Unsere Hausaufgabe in Religion besteht darin, eine schwarze Box mit Sachen zu füllen, die wir gerne mit in den Tod nehmen würden. Wir sollen uns Gedanken darüber machen.
Nein, das mache ich nicht.
Ich bin 15 und habe noch mein ganzes Leben vor mir. Ja, ich könnte jeden Tag sterben, aber darüber denke ich einfach nicht nach. Mit 15 ist nicht die richtige Zeit über den Tod nachzudenken und darüber, was man gerne mit in den Tod nehmen würde.
Was soll ich denn mitnehmen? Es gibt welche, die jetzt sagen würden, dass ich doch meine Freunde mitnehmen soll. Menschen, die mir wichtig sind. Wieso sollte ich, dann wären die ja auch tot, was mir nichts bringt.
Was bringt es überhaupt Sachen mit in den Tod zu nehmen, man kann damit nach dem Leben nichts mehr anfangen. Viele finden sowas wichtig, ich lege da relativ wenig Wert drauf.
Viele finden es wichtig, einen schönen (und teuren) Grabstein zu haben und ein möglichst schönes Grab. Aber ich will nicht, dass meine Familie tausende von Euros ausgeben muss, nur, damit ich einen schönen Grabstein habe.
Ich will nicht pessimistisch an den Tod denken, der jeden Tag kommen könnte.
Ich denke optimistisch und sehe die schönen Dinge. Ich denke oft an Sachen, die vielleicht nie passieren, aber der Gedanke daran einfach schön ist und mich glücklich macht.
An einer Schule muss ich mich erst noch bewerben und eine Zusage bekommen, aber ich sehe die Zusage jetzt schon und zweifle nicht daran.
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