Thursday, September 5, 2013

Neue Schule, neue Gesichter, neue Lehrer, neues Alles

Ich weiß, ich komm bald schon wieder in das nächste Jahr an der "neuen" Schule, aber ich glaube nicht, dass ich mein Schuljahr schon richtig reflektiert habe, was ich aber schon lange vorhatte. Eigentlich schon am Anfang der Ferien, aber dann sind die Ferien dazwischen gekommen und jetzt sind die auch bald schon wieder um. Nur wenn ich es jetzt nicht mache, werde ich es wahrscheinlich nie machen und bestimmt ist es auch für mich interessant, wenn ich nach meinem Abi auf den Eintrag hier zurückblicken kann.

Angefangen hat das mit meiner jetzigen Schule schon in der 10. Klasse der Realschule. Ich wusste, dass ich weiter mit Schule machen will, aber ich wusste nicht genau wo. Da ich aber einen hilfreichen Lehrer hatte, bin ich auf eine Schulart gekommen, die ich davor noch nicht kannte. Deswegen bin ich jetzt auf einem Sozialwissenschaftlichem Gymnasium, mit Pädagogik&Psychologie (kurz PPS) als Profilfach. Hier habe ich schonmal was über die Schule zusammengetragen. Ich musste also gute Noten haben, die ich auch bekomme habe und somit wurde ich angenommen, vor den Sommerferien noch und hatte somit sicher meinen Schulplatz und musste mir erstmal keine Sorgen um meine Zukunft machen.
Mein erster Schultag begann dann am 10. September 2012 in der Aula des Mathilde-Plank SGs in Ludwigsburg. Es war ein sonniger Tag, die Vögel zwitscherten und... Nein, weiß was ich, wie das Wetter war. Auf jeden Fall saßen alle neuen 11er in diesem Raum und ich kannte vielleicht 10 Leute, der Rest war mir völlig unbekannt. Zu meiner völligen Überraschung sah ich vielleicht 10 Jungs, wenn überhaupt von ca. 120 neuen Schülern. Aber das ist am SG normal, deswegen habe ich neben mir auch zwei Jungs in der Klasse und der Rest der Klasse besteht aus 26 Mädchen. Sieben von uns kommen aus der RS in Tamm, mich mit einbezogen.
Jetzt komm mal mit 26 Mädchen in eine Klasse und merk dir die Namen, puh. Die von den zwei weiteren Jungs hatte ich schnell drauf, einen kannte ich auch schon. Um ehrlich zu sein, brauchte ich meine zwei Wochen, um alle Namen richtig draufzuhaben ohne Fehler reinzubringen oder mal einen Namen zu vergessen. Ich kenn da aber auch jemanden, die nach einem Monat noch kam mit: "Wir haben eine Anja in der Klasse?" Neben dem Namen merken war dann auch noch die Sache mit dem Kennenlernen. Die Lehrer haben da immer so ganz tolle Methoden. Nennt sich Kennenlernspiele und jeder ist ein Fan davon. Ganz besondern, wenn man in der 11. Klasse ist und sich ein Bällchen zuwirft und dann seinen Namen etc. mehrmals sagen muss. Aber gut, wie soll man es denn sonst machen? Irgendwie muss man sich ja kennenlernen (naja, das würde jetzt jeder anders sehen, aber ich sehe es so). Bis ich also mal so ungefähr draufhatte, wer wie ist, hat es auch ein Weilchen gedauert. Es gibt aber auch jetzt noch Leute in meiner Klasse, die es nicht kapieren, wenn ich ironisch bin, die nehmen mich einfach immer toternst. Mittlerweile kenn ich meine Klasse und kenn die Leute. Weiß, mit wem ich gut zurecht komme und wen ich nach einiger Zeit umbringen würde, wenn es dazu kommen würde mit diesen Personen in einen Raum eingesperrt zu werden. Heißt nicht, dass ich die Leute nicht leiden kann, sondern einfach nur, dass ich mit diesen Leuten nicht viel anfangen könnte und es mir auf die Nerven gehen würde. Finde meine Klasse aber trotzdem voll gut.
Neben den neuen Klassenkameraden kamen aber auch neue Lehrer dazu. Oh Gott, diese Lehrer. Es gibt welche, die ich leiden kann und dann ist da der Großteil, den ich nicht leiden kann. Hier will ich nicht zu sehr ins Detail gehen. Ich habe meine guten Erfahrungen mit Lehrern gemacht und meine schlechten und das wird auch so weiter gehen. An sich sind viele Lehrer aber auch sehr nett usw. Ich mein, ich will ja auch mal so einer werden. Aber ich weiß genau, was für einer ich nicht werde. Nach ein paar Wochen Schule weiß man aber auch schon, wie die meisten Lehrer ticken. Ich hab da so ein Auge für und komme deswegen auch einigermaßen mit den Lehrern aus, die ich gar nicht leiden kann und umso besser mit denen, die ich gut leiden kann.
Natürlich kommt da aber auch die neue Schule ins Spiel. Meine Schule ist riesig, es sind drei verschiedene Schulen in einem großen Gebäude zusammen, mit tausenden von Schülern und ettlichen Lehrern, ich kenn nichtmal die Hälfte beim Namen. Deswegen ist das Verhältnis von vielen Lehrern zu den Schülern auch unpersönlicher. An der Realschule sieht man die Lehrer für fünf Jahre jeden Tag und das auch noch auf einem engeren Raum, weswegen irgendwann jeder jeden kennt. An den weiterführenden Schulen binden sich die Lehrer weniger an die Schüler, weil sie eine Klasse oft nur ein Jahr lang haben und danach gar nicht mehr. Weil die Schule auch so riesig ist, läuft man den Lehrern nicht immer über den Weg. Und die Schule ist riesig. Es kommt jetzt noch vor, dass am Vertretungsplan irgendein Raum steht, den noch keiner gesehen hat. Ich war im Klassenzimmer 22.09 und hatte manchmal Unterricht in Räumen wie 13.06 oder so, finde die mal. Ich habe aber einen ganz guten Überblick mittlerweile und finde die Räume auch relativ schnell, während da immer noch so die Kandidaten aus meiner Klasse sind, die sich im Schulgebäude leicht verlaufen würden. Wie oft ich schon gehört habe: "Wo zur Hölle sind wir hier?" Dabei waren wir nur ums Eck zum Klassenzimmer.

Und wie lief das Jahr für mich?
Ich habe es locker angehen lassen und habe das Nötigste getan (abgesehen davon, dass ich freiwillig in der SMV war). Ich habe mir nicht viel Mühe gegeben und daher auch nicht die Noten, wie an der RS erreicht, aber es war okay für mich. Ich brauchte ein Jahr Auszeit und ein bisschen Ruhe. Da die 11. Klasse auch nicht ins Abi zählt, lief das bei 90% meiner Klasse so. Es gelassen angehen und sich nicht stressen. Dafür muss ich nächstes Jahr und das Jahr drauf um so mehr Gas geben und das ist mir auch klar. Ich muss meinen Arsch wieder hochbekommen und schaffen bis zum Umfallen. Uff, das werden zwei anstrengende Jahre. Ich werde auf jeden Fall wieder mehr für die Schule machen müssen, aber sowas von viel mehr, wie das letzte Jahr. Mal gucken, wie viel Schlaf mir in den kommenden zwei Jahren unter der Woche fehlen wird.
Es wird spanndend und irgendwie freu ich mich auch ein wenig drauf. Denn ich mag Schüler sein, wirklich.

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