Ich bin mir ziemlicher sicher, dass ich mich mit diesem Eintrag wiederhole, weil ich sowas glaube ich schonmal geschrieben habe. Aber weil ich zu faul bin zu suchen und schreiben will, schreibe ich trotzdem.
Wir haben heute in Psychologie ein paar Minuten über Stress geredet und unsere Lehrerin hat uns gefragt, wie es denn jetzt mit dem Stress aussieht, verglichen zu letztem Jahr. Ob sich da viel verändert hätte, weil Gymnasium ja doch nochmal was anderes ist. Wir sollten den Stress auf einer Skala von 0-10 bewerten, 10 hierbei sehr stressig und 0 gar nicht stressig.
Viele haben sich so zwischen 4 und 6 eingeordnet, weil sie es doch als mehr sehen. Mehr lernen, mehr Druck bei den Arbeiten und mehr Druck an sich, weil viel von einem verlangt wird und in zwei Jahren auch schon wieder das Abi ansteht. Einige waren sogar bei 8, was ich nicht nachvollziehen kann.
Eine Freundin und ich haben uns genau auf 0 gesetzt. Sie war letztes Jahr in der Ausbildung und meinte, dass sie dadurch wüsste, was Stress wäre. Ich selbst lerne weniger als letztes Jahr, finde auch, dass weniger Druck da ist und lebe an sich eher stressfrei. Um auf's Gymnasium zu kommen hab ich in vielen Fächern bessere Noten schaffen müssen und hab dafür viel gelernt und hatte vor Arbeiten auch Angst, weil ich keine schlechten Noten schreiben wollte. Angenommen zu werden war mein Ziel in der 10. Klasse, dafür brauchte ich gescheite Noten und für die musste ich lernen und auch mal ein bisschen Freizeit aufgeben. Jetzt hab ich den Druck nicht mehr, irgendwo angenommen werden zu müssen und gebe mir deswegen weniger Mühe. Ich ruhe mich dieses Jahr aus und gehe dann nächstes Jahr wieder ernster dran, das kann ich, wenn ich es auch will und ein Ziel habe. Ich sehe die 11. Klasse eben notenmäßig nicht sehr wichtig, weil die Kurse von diesem Jahr nicht mit in meine Abi-Note zählen. Sorgen kann ich mir dann nächstes Jahr machen, aber auch jetzt sind meine Noten nicht schlecht, bin sogar besser in Mathe geworden und sonst fand ich Mathe immer total schlimm.
Abgesehen davon, wie stressig wir es dieses Jahr finden, hat unsere Lehrerin uns noch gefragt, was wir zur Stressbewältigung machen.
Wenn mich je etwas wirklich stressen sollte (was selten passiert, weil ich stressigen Situationen aus dem Weg gehe), dann komme ich auch relativ leicht wieder aus dem Stress raus. Sobald sich da nämlich etwas ansammelt, reize ich es nur noch ein bisschen aus und halte mich dann von dem fern, was mich stresst so gut es möglich ist. Ich gehe dann oft mit meinem Hund raus oder einfach so an die frischen Luft, höre Musik oder schreibe. Wenn ich mich dann wieder entspannt habe und eine Pause eingelegt habe, mach ich mich wieder an das, was mich so gestresst hat und dann stresst es mich auch nicht mehr. Es kann lernen auf eine Arbeit sein oder es können wichtige Hausaufgaben sein, aber es passiert mir einfach nicht oft, dass ich wirklich im Stress bin. Wenn es eine Stresssituation ist, in der ich mich beeilen muss, weil ich sonst meine Bahn/meinen Bus verpasse, dann lasse ich es auch oft und nehme eben eine Bahn später und gehe dafür alles ruhig an. Dann vergesse ich auch nichts und kann ruhig bleiben, noch ein paar Minuten warten. Ansonsten bringe ich die Aktion immer ziemlich schnell über den Tisch, die mich stresst.
Was zum stressfreien Leben dazu gehört, ist auch sich wenig Sorgen zu machen über Dinge, die nicht so wichtig sind. Schaff ich ganz gut und ich kann so auch total entspannt leben.
Ich hab trotzdem genug Freunde, die sich ständig stressen. Jeder ist da anders, jeder geht anders damit um. Das hier ist meine Weise und ich finde sie gut. Es gibt bestimmt Dinge, die dagegen sprechen (z.B., dass ich oft zu locker und entspannt an etwas rangehe) aber ich komm klar und dann passt auch alles.
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