Monday, September 30, 2013

Music Monday #80

Die letzten paar Tage in Österreich waren gut und ermüdent, ich will in mein Bett. Ein Bett ist nach drei Nächten Zelt auch der Luxus schlecht hin, göttlich.

Thursday, September 5, 2013

Neue Schule, neue Gesichter, neue Lehrer, neues Alles

Ich weiß, ich komm bald schon wieder in das nächste Jahr an der "neuen" Schule, aber ich glaube nicht, dass ich mein Schuljahr schon richtig reflektiert habe, was ich aber schon lange vorhatte. Eigentlich schon am Anfang der Ferien, aber dann sind die Ferien dazwischen gekommen und jetzt sind die auch bald schon wieder um. Nur wenn ich es jetzt nicht mache, werde ich es wahrscheinlich nie machen und bestimmt ist es auch für mich interessant, wenn ich nach meinem Abi auf den Eintrag hier zurückblicken kann.

Angefangen hat das mit meiner jetzigen Schule schon in der 10. Klasse der Realschule. Ich wusste, dass ich weiter mit Schule machen will, aber ich wusste nicht genau wo. Da ich aber einen hilfreichen Lehrer hatte, bin ich auf eine Schulart gekommen, die ich davor noch nicht kannte. Deswegen bin ich jetzt auf einem Sozialwissenschaftlichem Gymnasium, mit Pädagogik&Psychologie (kurz PPS) als Profilfach. Hier habe ich schonmal was über die Schule zusammengetragen. Ich musste also gute Noten haben, die ich auch bekomme habe und somit wurde ich angenommen, vor den Sommerferien noch und hatte somit sicher meinen Schulplatz und musste mir erstmal keine Sorgen um meine Zukunft machen.
Mein erster Schultag begann dann am 10. September 2012 in der Aula des Mathilde-Plank SGs in Ludwigsburg. Es war ein sonniger Tag, die Vögel zwitscherten und... Nein, weiß was ich, wie das Wetter war. Auf jeden Fall saßen alle neuen 11er in diesem Raum und ich kannte vielleicht 10 Leute, der Rest war mir völlig unbekannt. Zu meiner völligen Überraschung sah ich vielleicht 10 Jungs, wenn überhaupt von ca. 120 neuen Schülern. Aber das ist am SG normal, deswegen habe ich neben mir auch zwei Jungs in der Klasse und der Rest der Klasse besteht aus 26 Mädchen. Sieben von uns kommen aus der RS in Tamm, mich mit einbezogen.
Jetzt komm mal mit 26 Mädchen in eine Klasse und merk dir die Namen, puh. Die von den zwei weiteren Jungs hatte ich schnell drauf, einen kannte ich auch schon. Um ehrlich zu sein, brauchte ich meine zwei Wochen, um alle Namen richtig draufzuhaben ohne Fehler reinzubringen oder mal einen Namen zu vergessen. Ich kenn da aber auch jemanden, die nach einem Monat noch kam mit: "Wir haben eine Anja in der Klasse?" Neben dem Namen merken war dann auch noch die Sache mit dem Kennenlernen. Die Lehrer haben da immer so ganz tolle Methoden. Nennt sich Kennenlernspiele und jeder ist ein Fan davon. Ganz besondern, wenn man in der 11. Klasse ist und sich ein Bällchen zuwirft und dann seinen Namen etc. mehrmals sagen muss. Aber gut, wie soll man es denn sonst machen? Irgendwie muss man sich ja kennenlernen (naja, das würde jetzt jeder anders sehen, aber ich sehe es so). Bis ich also mal so ungefähr draufhatte, wer wie ist, hat es auch ein Weilchen gedauert. Es gibt aber auch jetzt noch Leute in meiner Klasse, die es nicht kapieren, wenn ich ironisch bin, die nehmen mich einfach immer toternst. Mittlerweile kenn ich meine Klasse und kenn die Leute. Weiß, mit wem ich gut zurecht komme und wen ich nach einiger Zeit umbringen würde, wenn es dazu kommen würde mit diesen Personen in einen Raum eingesperrt zu werden. Heißt nicht, dass ich die Leute nicht leiden kann, sondern einfach nur, dass ich mit diesen Leuten nicht viel anfangen könnte und es mir auf die Nerven gehen würde. Finde meine Klasse aber trotzdem voll gut.
Neben den neuen Klassenkameraden kamen aber auch neue Lehrer dazu. Oh Gott, diese Lehrer. Es gibt welche, die ich leiden kann und dann ist da der Großteil, den ich nicht leiden kann. Hier will ich nicht zu sehr ins Detail gehen. Ich habe meine guten Erfahrungen mit Lehrern gemacht und meine schlechten und das wird auch so weiter gehen. An sich sind viele Lehrer aber auch sehr nett usw. Ich mein, ich will ja auch mal so einer werden. Aber ich weiß genau, was für einer ich nicht werde. Nach ein paar Wochen Schule weiß man aber auch schon, wie die meisten Lehrer ticken. Ich hab da so ein Auge für und komme deswegen auch einigermaßen mit den Lehrern aus, die ich gar nicht leiden kann und umso besser mit denen, die ich gut leiden kann.
Natürlich kommt da aber auch die neue Schule ins Spiel. Meine Schule ist riesig, es sind drei verschiedene Schulen in einem großen Gebäude zusammen, mit tausenden von Schülern und ettlichen Lehrern, ich kenn nichtmal die Hälfte beim Namen. Deswegen ist das Verhältnis von vielen Lehrern zu den Schülern auch unpersönlicher. An der Realschule sieht man die Lehrer für fünf Jahre jeden Tag und das auch noch auf einem engeren Raum, weswegen irgendwann jeder jeden kennt. An den weiterführenden Schulen binden sich die Lehrer weniger an die Schüler, weil sie eine Klasse oft nur ein Jahr lang haben und danach gar nicht mehr. Weil die Schule auch so riesig ist, läuft man den Lehrern nicht immer über den Weg. Und die Schule ist riesig. Es kommt jetzt noch vor, dass am Vertretungsplan irgendein Raum steht, den noch keiner gesehen hat. Ich war im Klassenzimmer 22.09 und hatte manchmal Unterricht in Räumen wie 13.06 oder so, finde die mal. Ich habe aber einen ganz guten Überblick mittlerweile und finde die Räume auch relativ schnell, während da immer noch so die Kandidaten aus meiner Klasse sind, die sich im Schulgebäude leicht verlaufen würden. Wie oft ich schon gehört habe: "Wo zur Hölle sind wir hier?" Dabei waren wir nur ums Eck zum Klassenzimmer.

