Tuesday, October 29, 2013

Was sich in alten Mappen finden lässt. #2

  Ich habe noch keinen Titel für die Geschichte gefunden, deswegen wird sie jetzt erstmal nach dem Ausgangspost benannt, bis ich etwas passendes finde.  
Da ich die nächsten zwei Tage Besuch bekomme, geht es erst wieder am Freitag oder eventuell auch Donnerstag Abend weiter. 

---------- Teil 1---------- 


Vor einem Jahr waren wir noch an der Realschule und machten schon Pläne für die Zukunft. Auf welches Gymnasium wir zusammen gehen wollen und wo wir später mal was zusammen studieren wollen. Damals war sie noch ein ganz normales Mädchen und ich ein ganz normaler Junge. Wir lernten immer zusammen, wir machten immer alle Hausaufgaben zusammen, wir hatten das selbe Wahlfach genommen und alle Projekte machten wir zusammen. Wir halfen uns immer gegenseitig und verstanden uns blendend. Aööe hielten uns für ein Paar, aber wir waren nur sehr gute Freunde. Das wollten wir auch immer bleiben... wollten. Aber dann wechselten wir, nachdem wir unseren Abschluss hatten, die Schule. Aus unserer alten Klasse waren wir sogar die einzigen, die mit der Schule weiter machten. Der Rest machte eine Ausbildung. Zumindest die vom Rest, die eine hatten. Was mit denen ohne passiert ist, weiß ich nicht. Mit dem Wechsel der Schule, veränderte sie sich. Sie ließ mich fallen, wurde das beliebteste Mädchen der Schule, nahm sich einen gut aussehenden Typen und machte immer dann mit ihm rum, wenn möglichst viele zuguckten. Sie vergas mich und ich wurde zum absoluten Looser. Niemand wollte sich mit mir abgeben und meine Noten wurden immer schlechter. Mit 1,8 von der Realschule und mit 3,6 im Gymnasium. Meine Mutter drohte mir manchmal mit irgendwelchen Verboten. Aber sie wusste genau, dass sie damit nichts bewirken konnte. Also beließ sie es bei den Drohungen und ließ mich in Ruhe. Draußen war ich nie oft, ich machte nur ab und zu mal einen Spaziergang im Regen. Und ich ging fünf mal die Woche in die Schule und ließ alles über mich ergehen. Man spuckte mir ins Essen, schmeißte es weg, klebte mir lustige Zettel an den Rücken, was ich nicht merkte und ein paar Sekunden später geschlagen und getreten wurde. Mein Kopf steckte schon das ein oder andere Mal im Schnee oder der Toilette.
Ein Papierflieger landete in meiner Suppe, an seiner Spitze klebte ein Kaugummi. Ich nahm ihm, falltete ihn auf und laß leiste. "Um 4 am Kippenautomaten" Ich stand auf, zerknüllte den Flieger und warf ihn in den Müll. Aber an meinen Platz kehrte ich nicht zurück, ich ging aus der Mensa und begab mich in Richtung Bibliothek, da würde ich Ruhe haben... würde. "Die Bibliothekarin ist krank, die Bibliothek ist vorübergehend geschlossen". Die Mittagspause ging noch eine halbe Stunde und wäre ich weiterhin irgendwo durch die Gegend gelaufen, hätte der Papierflieger-Werfer die Uhrzeit von vier auf halb zwei verschoben, also saß ich mich vor unser Lehrerzimmer. Weil mich sowieso keiner mochte, beachteten mich auch die Lehrer nicht.

Saturday, October 26, 2013

Was sich in alten Mappen finden lässt.

 Ich bin vor einer Woche durch mein altes Schulzeug gegangen und hab eine Mappe aus der 10. Klasse gefunden, in der noch Zeug von der SMV drin war. Ich habe auch eine Folie gefunden, in der sich zwei Geschichten befanden. Eine ist fertig und schwirrt auch schon im Internet rum, die andere nicht, da sie noch nicht fertig ist. Ich habe jetzt schonmal den ersten Teil abgetippt und mach dann morgen Abend oder am Montag mit dem nächsten Teil weiter und werde die Geschichte im Laufe der nächsten Woche auch fertig schreiben, wenn ich nicht die fertig mache, die ich in Deutsch angefangen habe.
Es ist ein kleiner Teil und er ist völlig unverändert und so übernommen, wie er hier auf dem Blatt steht. Hab aber keine Zeit, noch mehr zu übernehmen. Viel Spaß.


