auch wenn viele sagen, sie würden keine Angst haben. Manchmal, wenn es dunkel ist und ich übers Feld nach Hause laufe, habe ich ein wenig Angst. Manchmal wenn ich alleine zuhause bin und meine Katze irgendwa runterschmeißt oder eine Tür vom Wind zuknallt, habe ich kurz Angst (relativ große Wohnung). Aber richtig Angst, habe ich nur vor den Dingen, die noch nicht passiert sind und ich will auch nicht, dass diese Dinge irgendwann mal passieren aber sie werden passieren und ich werde auch darüber hinwegkommen.
Ich habe Angst davor Menschen zu verlieren, die mir sehr wichtig sind und mir viel bedeuten. Es wird immer als sehr tragisch und schmerzhaft vermittelt und das ist es auch und das kann ich sagen ohne jemanden verloren zu haben. Ich habe Angst davor Menschen zu verlieren, die mir wichtig sind, weil ich den Schmerz und den Verlust nicht spüren will und das will niemand. Ich will es mir nicht vorstellen, aber es geht mir oft durch den Kopf. Selbst das macht mir Angst an mir selbst. Jemand ist plötzlich weg, kommt nicht wieder und man kann nie wieder mit dieser Person reden.

Ich habe Angst vor noch einer Sache. Wenige, fast keine wissen bescheid und ich fühle mich noch nicht bereit dazu, diese Angst zu bewältigen. Irgendwann schaffe ich es aber.

Monday, May 13, 2013

Music Monday #64

Steh total auf Two Door Cinema Club.
Hab heute eine Deutsch Arbeit geschrieben (Gedichtinterpretation) und hab wegen dem Gedicht eine Idee für einen Eintrag bekommen. Muss aber jetzt warten, bis die Arbeit wieder kommt, weil ich das sonst nicht auf die Reihe bekomme.

Saturday, May 11, 2013

Motivation

Mich zu motivieren ist nicht leicht. Wenn ich keine Lust habe, dann hab ich halt keine Lust und dann mach ich auch gar nichts. Jetzt gerade habe ich einfach keine Lust, Blogeinträge zu schreiben und ich hab auch oft keine Ahnung, wieso ich keine Motivation dazu habe irgendwas zu machen. Oft fühle ich mich nicht danach.
Als Motivation hilft mir nichts wie "Ach komm schon" oder "Bitte". Da muss schon mehr sein, damit ich auch was mache, wenn ich eigentlich lieber auf der faulen Haut sitzen würde. Letztes Jahr habe ich die guten Noten gemacht, weil meine Motivation einmal mein Lehrer war und dazu noch mein Ziel, auf's Gymnasium zu kommen. War dann schon ganz gut was, dadurch war ich dann weniger faul und hab meinen Arsch hochbekommen. Leicht war es aber trotzdem nicht, weil ich die Jahre davor lieber nur so viel wie nötig gemacht habe. Weil ich aber mit der Schule weiter machen wollte, damit ich später auch freie Auswahl beim Studium habe, musste ich was machen. Die Noten für's Gymnasium gerade so zu erreichen ging nicht, wenn man gerade das Nötigste gemacht hat. Also musste ich früher anfangen zu lernen und hab auch extra Zeug für die Schule gemacht, was mich am Ende dazu gebracht hat, dass ich Moderator auf der Abschlussfeier war und einen Sozialpreis bekommen habe, auf den ich stolz bin, mit dem ich aber nicht angeben will. Mich selbst zu 100% zu motivieren hat aber auch nicht funktioniert, also musste mir ein Lehrer nachhelfen, sehr sogar. Schon in der 9. Klasse, aber ich bin im dankbar und das weiß er und das hab ich ihm schon so oft gesagt.
Nachdem ich ein ganzes Jahr lang total viel Motivation hatte, ist meine Motivation jetzt irgendwo draußen und rennt durch die Gegend. Wenn mir etwas Spaß macht, kann ich mich selbst dazu motivieren. Aber Sachen, die mir nur bedingt Spaß machen oder die mich total nerven aber gut wären, wenn ich sie machen würde... Solche Sachen lass ich meistens links liegen oder beschäftige mich nicht viel damit.

Und so sieht es jetzt gerade aus. Sogar beim Schreiben, was mir total viel Spaß macht und was ich auch gerne mache. Ich will Einträge schreiben, schaff es aber einfach nicht, weil es sich nicht passen anfühlt und dann will ich nicht weitermachen. Meine Motivation dazu wäre jetzt eigentlich, dass ich die letzten Tage wieder mehr Views bekommen habe und sogar einen Follower, den ich nicht kenne (danke vielmals an dich!). Aber es bringt komischerweise alles nichts.
Es wird so hart, mich nächstes Jahr wieder zu motivieren. Ich kann mich aber auch nicht immer darauf verlassen, dass da jetzt jemand kommt und mich auf den richtigen Weg bringt und mir die ganze Zeit hilft. Irgendwann muss ich das auch mal selber hinbekommen und kann mich nicht immer darauf verlassen, dass mir schon jemand dabei helfen wird, dass ich mein Zeug mache. Ich muss selbst drauf kommen, deswegen sollte ich eigentlich jetzt schon ein bisschen mehr damit anfangen.