Und wie lief das Jahr für mich?
Ich habe es locker angehen lassen und habe das Nötigste getan (abgesehen davon, dass ich freiwillig in der SMV war). Ich habe mir nicht viel Mühe gegeben und daher auch nicht die Noten, wie an der RS erreicht, aber es war okay für mich. Ich brauchte ein Jahr Auszeit und ein bisschen Ruhe. Da die 11. Klasse auch nicht ins Abi zählt, lief das bei 90% meiner Klasse so. Es gelassen angehen und sich nicht stressen. Dafür muss ich nächstes Jahr und das Jahr drauf um so mehr Gas geben und das ist mir auch klar. Ich muss meinen Arsch wieder hochbekommen und schaffen bis zum Umfallen. Uff, das werden zwei anstrengende Jahre. Ich werde auf jeden Fall wieder mehr für die Schule machen müssen, aber sowas von viel mehr, wie das letzte Jahr. Mal gucken, wie viel Schlaf mir in den kommenden zwei Jahren unter der Woche fehlen wird.
Es wird spanndend und irgendwie freu ich mich auch ein wenig drauf. Denn ich mag Schüler sein, wirklich.

Noch ein paar Tage und noch einmal schlafen

Ich dachte, dass ich nochmal was schreibe, bevor ich morgen bis Montag nach Zürich fahre und erstmal weg sein werde. Ich muss sagen, dass ich mich richtig freue und schon lange darauf warte, endlich mal wieder in die Schweiz zu können. 2011 war ich das letzte Mal dort, im Oktober und ich hatte schon letztes Jahr vor zu gehen, aber es hat bis jetzt gedauert. Was mach ich eigentlich in Zürich? Ich geh meinen Sponsor Airfow Skateboards besuchen und werde viel skaten. Irgendwann erklär ich mein Hobby noch genauer, aber heute nicht mehr. Wieso freue ich mich so sehr drauf? Naja, ich bin jetzt schon fast zwei Jahre gesponsort und war noch nie wirklich dort. Außerdem ist die Schweiz mit ziemlich vielen guten Bergen und Straßen ausgestattet und ich finde die Schweiz an sich schön. Es werden auf jeden Fall vier richtig schöne Tage.
Bis jetzt habe ich nicht wirklich viel in meinen Ferien gemacht. Ich war sehr oft in Stuttgart oder war nur zuhause und hab nichts gemacht. Ich musste jedes Wochenende Freitag und Samstag für mich und einen Freund austragen, der gerade in Amerika ist (schon seit drei Wochen!), was aber nicht sehr viel Spaß gemacht hat. Ich habe immer sehr lange geschlafen, mit ein paar Ausnahmen. Ich war immer sehr lange wach, mit keinen Ausnahmen. Ich war mit meinem Hund draußen, wie immer eben. Meine Sommerferien waren eigentlich nicht sonderlich spannend für andere, aber ich fand sie gut. Entspannung und viel schlafen, das fehlt mir während der Schulzeit immer, da schlafe ich die meiste Zeit in den Pausen. Ab Dienstag muss ich mich anstrengen, da wird aufs Abi hingearbeitet.
