Wednesday, August 1, 2012

"Rede nicht mit fremden Menschen"

Eltern sagen einem immer, dass man nicht mit fremden Menschen sprechen soll. Aber was ist ein Fremder?
Für mich ist und war ein fremder Mensch immer einer, den ich nicht kenne. Also wirklich noch nie gesehen habe und mit dem ich auch noch nie geredet habe. Sowas nenne ich einen "Fremden". Es gibt aber auch solche, die einem fremd sind, weil man sie zwar vom Sehen her kennt und ab und zu mal Hallo sagt, weil man auf die gleiche Schule geht oder sowas, aber sie sonst nicht wirklich kennt. Man redet eben nie mehr mit ihnen, als "Hallo" und "Tschüss". 
"Rede nicht mit Fremden" ist aber auch ein wenig überholt, wenn man älter wird spricht man immer mehr und mehr mit "Fremden". Oder sind Fremde für Eltern was ganz anderes und sie meinen damit Menschen, die auf einen zugehen (wenn man klein ist) und einen ansprechen? Oder meinen sie vielleicht damit solche, die nicht nett, sondern unfreundlich aussehen? 

"Fremd" können aber auch Freunde werden. Wenn man seinen eigentlich Freund nicht mehr wiedererkennt, weil er komisch wird und sich ganz anders verhält. Sowas ist mir auch schon passiert. Da haben Freunde gemeint, dass sie sich jetzt in der Gegenwart bestimmter Menschen ganz anders verhalten müssen und sich gegen mich stellen müssen. Dann kommt hier und da mal ein verletzender Witz, alle lachen und man selbst steht nur da und frägt sich, wieso dieser eine Freund gerade sowas bringt. Dann wird er einem Fremd und man erkennt ihn nicht wirklich wieder, weil er sonst ganz anders ist, einen verteidigt und mit einem lacht und nicht über einen. Wenn dieser Freund dann nicht mal nach einem Gespräch Nachsicht zeigt und einem immer noch fremd ist, sollte man vielleicht auf das hören, was einem die Eltern immer gesagt haben: "Rede nicht mit fremden Menschen." 


Sowas ist schade, aber sowas passiert.

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