Ich hasste sie. Ihr falsches Lachen, das sie jeden Tag aufsetzte. Ihre immer perfekt sitzenden Haare, die sowieso total gefärbt waren, was wohl niemandem auffiel. Ihre perfekten weißen Zähne, mit denen sie alle zwei Wochen zum Zahnarzt rannte, um sie wieder bleiben lassen zu können. Ihr makelos hübsches Gesicht, auf das sie jede Menge Make-Up schmierte. Dann noch ihre perfekten Fingernägel, die jeden Tag anders aussahen. So schien es mir zumindest. Aber nicht nur ihre Fingernägel wechselten ihre Aussehen, ihre Persönlichkeit tat es genauso. Ich war mal mit ihr berfreundet, als sie sich noch nicht als das beliebteste Mädchen der Schule bezeichnet hat. Es ist erst ein Jahr her, aber ich schien nie für sie existiert zu haben.

Monday, October 14, 2013

Music Monday #82


Gespräche leiten

Ich habe vor ein paar Tagen mit einer Freundin über das Leiten von Gesprächen geredet.
Sie meinte mal, dass ich mich sehr leicht manipulieren lassen würde, was daran zu merken ist, dass sie immer das Gespräch leiten würde und es in die Richtungen lenken könne, in die sie es lenken will. Ich würde immer dem Gesprächfluss folgen und nie hinterfragen, wieso sie in gewisse Richtungen geht. Es hat sich ein wenig so angehört, als wäre es mir auch gar nicht richtig bewusst, wie sehr ich mich im Gespräch in andere Themen leiten lasse. Sie meinte dann aber auch nach einiger Zeit, dass sie nicht immer die sein will, die das Gespräch leiten muss, weil es mit der Zeit ermüdend wird.
Genau das ist mein Punkt. Manchmal kann ich es gut leiden, ein Gespräch nicht leiten zu müssen. Einfach zurücklehnen und schauen, was kommt und dann kann man immer noch entscheiden, ob man mitgeht oder das Gespräch dann doch in eine andere Richtung leiten will. Weil mir die Themen nie wirklich unangenehm waren und ich nichts gegen die Richtung des Gesprächs hatte, habe ich nichts hinterfragt und bin einfach mitgegangen. Ich habe dann auch teilweise über komische Sachen mit ihr gesprochen, aber das ist vollkommen in Ordnung. Wenn eine Konversation von jemand anderem geleitet wird, muss ich nichts viel mitdenken, abgesehen von meinen Antworten. Ich muss mir nicht überlegen, was ich als nächstes fragen soll oder wie ich das Gespräch am Laufen halten kann, noch muss ich mir irgendwelche Themen ausdenken, über die man reden kann. Es kommt einfach alles von selber, weil sich jemand anderes "die Mühe macht". Ich würde hierbei nicht unbedingt von Manipulation sprechen, weil es mir bewusst ist, dass ich das Gespräch nicht leite und in verschiedene Richtungen gelenkt werde. Ich kann immer noch unterbrechen und alles beenden.
Dieses ganze "Hey, mach du mal. Ich sitz hier rum und warte darauf, dass du etwas sagst" hört sich auch ein bisschen egoistisch an, finde ich. Es ist aber nicht so, dass es mir völlig egal wäre, wenn sie keine Lust mehr hat weiterhin die Leiterin zu sein. Es ist mir auch nicht egal, was sie schreibt, ich bin meistens relativ ernst bei der Sache, lese aufmerksam und antworte auch richtig und nicht (meistens zumindest) total albern. Ich wäre nicht immer bereit, die Gesprächsleitung zu übernehmen, weil ich auch oft keine Lust darauf habe, aber es würde mir auch nichts ausmachen, es mal leiten zu müssen. Es ist auch nicht schlecht zu wissen, wie man eine Konversation am laufen hält und manchmal kommt man doch auf ganz interessante Themen, die vielleicht nicht gekommen wären, wenn man sich weiterhin zurückgelehnt hätte. Selbst entscheiden in welche Richtung es geht ist manchmal auch ganz gut, man kann dadurch eventuell Themen ausweichen, die man vermeiden will.

Vielleicht kann man mich ja leicht manipulieren, aber nicht auf diese Art und Weise, da muss man schon was anderes finden.