Thursday, November 29, 2012

"Ein bisschen Drill ist gut"

Heute haben wir in Pädagogik ein kleines Rollenspiel gemacht, bzw. ein paar aus der Klasse haben es gemacht, der Rest hat zugeguckt. Es ging über eine chinesische Amerikanerin, dessen Name ich vergessen habe, die aber letztes Jahr ein Buch rausgebracht hat. Darin ging es darum, wie sie ihre Kinder erzogen hat und sie hat sie ziemlich krass erzogen. Vorgegeben, was für Hobbys sie haben müssen und es gab auch strenge Regeln. Freundinnen durften nicht übernachten und die beiden Töchter auch nicht irgendwo anders, außer zuhause. Die Mutter hat die beiden also so erzogen, wie es ihr am besten passt. Wollte, dass sie fließend Mandarin und Englisch sprechen und das eine Kind musste Geige spielen, dass andere Klavier. Das Rollenspiel war ein Interview, dass wirklich stattgefunden hat, also eine Nachspiel davon.
Dann kam eben der Satz: "Ein bisschen Drill ist gut." Man soll seine Kinder nicht immer alles aufgeben lassen, sondern sie dran halten. Wenigstens für ein paar Wochen, damit das Kind auch mal was entdeckt und nicht sofort aufgibt, wenn es ein bisschen anstrengend wird. Ohne Fleiß kein Preis und so, kam auch ganz oft. Hat mich an mich erinnert.

Ich hab immer ganz viel machen wollen, hab aber nie alles wirklich richtig lange gemacht. Darüber hab ich schonmal einen Eintrag geschrieben, aber nur bezogen auf die ganzen Instrumente, die ich mal gespielt hab bzw. angefangen und wieder aufgegeben habe. Ich greif es jetzt einfach nochmal auf, damit ich beruhigt schlafen gehen kann.
Das erste, was ich gemacht habe und wo ich mich dran erinnern kann, war Klavier spielen. Ich fand das Instrument toll und wollte es lernen, aber irgendwann bin ich dann nicht mehr zum Unterricht, ich weiß selber nicht mehr genau, wieso. Dann bin ich in den Schwimmverein gegangen und war auch eigentlich richtig gut. Es hat mir Spaß gemacht und ich hab auch mal bei Wettbewerben mitgemacht. Aber dann wollte ich irgendwann nicht mehr und hab es nach ein oder zwei Jahren auch liegen lassen. Es hat mir einfach keinen Spaß mehr gemacht, weil mein eigentlicher Trainer nicht mehr da war und die Neue fand ich blöd. Ich hab es aber ein paar Jahre später mal ganz kurz wieder angefangen, aber auch nur für ein oder zwei Monate. Dann kam noch Tennis zwischen rein, aber auch da hatte ich keinen Spaß mehr dran. Das nächste, an das ich mich erinnern kann wäre dann glaube ich Geige, dass muss irgendwann in der 6. Klasse gewesen sein. Es hielt aber auch nicht lange an, meine Finger waren zu kurz und meinen Eltern war das Risiko zu groß, dass sie die Geige zahlen müssen, weil sie mir hinfällt und eine Geige ist teuer. Also hab ich es auch gelassen und bin ins Judo. Da hab ich dann meinen jetzigen besten Freund wieder gesehen, hier nachzulesen. Aber auch da hab ich aufgehört, weil nur kleinere Kinder da waren und es eben auch nicht mehr wirklich viel Spaß gemacht hat. Was soll ich jetzt tun? Genau, Schlagzeug! Für ein paar Wochen, meine Eltern wollten mir kein Schlagzeug kaufen, also hab ich mir ein E-Bass gewünscht. Aber davor kam noch was anderes. Ich war auf dem Tischtennis Trip, wegen einem Freund und wir sind zum Intersport gegangen. Es lief aber darauf raus, dass wir ein Skateboard haben wollten und ich in dem Jahr zu Weihnachten auch mein eigenes bekommen habe, davor hab ich mir eins geliehen. Ich bin also Skateboard gefahren für etwa ein halbes Jahr oder etwas mehr. Ich hab es nicht richtig hinbekommen, hat keinen Spaß mehr gemacht und ich hab aufgehört.  Kommen wir zum E-Bass zurück. Ich hatte erst keinen Unterricht, fand es richtig toll und hab gerne gespielt und schnell gelernt. Dann hab ich Unterricht genommen, meinen Eltern war es zu teuer und ich hab wieder für mich gespielt bzw. mit meiner "Band" die auseinander gebrochen ist, weil mich mit einem damals sehr guten Freund so sehr gestritten habe, dass wir uns jetzt nichtmal mehr angucken, wenn wir uns über den Weg laufen. Es hielt dann aber noch für einen Monat, bis ich mit dem Bass doch aufgehört habe. Und jetzt?
Jetzt fahr ich seit zwei Jahren Longboard, hab einen Sponsor und extrem viel Spaß daran. Fazit: Ich hab lange gebraucht, aber doch noch was gefunden.

