Irgendwann während der 10. Klasse hab ich von meinem Lehrer einen Zettel bekommen, auf denen Blog-Themen standen. Also Vorschläge und einer davon war "Kognition vs. Emotion". Ich hab den Eintrag seit einer halben Ewigkeit gedanklich fertig, hab ihn aber nie gebloggt. Ich hab es mir auch immer ganz oft vorgenommen, es aber nie gemacht. Aber jetzt hab ich schon angefangen, also mache ich es einfach.
Kognition, was ist Kognition? Erstmal Google benutzt und nach einer Definition gesucht, aber dabei hat mir Wikipedia auch nicht helfen können, also hab ich mir ein paar Artikel dazu durchgelesen. Weil ich mir aber immer noch unsicher war, hab ich meinen Lehrer gefragt und lag dann auch richtig.
Am besten ist es im Vergleicht mit "Emotion" zu erklären. Was das ist, ist wohl klar.
Wie ich es für mich definiert habe: Wenn man emotional handelt, weiß man nicht unbedingt, was man tut, weil man nicht nachdenkt, sondern einfach (wie emotional schon sagt) aus Emotionen handelt. Wut, Angst,... Wenn man kognitiv handelt, dann denkt man darüber nach und macht nicht einfach irgendwas. Auch wenn man wütend auf jemanden ist, denkt man ein Stück weiter und macht etwas nicht, was man gemacht hätte, hätte man emotional gehandelt. Weil man eben über die Folgen nachdenkt.
Emotional: Handel ohne nachzudenken.
Kognitiv: Handel mit Kopf (man denkt nach).
Und wieso werde ich dann aufgefordert, die beiden Sachen gegenüber zu stellen? Es heißt ja "VS.".
Weil man oft einfach nicht kognitiv handeln kann. Eigentlich erscheint es einem als viel besser, immer erst darüber nachzudenken, was man tut, wenn man auf jemanden sauer ist und Streit hat. Damit man nicht noch weiter in den Streit reinrutscht und ihn irgendwann nicht mehr schlichten kann und es zu einem Abbruch des Kontakts kommt. Wer will das schon? Eigentlich will man ja irgendwo verzeihen, wenn man jemanden leiden kann. Also wieso dann irgendwas blödes machen, was man gar nicht wollte, wenn man einfach drüber nachdenken kann, um das richtige zu tun?
Weil man dann gar nicht mehr richtig auf sich selbst achten kann. Geht es einem selber nicht gut, kann man anderen nicht helfen. Man kann also nicht wirklich klar denken um eine Lösung für das Problem zu finden. Man muss manchmal einfach sagen, was in einem drin ist. Sonst platzt man irgendwann, weil man sich noch mehr Sorgen macht, weil man nichts falsches machen will. Dann wird man zum Deppen und es wird am Ende wahrscheinlich doch nichts. Obwohl es vielleicht gar nicht die Schuld von einem selbst ist. Aber weil man eben nicht emotional handeln wollte, sondern kognitiv, war man schön still und hat nichts gesagt.
Hätte man aber einfach mal seine Meinung gesagt, hätte das ganze schon anders aussehen können. Ja, eventuell hätte man etwas falsches sagen können, aber wenigstens konnte man mal das los werden, was einen die ganze Zeit bedrückt hat. Dann sollte der Freund auch irgendwie Rücksicht drauf nehmen können. Der sieht dann nämlich auch, dass es einem am Herzen liegt, dass die Freundschaft erhalten bleibt. Aber wenn man nur still da sitzt denkt der sich auch: "Dem geht doch alles am Arsch vorbei, was ich sage, oder?"
Soll jetzt aber nicht heißen, dass man die ganze Zeit durch die Gegend rennen sollte und einfach alles sagen sollte, was einen beschäftigt. So kommt man auch nicht weiter, nachdenken muss schon mal sein. Aber wenn man den Unterschied zwischen Emotional und Kognitiv kennt (auch wenn er so offensichtlich erscheint), dann kann man in Zukunft seine Freunde mehr verstehen. Wenn die einen mal anmotzen und man nicht bescheid weiß, was gerade los ist, nimmt man mehr Rücksicht. Man motzt nicht gleich zurück, obwohl man gar keine Ahnung hat, was eigentlich ist, sondern denkt erst mal nach und versucht dann im Gespräch mehr herauszufinden. Darf dann aber auch nicht sauer werden, wenn motzige Antworten kommen. Denn: Er/sie handelt gerade emotional.
Ist bei jedem mal so.
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