Ich werde am Freitag 17 und ich ziehe einen Vorteil daraus, nicht zuhause zu sein: Ich kann mir die Anrufe der Verwandtschaft sparen, die nerven nämlich ziemlich. Ich mein, die interessieren sich das ganze Jahr nicht für mich und kommen dann an meinem Geburtstag an, um mir alles Liebe und Gute zu wünschen und fragen dann immer ganz lieb, wie es mir denn geht und was ich so treibe. Wollen aber auch immer ganz schnell wieder Schluss machen. Dann können sie es auch gleich bleiben lassen, mir sind die Glückwünsche wichtig, die auch wirklich so gemeint sind. Und Geburtstage sind gar nicht mehr so besondern für mich. Früher konnte ich es nie erwarten, ein Jahr älter zu werden und wollte auch immer meinen Geburtstag feiern. Ich habe meinen 16ten nicht gefeiert und werde meinen 17ten auch nicht feiern. Meinen 18ten aber schon, der ist wichtig. Ich hab mich auch immer auf meine Geschenke gefreut, weil ich früher nie wusste, was ich bekomme. Ich suche es mir aber seit Jahren immer schon selbst aus, dann ist es auch nicht mehr wirklich was besonderes. Ich freu mich trotzdem drüber und bin auch dankbar. Nur, weil es mein Geburtstag ist, ist es nicht selbstverständlich, dass ich ein Geschenk bekomme. Es macht mir auch nichts aus, wenn ich nichts bekomme, um ehrlich zu sein. Und natürlich kommt es drauf an, von wem es kommt.

Am Dienstag beginnt für mich ein neues Schuljahr, 12. Klasse.
Am Freitag werde ich ein Jahr älter, 17.
Morgen fahre ich nach Zürich, bis Montag.

Monday, September 2, 2013

Ausziehen

Nein, nicht ausziehen im Sinne von die Kleidung vom Körper reißen, sondern im Sinne von wegziehen. Von zuhause weg, woanders hin, ohne Eltern, alleine oder in einer WG.
So wie meine Schwester es gemacht hat, als sie 16 war. Aber nicht einfach in die Stadt nebenan, sondern gleich mal in den Schwarzwald in irgendein Kaff, damit sie auch weit weg ist. Dazu ist es gekommen, weil meine Schwester immer nur Zoff mit meinen Eltern hatte, immer. Ich kann mich nur noch an weniges richtig erinnern, weil es fast sieben Jahre her ist, aber Ruhe war selten, wenn meine Eltern und meine Schwester im Haus waren. Der Streit ging eben so weit, dass meine Schwester die bestmöglichste Situation genutzt hat und abgehauen ist und dann auch für sechs Jahre weg war. Ich selbst hab das damals gar nicht richtig kapiert und dachte erstmal, dass meine Schwester für ein paar Tage zu einer Freundin ist. Aber dann haben mir meine Eltern gesagt, dass ich jetzt das Zimmer wechsel und bei meiner Schwester ins Zimmer komme, die wäre jetzt ausgezogen. Hey cool, jetzt hab ich ein Zimmer mit Balkon und dem Hund. Was ich aber damals auch nicht richtig kapiert habe war, wieso meine Schwester überhaupt abgehauen ist. Der Streit, der 24/7 stattfand und die Bestrafungen, die folgten, waren meiner Schwester eben einfach genug und sie hatte keine Lust mehr. Meine Schwester war nicht für die kompletten sechs Jahre weg vom Fenster. Wir haben uns alle an die Situation gewöhnt und sind sie auch mal besuchen gegangen und sie auch uns. Jetzt lebt sie wieder hier und hat auch schon eine Wohnung in der Nähe gefunden, versteht sich auch wieder besser mit meinen Eltern. Sie hat mir vor ein paar Jahren mal gesagt, dass ich sie verstehen würde, wenn ich in ihr damaliges Alter kommen würde. Und jap, ich verstehe meine Schwester.

