Monday, November 12, 2012

"Männer können ihre Gefühle nicht zeigen."

Heute haben wir in Deutsch die Geschichte "Happy End" gelesen und da geht es Anfangs um das Happy End eines Liebesfilms und danach um den Streit zwischen Freund und Freundin.
Davor haben wir auch kurz über Liebesfilme geredet und wieso Frauen die denn alle so toll finden und Männer dabei oft das Kotzen bekommen. Dann viel eben der Satz, der im Titel des Eintrag steht: "Männer können ihre Gefühle nicht zeigen." Dazu gab es viele Zustimmungen, denn Männer sind wie bekannt emotionale Klötze, die keine Ahnung haben, wie man Gefühle zeigt und es auch gar nicht wollen. Denn Männer müssen ja stark und hart bleiben und wenn sie ihre Gefühle zeigen, sind sie kleine, schwache Mädchen, die jeder angreifen kann und mit denen man spielen kann. Was ein Scheiß, ich kann dieses Cliche nicht leiden.

Es gibt ja wirklich Männer, sie so sind. Die wollen nichts an Gefühlen nach außen lassen, weil sie sonst kein "Mann" mehr sind. Denn wenn man Gefühle als "Mann" zeigt, ist man schwach. Aber ist man nicht eher schwach, wenn man es nicht auf die Reihe bekommt irgendwas zu zeigen, weil man Angst davor hat, als schwach und "Nicht-Mann" dazustehen? Ist man nicht eher schwach, wenn man durch das nicht ausdrücken seiner Gefühle halb in eine Depression fällt? Irgendwann muss doch irgendwas auch raus, heulen die "richtigen Männer" alle irgendwann mal in ihren dunklen Räumen, damit sie irgendwie ihre Gefühle zeigen können bzw. ihnen freien Lauf lassen können?
Es ist doch also eher stark, wenn man dazu fähig ist, seine Gefühle zeigen zu können. Nur weil es von manchen aus der Gesellschaft als nicht richtig akzeptiert wird, heißt es noch lange nicht, dass es auch nicht richtig ist. Seine Gefühle richtig ausdrücken zu können und sie überhaupt ausdrücken zu können ist auch wichtig für einen selbst, weil man sonst nur alles in sich reinfrisst und im schlimmsten Falle sogar Suizid begeht oder in Depressionen verfällt, oder nicht?! Wenn man ständig nur alles mit sich rumträgt und nichts rauslässt, dann wird man auch nicht wirklich glücklich und andere glücklich machen klappt dann auch nicht, was dazu führt, dass man alleine gelassen wird. Man wird zu einem emotionalen Klotz, der nicht von sich gibt, weil er ja ein "Mann" ist und es nicht darf.
Vorhin habe ich gesagt, dass Männer doch stark sein müssen, weil sie sonst angreifbar sind und man mit ihnen spielen kann, wie man Lust drauf hat. Genau das passiert, wenn man nicht fähig dazu ist, sich ausdrücken zu können und seine Gefühle rauszulassen, weil es irgendwann zu viel wird und andere das gegen einen verwenden können.

Man ist also als "Mann" klein und angreifbar, wenn man seine Gefühle nicht zeigen kann, weil man doch stark sein muss. Das "stark sein" gleicht hier nämlich dem "schwach sein" und somit wird das genau Gegenteil erreicht.
So sehe ich das.

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