Wednesday, November 5, 2014

Fang es ein!

Ich habe im Moment das Gefühl, dass ich in letzter Zeit nicht so viel von meinem Leben habe, wie ich mal hatte.
Meine aktuelle Situation besteht darin, dass ich nach Hause komme und lerne, zwischendurch ein paar Pausen einlege, mit dem Hund rausgehe und dann wieder lerne, bis ich schlafen gehe. Das zieht sich die ganze Woche so, was dazu führt, dass ich sehr frustriert bin, wenn ich am Wochenende nichts machen kann aus welcherlei Gründen auch immer. Nichts machen wäre ja eigentlich das, was ich anstrebe an freien Tagen, was aber nur in den Ferien so ist. An einem regulären Wochenende will ich in letzter Zeit immer irgendwas machen, weil ich raus aus meinem Zimmer möchte und weg vom Schulzeug. Es endet deswegen auch oft in viel Alkohol, aber das finde ich völlig in Ordnung.
Ich bin jetzt in der 13. Klasse, mache mein Abi, bin Schülersprecher, schreibe immer alle Klausuren auf einmal und helfe bei der Organisation des Abiballs mit. Nebenher muss ich natürlich lernen, zuhause irgendwelches Zeug erledigen - Müll runterbringen, Hund, etc etc etc - und natürlich will ich auch noch meine Freizeit so gut wie möglich mit skaten und Freunden füllen. Weil das alles so viel auf einmal ist, kommt es mir so vor, als würde alles so schnell rum gehen. Zumindest gehen die Dinge schnell rum, die nichts mit Schule zu tun haben, weil ich dafür meistens nur zwei Tage Zeit habe, was mich zu dem Entschluss bringt, dass die spannenden Teile meines Lebens gerade an mir vorbeifliegen und ich so viel wie möglich einsammeln und auf einmal erleben muss. Es ist einfach schon November und im Juli ist unser Abiball, mit dem meine Schullaufbahn dann komplett beendet wird. Dann sind die drei Jahre mit der "neuen" Klasse rum und die paar Jahre, in denen man neue Freunde gefunden hat, kommen einem zu kurz vor. Weil einfach alles so schnell vorbeigeht.
In der 10. Klasse und auch noch in der 11. Klasse kam mir alles viel langsamer vor. An sich an der Realschule ging alles nicht so schnell rum. Sah natürlich auch wieder anders aus, als ich dann plötzlich in der 10. Klasse bei der Abschlussfeier auf der Bühne stand, Moderator war und mich wenig später von meinen Lehrern verabschiedet habe, weil ich fertig mit dem Abschnitt meines Lebens war.

So gerne ich auch mal einfach nur faul bin, bin ich in letzter Zeit auch ein wenig mehr dazu motiviert, irgendwas zu machen, um nicht nichts zu machen. Spontan Party in meiner Garage machen? Klar. Danach in einen Club gehen, obwohl ich noch nie in einem war? Warum nicht, besser als nichts!
Einfach machen und weniger darüber nachdenken, was passieren könnte oder was andere denken könnten. Ist doch vollkommen egal!
 Jetzt weiter lernen? Eigentlich voll keine Lust, aber muss sein!