Bei mir ist es so, dass ich ziemlich viele Freiheiten habe. Freiheiten, die meine Schwester nicht hatte. Ich darf raus, solange ich will und wenn ich um 4 Uhr morgens nach Hause komme, meine Eltern schlafen. Wenn ich mal nicht nach Hause komme frägt meine Mutter morgens nur, wann ich wieder komme. Ich geh mal eben für's Wochenende weg oder so, kein Ding. Meine Schwester hätte nichtmal daran denken dürfen um 4 Uhr morgens nach Hause zu kommen oder über's Wochenende weg zu bleiben. Um 18.00 Uhr zuhause sein oder Hausarest und das volle Programm von Haustür abschließen und Schlüssel verstrecken. Es ging sogar so weit, dass mein Rollladen nicht ganz runtergelassen werden darf. Der geht nämlich sonst nicht mehr hoch.
Ich wurde also mit viel mehr Freiheiten erzogen, weiß diese aber auch zu schätzen und nutze das ganze nicht aus. Deswegen konnte ich Bestrafungen immer gut entgehen, ich hab sie einfach nicht wirklich verdient. "Konnte". Seitdem meine Schwester wieder da ist, versucht mein Vater mit strenger Erziehung durchzugreifen. Fernbedinungen verstrecken, Internet sperren (Ausgangssperren bekomme ich nicht, das würde nicht funktionieren). Gut, dann sind eben die Medien weg, also geh ich halt nach Stuttgart oder sonst wo hin, wie immer eben. Aber dann komm ich nach Hause und werde erstmal angemotzt. "Räum dein Zimmer auf, mach den Abwasch, ich hab dir gesagt, dass du den Müll runter bringen sollst! Der Hund muss runter, saug mal die Wohnung, geh deiner Schwester damit helfen und hiermit auch, sonst gibt es das und das nicht für so und so lange." Die Drohungen, die mein Vater wahr werden lässt um seine Macht zu zeigen. Hab mit ihm schon das halbe Haus zusammengeschrien und mit meiner Mutter genauso.

Ich verstehe meine Schwester und ich verstehe wieso sie ausgezogen ist und das, obwohl ich noch nicht mal halb so streng behandelt werde. Vor ein paar Wochen und auch letzte Woche habe ich mir selbst gesagt, dass ich keine Lust mehr habe und auch echt gerne ausziehen würde. Meine Eltern wären eigentlich in den Urlaub gegangen, aber das Wetter hätte ja diese Woche schlecht sein können, deswegen ging es nicht zum Bodensee, also keine Ruhe. Ich gehe am Donnerstag nach Zürich bis Montag, dann hab ich erstmal ein bisschen Ruhe und danach habe meine Eltern auch keinne Urlaub mehr.
Ich muss dazu sagen, dass es im Moment wieder etwas besser geworden ist. Wahrscheinlich hat das damit zu tun, weil meine Schwester wieder auszieht und in ihre Wohnung kommt. Aber sie ist froh drüber, würde es nämlich nicht noch länger hier aushalten.
Nach dem Abi bin ich weg, auch wenn es dann wieder die Zeitspanne ist, in der es keinen Stress zuhause gibt. 

Music Monday #77

Gleich kommt was!