Wie wäre das jetzt gewesen, wenn meine Eltern ein wenig Drill eingesetzt hätten? "Nein, du bleibst im Schwimmverein!" Wäre ich jetzt ein ganz guter Schwimmer, der regelmäßig Wettbewerbe gewinnt? "Jetzt bleib doch mal am Tennis!" Wäre ich auch ganz gut geworden und jetzt erfolgreich damit? "Bleib ab E-Bass spielen, hör wegen sowas doch nicht auf!" Vielleicht wäre ich ja jetzt in einer Band, die ab und zu mal Gigs hat. Oder auch nicht. Hätten mich meine Eltern aber in eine bestimmte Richtung gedrillt, würde ich jetzt mit Sicherheit nicht Longboard fahren. Aber dabei brauch ich keinen Drill, da bleibe ich selber dran.
Ich kann mich noch daran erinnern, wie mein Englisch Lehrer bei meiner ersten GFS darauf reagiert hat, dass ich nicht mehr Skateboard fahre, aber trotzdem eine GFS drüber mache. Er meinte, ich solle doch weitermachen. Aber als ich gesagt hab, dass es keinen Spaß macht, weil ich es nicht schaffe, hat er immer noch gesagt, dass ich trotzdem weiter machen soll. Bis ich es schaffe, nicht aufgeben. Ich merke erst jetzt, drei Jahre später, was dahinter steckt. Ich muss drüber lächeln.

You CAN close your heart.

Es gibt da auf Facebook diese Seite, nennt sich "The Big Quote". Da werden täglich irgendwelche Zitate von berühmten oder weniger berühmten gepostet, in Form von Bildern. Ich guck mir die relativ gerne an, weil die echt richtig gut sind und über eins möchte ich jetzt einen Eintrag schreiben, deswegen bin ich hier.
Ich hab es mir relativ lange angeguckt, bis mir was dazu eingefallen ist, weil ich eigentlich erst dachte, dass das Zitat Recht hat. Hat es aber nicht unbedingt, wenn man es von einer anderen Seite betrachtet. Übrigens ist es von Johnny Depp. Erstmal lesen und kurz drüber nachdenken.

Ja, man kann seine Augen schließen, wenn man etwas nicht sehen will. Aber man kein sein Herz genauso schließen, wenn man etwas nicht fühlen will. Aber ich meine nicht die negativen Gefühle, wie Schmerz (nicht den körperlichen) oder Trauer, sowas kann man nicht einfach draußen halten, weil mein sein Herz davor verschließen will. Die Sachen werden durchdringen. Man kann sein Herz vor dem Gefühl der Nähe schließen. Wenn man Nähe von anderen nicht fühlen will, nicht haben will, kann mein sein Herz schließen und diese Gefühle nicht durchlassen. Vertrauen ist auch sowas, damit hab ich selber schon Erfahrungen mit gemacht. Ich selbst hab mich nicht verschlossen, aber ich habe andere gesehen, die sich verschlossen haben. Sie wollten keine Nähe zulassen und Vertrauen gab es nicht.
Es ist ziemlich schwer und mühsam, an solche ranzukommen und zu zeigen, dass man sein Herz nicht vor Vertrauen und Nähe schließen muss. Vertrauen und Nähe sind gute Gefühle, man sollte sie nicht versuchen mit Schmerz und Trauer gleichzusetzen und sie deswegen raushalten wollen. Man sollte nur nicht den falschen seine Nähe und sein Vertrauen schenken, dann wünscht man sich, sein Herz nie geöffnet zu haben. Wenn man es aber den richtigen gegenüber öffnet, dann ist man danach glücklicher. Es dauert nur lange, bis man es schafft, solche Personen dazu zu bringen, das Schloss aufzuschließen. Man darf die Geduld nicht verlieren, muss dran bleiben, darf sich nicht so leicht zurückwerfen lassen. Muss mit Streit rechnen, es verkraften können und wieder auf die richtige Bahn kommen, nicht liegen bleiben und es sein lassen. Dann ist man danach auch selbst ein glücklicherer Mensch. 

So gut dein Zitat ist Johnny, ich sehe es ein bisschen anders. 

