Sunday, August 5, 2012

Terry Prachett

Ich bin gerade eben mit dem Buch "Making Money" von Terry Prachett fertig geworden und habe jetzt dann auch mein 6. Buch von ihm gelesen (alle auf Englisch). Mal wieder habe ich total lange gebraucht, weil ich am Anfang immer total langsam lese und dann ewig viele Pausen mache und auch mal ein paar Tage gar nicht lese. Aber englische Bücher ziehen sich sowieso immer etwas länger, man kann es nicht so flüssig lesen, wie ein deutsches und muss ab und zu mal ein Wort zwei oder drei Mal lesen. Zumindest ist es bei mir so.
Bei Prachett habe ich ziemlich schnell gemerkt, wie die Bücher aufgebaut sind. Zumindest habe ich eine Struktur für mich gefunden, andere haben vielleicht eine ganz andere oder finden seine Bücher durchgehend spannend. Aber ich möchte es teilen, wie ich die Bücher empfinde und wie sie sich lesen lassen.

1. Der Anfang ist immer etwas verwirrend und man weiß nicht so wirklich, wo man ist und was eigentlich passiert. Man wird so ziemlich in die Geschichte reingeschmissen und muss sich erstmal einlesen. Aber es ist am Anfang nicht stockend und weil man es verstehen will, liest man weiter. Also fliegen die ersten 40-50 Seiten davon.
2. Der Teil, an dem viel Zeug erklärt wird und es sich etwas zieht und nicht so spannend ist. Wenn man hier müde ist, sollte man lieber schlafen gehen, sonst schläft man wirklich beim Lesen ein (kein Scherz, ist mir schon passiert). Es sind gar nicht so viele Seiten, aber sie lassen sich nur so langsam und stockend lesen, weswegen einem 20 Seiten vorkommen wie 60 oder 70.
3. Der spannende oder interessante Teil, der sich schnell und flüssig lesen lässt. Wenn man hier liest, während man müde ist, wird man wieder wach. Hält aber leider nicht lange an, weil man es ziemlich schnell
zum Ende gebracht hat und 60 Seiten sich dann nur wie 10 oder 20 anfühlen.
4. Hier kommt meistens wieder sowas, wie bei Teil 2 schon. Es lässt sich nicht so flüssig lesen und ist eher uninteressant. Bei mir meistens der Part, bei dem ich wenig lese und lange Pausen mache. Dann werde ich aber wieder zum lesen motiviert, weil -->
5. Wieder etwas spannendes, wo aber auch nicht so interessante Sachen dazwischen rutschen. Ein Mischmasch aus Nummer 2 und 3. Aber man liest sich durch die nicht so tollen Teile gut durch, weil man den tollen Teil wieder lesen will und dann kommt man auch ziemlich gut voran.
6. Der Schlussteil. Eigentlich nicht mit super viel Spannung, aber man liest trotzdem alles an einem Stück, weil man schon so weit gekommen ist und fertig werden will. Man will eben wissen, wie es ausgeht und bei einem Prachett Buch ist es eigentlich immer ein offenes Ende (zumindest bei denen, die ich gelesen habe, wenn ich mich recht dran erinnern kann). Bei Making Money ist am Ende sogar noch eine Seite spannend und der Rest ist auch richtig gut.


Man kann also sagen, dass Prachett Bücher lange Kurzgeschichten sind. Offenes Ende, offener Schluss. Man wird reingeworfen und wieder rausgeschmissen. Aber trotzdem super gute Bücher, ich mag den Autor.

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