Ich bin manchmal so blöd.

Thursday, May 2, 2013

Seit der ersten Klasse

Jeden morgen laufe ich zur Bushaltestelle und treffe einen Freund, den ich schon seit der ersten Klasse kenne. Nennen wir ihn Peter, auch wenn er nicht so heißt. Peter nimmt morgens die selbe Bahn wie ich und wohnt ums Eck, deswegen sehen wir uns dort immer. Wir wurden zusammen eingeschult (damals kannte ich keinen) und haben zusammen unseren Abschluss an der Realschule gemacht. Von Klasse 5-7 waren wir richtig gute Freunde und ich bin auch regelmäßig zu ihm gegangen, was sich mit der Zeit aber gelegt hat, weil wir wohl irgendwie keinen Spaß mehr hatten und dann bin ich eben nicht mehr zu ihm. Wir waren immer noch Freunde, aber wir haben eben nichts mehr zusammen unternommen.
Dienstags und Donnerstags treffe ich immer eine Freundin, welche wir jetzt einfach mal Kim nennen, so heißt sie aber auch nicht. Kim kenne ich auch seit der ersten Klasse und mit ihr bin ich auch eingeschult worden und wir haben auch zusammen unseren Abschluss gemacht. In der Grundschule war ich immer ganz oft bei ihr und hab auch ab und zu mal dort übernachtet. In der Realschule kam das ganze nicht mehr vor, Freunde waren wir aber trotzdem noch. Am Dienstag war ich erst bei ihr, weil wir uns ziemlich oft mit Freunden aus der alten Klasse bei ihr oder irgendwo anders treffen.
Als letztes gibt es noch Tim, der nicht Tim heißt und mit dem ich ebenfalls eingeschult wurde und auch meinen Abschluss gemacht habe. Manchmal könnte ich ihm den Kopf wegen seinem Gelaber abreisen und dann verstehe ich mich auch wieder voll gut mit ihm, das hat schon immer hin und her geschwankt. Ihn sehe ich jetzt nurnoch auf Partys oder so mal im Bus, weil er eine Ausbildung macht. 
Kim und Peter kennen sich seit der ersten Klasse. In der Grundschule kann ich mich daran erinnern, dass sich beide gut miteinander verstanden haben und dann kam die Realschule. Da hat das ganze irgendwie aufgehört und es gab eben ab und zu mal ein paar Gespräche zwischen den beiden, wenn es denn sein musste, an sich wurde es aber eher vermieden. Kim und Tim kennen sich auch genauso lange und die kommen bis jetzt gut miteinander aus, genauso wie Tim und Peter. Sehen sich zwar nicht so oft, aber reden miteinander, falls es mal vorkommt. Und hierbei rede ich nicht von Peter und Kim.

Peter und Kim treffen sich mit mir jeden Dienstag und Donnerstag morgen an der S-Bahn. Bevor Peter und ich auf Kim stoßen, reden wir meistens schon ein bisschen über irgendwas. Sobald dann aber Kim kommt und mit mir redet, ist Peter still und sagt kein einziges Wort mehr, bis ich mich von ihm verabschiede. Die Bahnfahrt geht dann so weiter, dass sich Kim und Peter irgendwo anders hinsetzen, aber nicht nebeneinander. Und da kommt das, was ich nicht so richtig verstehe. Beide haben sich noch nie schlecht verstanden und beide kennen sich sogar schon seit dem Kindergarten und haben früher auch mal miteinander gespielt. Aber seit der Realschule gab es kaum mehr Gespäche zwischen beiden. Die Kommunikation brach einfach ab, obwohl wir alle in die selbe Klasse gekommen sind. Kim hat Peter nie gemobbt oder ihn wirklich beleidigt und sie findet ihn auch ganz nett. Aber trotzdem kennen sich beide so gut wie gar nicht nach über 10 Jahren. Selbe Kindergartengruppe, selbe Grundschulklasse und selbe Realschulklasse, aber kaum was ist hängengeblieben, weil sich beide einfach nicht kennengelernt haben und es war über 10 Jahre lang Zeit dafür. Ich finde das irgendwie krass, weil es eine verdammt lange Zeit ist und heute ist es, als würden die sich nicht mal kennen. Morgens läuft da nichtmal ein "Hallo" und es ist nicht so, als würden sie sich hassen. Tim bekommt es auch auf die Reihe, beide zu kennen und ich schaff das auch.

Es passiert wohl, dass manche nach 10 Jahren Schule in der selben Klasse sich gerade mal beim Namen kennen.