Es mag sich vielleicht leicht anhören, so einen Blogeintrag zu schreiben, aber da gehört viel mehr dazu, als man denkt.
1. Lust/Motivation: Genau, man sollte dafür motiviert sein, jetzt auch einen Eintrag zu schreiben. Sonst kommt nichts richtiges dabei raus, weil man sich zum Schreiben zwingt und das klappt nicht immer gut, meistens ist es sogar richtig schlecht. Ich lösche oft wieder einen ganzen Eintrag, wenn ich mich zum Schreiben gezwungen habe, weil er sich nicht gut anfühlt.
2. Idee: Es ist schwer einen Blogeintrag zu schreiben, wenn man nicht wirklich weiß, worüber. Auch wenn man einfach irgendwas schreibt, hat man zumindest im Hintergrund die Idee einen Blogeintrag zu machen, also ist es auch eine Idee.
3. Einleitung: Hört sich jetzt an, als wäre man hier bei einem Deutschaufsatz, aber an sich ist ein Blogeintrag auch nur eine "produktive Schreibaufgabe", also auch ein bisschen wie ein Aufsatz aufgebaut, aber ich habe noch ein paar Sachen eingefügt, wir sind hier ja auch nicht in der Schule. Wie auch immer, eine Einleitung ist immer ganz gut. Man muss nicht ewig lang hinhalten, außer man will es, aber direkt reinspringen kann für Verwirrung sorgen, wenn es keine Geschichte ist. Oft reicht ein Satz schon und nein, der Titel verrät nicht immer, worüber der Blogeintrag ist, dazu komme ich später.
4. Hauptteil: Offensichtlicherweise geht es hier um das eigentliche Thema, das man gerade bearbeitet. Mein Hauptteil bei diesem Eintrag wäre der Teil, den ich gerade schreibe. Also die verschiedenen Schritte, wie man zu einem guten Blogeintrag kommt, der ein Thema beinhaltet, zu dem man von sich selbst aus motiviert war (also intrinsisch) und, der nicht für große Verwirrung sorgt. - Man kann natürlich auch wollen, dass er für Verwirrung sorgt, damit die Leute drüber nachdenken, naja. - Beim Hauptteil und wie auch beim gesamten Blogeintrag wird es einem selbst überlassen was man schreibt. Nicht wie im Deutschaufsatz, dass man sich streng an ein Thema halten muss um die Anforderungen der Lehrerin zu erfüllen. Es kann zwar sein, dass die Leser Anforderungen an einen haben, aber sowas würde mich eventuell unter Druck setzen, deswegen denke ich über sowas gar nicht nach und halte mich an nichts, außer meine Gedanken.
5. Schluss (nicht unbedingt): Man braucht keinen Schluss, wenn man den nicht haben will. Wie auch die Einleitung nicht unbedingt notwendig ist, ist es der Schluss nicht. Bei Geschichten mag ich es immer sehr, keine Einleitung und keinen Schluss zu haben. Reinspringen und auch genauso wieder raus. Bei Blogeinträgen kann man das genauso machen, wenn man will. Ich mache es aber meistens so, dass ich nochmal kurz das Thema aufgreife und einen abschließenden Satz dazu verfasse. So soll man das auch in vielen Aufsätzen machen. Bei mir ist es auch oft dazu da, nochmal meine Stellung klarzumachen oder es kurzufassen. Weil ein Eintrag bei mir auch oft aus einem Gedankengang besteht, der ausgeweitet ist, kann man sich gut bildlich vorstellen, wie kann ich aber nicht beschreiben. Den Gedankengang weite ich im ganzen Eintrag aus und fasse ihn am Ende wieder kurz.
6. Titel: Hä, ist das nicht spät? Nein, finde ich nicht unbedingt. Meine Titel für den Blogeintrag mache ich fast immer am Ende und wenn einer am Anfang schon da ist ändere ich ihn oft. Der Titel verrät bei mir entweder das Thema oder er macht neugierig, weil er das Thema auf den ersten Blick nicht ganz klar macht. Beispiele für direkte sind:
Mein Sozialraum --> hier geht es um meinen Sozialraum, ist ja klar.
Die Entwicklung meiner Geschwister --> Hier geht es um Schokolade (Ironie Achtung).
vs. Emotion --> Hier wird ein Vergleich angestellt.
Beispiele für indirekte sind:
"Schreib's eben nochmal" --> Man kann sich vielleicht denken, worum es geht, aber wenn man es dann liest kommt vielleicht doch was anderes, als erwartet.
"Auf auf auf!" --> Den müsste ich selbst nochmal lesen um herauszufinden, was da das Thema ist.
"Können Sie Ihren Eltern bitte ausrichten, dass..."
Der Titel muss nicht immer verraten, was das Thema ist.
7. Struktur: Das ist eigentlich ein Punkt, der überall mit rein muss. Man sollte immer darauf achten, dass man Struktur bei der ganzen Sache behält. Nicht zu viele Doppel-Absätze.
Also sowas hier. Aber auch nicht zu viele Einzel-Absätze.
Also das hier. Natürlich sollte es auch kein durchgehender Blocktext sein. Gut ist es, wenn man einen Absatz macht, wenn man den Gedankengang wechselt oder von Einleitung in Hauptteil übergeht. Von Hauptteil in Schluss mache ich immer einen vollen Absatz, also einen Doppel-Absatz, wie der, der hier so gar nicht reinpasst. Sollte ja auch nur zur demonstration da sein.
8. Korrekturlesen: Also ich mach das nie, aber wenn man will kann man das machen.
So gestalle ich meine Blogeinträge. Streng genommen achte ich nicht zu sehr auf diese Regeln, es sind nur ein paar Richtlinien, die ich bei meinen Blogeinträgen sehen kann, weil alle nach dem selben Schema aufgebaut sind. Ist mir auch erst nach einiger Zeit aufgefallen, ich schreibe nämlich an sich einfach drauf los, achte aber an so Zeug wie Einleitung und Schluss.
Wer mir nicht übereinstimmt oder es anders macht kann gerne was dazu sagen (wobei solche Aufrufe nie funktionieren, weil ich so gut wie nie Kommentare bekomme).
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