Gestern habe ich über die Kennenlernfahrt geschrieben und gesagt, was wir so gemacht haben. Was ich aber auch noch sagen wollte war, wie ich den Bezug von meiner alten Klasse zu meiner jetzigen Klasse vergleichen kann. Das mache ich nämlich jetzt.
Mit meiner alten Klasse (10a) habe ich mich durch fünf Jahre Schule gedrückt und ein paar kannte ich auch schon seit der ersten Klasse, da wächst man irgendwie zusammen. Nicht mit allen, aber mit vielen hat man eine gute Freundschaft und versteht sich auch richtig gut.
Mit meiner jetzigen Klasse (11/6) werde ich mich jetzt durch drei Jahre Schule schlagen und bis jetzt ist der Anfang wirklich gut. Als ich in die 5. Klasse gekommen bin, war ich etwas schüchtern und brauchte relativ lange, mich mit anderen gut zu verstehen. Ich konnte zu einer Person gut und schnell Kontakt aufbauen, aber nicht mit mehreren gleichzeitig. Deswegen hatte ich zwar Freunde, aber nur ein paar und mit der ganzen Klasse hatte ich auch so gar nichts zu tun. Präsentationen gingen dann auch nicht so leicht, weil ich eben nur ein paar aus der Klasse kannte. Mit der Zeit wurde das aber besser und mittlerweile kann ich mit vielen auf einmal Kontakt knüpfen, Präsentationen vor der Klasse waren irgendwann kein Problem mehr und selbst vor der "fremden" Klasse hatte ich kein Problem irgendwas zu sagen. Auch, wenn ich sie nicht kenne, aber das kommt einfach davon, dass ich selbstbewusster geworden bin.
Bei meiner alten Klasse wusste ich so ungefähr bei jedem, was ich mir erlauben darf. Ich hab es auch mal übertrieben, aber am Ende kam ich trotzdem mit jedem gut aus. Jetzt unterdrücke ich die Sachen, weil ich mir noch nicht sicher bin, wie viel ich machen darf und was völlig falsch gehen könnte. Aber ich fühle mich immer wohler und sehe in manchen Klassenkameraden auch meine Alten wieder. Mal ganz abgesehen davon, dass es völlig andere Menschen sind.
Die Kennenlernfahrt hat mir also ermöglicht, für mich herauszufinden, wie ich mit wem klar komme und was ich machen darf. Natürlich nicht zu 100%, aber den Rest finde ich noch im Schulalltag heraus, in Heidelberg ging es aber um einiges schneller, als in drei Tagen Schule, weil man viel mehr miteinander zu tun hatte und auch manche Spiele im Kletterpark oder sonst wo zusammen machen musste. Am letzten Abend waren wir auch bis kurz vor 1.00Uhr zusammen in einem Zimmer und haben geredet (nicht alle, aber viele) und das sogar verboten, Jungs durften bei den Mädchen nach der Nachtruhe (23.00Uhr) nicht im Zimmer sein. Ich mein, drei Jungs und um die zehn Mädchen im Zimmer, da geht es schon ab ;-)
Meine Klasse ist besser, als gedacht und ich freu mich schon auf die nächsten drei Jahre. Ich frage mich nur, ob und wann ein "Krieg" zwischen manchen ausbrechen wird, wie es bei meiner alten Klasse schon des öfteren der Fall gewesen ist. (Ich denke mir immer: "Ein Glück bin ich in dieser Klasse gelandet" obwohl ich die anderen Klassen gar nicht kenne)
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