Heute in Pädagogik musste ich irgendwie daran denken, wie ich früher immer bei Freunden übernachten wollte. Meistens oder oft bin ich dann zu meinen alten Freunden aus dem Kindergarten gegangen, sind Zwillinge und wohnen auch nicht weit von meinem Haus weg. Ich am Stadtrand und die beiden am Standanfang der Nachbarstadt, also nur eben über die Felder und dann war ich auch schon immer fast da. Heute sind es vielleicht 20 Minuten Fußweg, damals (2.-3. Klasse) müssten es um die 40 Minuten gewesen sein, also war es für mich da doch ein gutes Stück laufen, mit dem Fahrrad bin ich zum Übernachten nie rüber gefahren.
Auf jeden Fall habe ich mich immer richtig gefreut, dass ich dort mal wieder übernachten darf und bin dann auch schon Mittags hin, hab gespielt und bin dann eben über Nacht geblieben. So sehr ich mich auch gefreut hatte, hatte ich beim Schlafen gehen immer ein komisches Gefühl im Bauch. Ich dachte dann immer, dass ich vielleicht doch lieber zuhause schlafen würde und fühlte mich dann auch immer ein wenig unwohl. Alle sind immer schnell eingeschlafen und dann war ich der einzige, der noch wach lag und auch erstmal nicht einfschlafen konnte. Am nächsten Tag bin ich auch oft ziemlich früh wieder nach Hause gegangen und wollte gar nicht mehr lange weg bleiben.
Heute ist es kein bisschen mehr so, ich kann auch einfach über ein ganzes Wochenende von zuhause weg sein oder eine ganze Woche und fühle mich an keinem Abend umwohl, wenn ich schlafen muss und will unbedingt nach Hause. Ich mag es auch irgendwie nicht immer zuhause zu sein, sondern mal irgendwo anders. Wenn ich heute bei einem Freund übernachte, bin ich davor den ganzen Tag bei ihm (oder mit ihm irgendwo) und am Tag drauf komme ich auch meistens erst Abends irgendwann wieder nach Hause. Liegt wahrscheinlich daran, dass ich einfach älter geworden bin und man, wenn man klein ist, immer ein wenig Angst davor hat, länger von zuhause weg zu bleiben. So ganz ohne Mama und/oder Papa.
Dabei kommt mir auch der Gedanke, dass ich es morgens total gerne mag, wenn niemand zuhause ist und ich aufstehen kann, ohne dass ich gleich von jedem angesprochen werde. Dann motz ich niemanden an, weil ich müde bin und kann ganz langsam wach werden.
Andere mögen es wieder nicht, aber ich mag es total, wenn die Wohnung Samstag oder Sonntag morgens (bzw. mittags, ich steh oft nach 12 auf) einfach leer ist. Herrlich.
Früher wollte ich immer woanders und zuhause sein, heute bin ich gerne woanders.
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