Wednesday, November 28, 2012

Unsicherheit ohne unsicher sein zu müssen

Manchmal oder eher ziemlich oft bin ich unsicher über Sachen oder Entscheidungen, über die ich gar nicht unsicher sein muss. Weil ich eigentlich aus Erfahrung weiß, dass die Rekationen auf das, was ich gesagt oder getan habe nicht negativ sein werden. Weil ich die Person eigentlich so gut kenne, dass ich die Reaktion voraussehen kann. Trotzdem ist da immer wieder diese Unsicherheit, weil es eben auch schon passiert ist, dass ich falsch eingeschätzt habe. Eigentlich ist das schon oft passiert, wahrscheinlich kommt deswegen diese Unsicherheit. Oder weil ich denke, eine Person doch nicht so gut zu kennen, wie ich es denke und ich deswegen eine Einschätzung mache und mir nicht sicher bin, ob die zutrifft.
Aber es liegt glaube ich auch einfach daran, dass ich schon sehr oft falsch eingeschätzt habe, einfach voll daneben. Dann reagiert die Person ganz anders, wie man es erwartet hatte. Nicht normal, sondern völlig angegriffen von dem, was man gesagt oder getan hat und dann hat man erstmal kurz keine Ahnung, wie man das jetzt wieder gerade biegen soll. Passiert sowas öfter, ist man eben vorsichtiger und unsicherer was Einschätzungen angeht. Ich denk mir manchmal, dass ich vielleicht doch zu viel gesagt habe oder etwas, was nicht so angebracht war. Um mich von der Unsicherheit ein bisschen zu befreien sag ich mir dann aber, dass es schon nicht so sein wird und ich die Person gut genug kenne um zu wissen, was ich sagen und machen darf. Denkt man das aber und dann ist es am Ende doch nicht so, ist der Rückschlag davon relativ heftig, als wenn man von Anfang an denkt, dass es doch falsch war. Wenn ich mir dann zu unsicher bin, entschuldige ich mich gleich hinterher. Da kommt dann auch oft die Frage, wieso ich mich denn entschuldige. Eine neue Erfahrung gemacht!

Unsicherheit zu haben, obwohl man weiß, dass man nicht unsicher sein muss ist aber normal.

Tuesday, November 27, 2012

Spam

Ich hasse Spam-Mails. Ich hasse es einfach, wenn ich auf Mails warte und dann nur Spam bekomme. Von GMX, von irgendwelchen anderen Seiten und ab und zu auch mal Jobangebote in irgendwelchen Agenturen.
War früher immer schon so, als ich noch bei Web.de war, da hab ich noch mehr Spam bekommen. Ich warte auf eine Mail und schaue in mein Postfach. Zwei neue Mails, zwei neue Mails von Web.de wuhu. Das ging dann immer weiter so, bis mein Web.de Account irgendwelche Fehler hatte und ich zu GMX gewechselt bin. Aber es ist immer noch das selbe, in letzter Zeit auch wieder. Ich warte auf eine Mail seit gestern Abend. Ich komm von der Schule wieder, guck in mein Postfach. Zwei neue Mails, ich hatte dann erwartet, dass zumindest eine der beiden die erwartete Mail ist. Nope, Spam. Geh Nachhilfe geben, komm wieder, check meine Mails. Eine neue Mail, aber auch nichts. Vor ein paar Minuten nochmal und schon wieder eine sch... Spam-Mail.
Es nervt, ehrlich. Niemand liest sich diese Mails durch, die löscht doch sowieso jeder, ganz besonders die von GMX, die liest keiner. Aber man bekommt sie einfach jeden Tag.

Ich will keine Spam-Mails, ich will die Mail, auf die ich warte.

Monday, November 26, 2012

Sunday, November 25, 2012

Authors Note: Fast.

Ich möchte noch schnell zu der kleinen Geschichte hier was sagen. --> Fast. (Als das deutsche Wort ausgesprochen)
Ist mir im Deutsch-Unterricht letzte Woche Montag eingefallen, aber ich hab nur die Idee gehabt, mehr nicht. Jetzt wurde eben was drauß und was ich eigentlich sagen will ist folgendes: Ich wechsel im Traum des Jungen zwischen den Personen, was relativ ungewöhnlich ist, aber möglich. Weil Traum. Eigentlich bleibt bei sowas ja der Blick auf einer Person, nämlich auf der, die träumt. Aber ich hab dann mittendrin die Idee gehabt, zu wechseln und Abwechslung mit reinzubringen. Zwischendrin ist mir dann halt wieder eingefallen, dass ich das ganze nur als Traum nehmen wollte, aber ich hab es dann trotzdem so gelassen, weil es ganz gut aussah.
Mal gucken, wie es ankommt.

Fast.

Etwas war hinter ihm her, aber er wusste nicht was. Er rannte durch die Straßen, bog in jede Gasse ein und versuchte zu entkommen. Aber die Schritte hinter ihm blieben, er hörte sie und sie wurden immer lauter. Was auch immer hinter ihm her war, kam näher. Es regnete und die Nacht war dunkel, in der Stadt waren nicht viele Laternen und überall blinde Ecken. Er rannte auf die Hauptstraße, keine Autos, alles still. 'Ich muss ein Auto finden', dachte er und sprintete weiter die Straße entlang. Plötzlich kam ein Van aus einer Seitenstraße und er schmiss sich vor das Auto: "STOP!" Der Fahrer hupte nur, hielt nicht und schoss an ihm vorbei. Er hielt ausschau nach der Brücke zum Fluss, er könnte ihn den Fluss springen und entkommen. Keuchend und außer Atem warf er noch schnell einen Blick nach hinten, er sah niemanden mehr. War er in Sicherheit? In Panik schaute er hin und her, versuchte seinen Verfolger zu sehen. Nichts. Außer Atem setzte er sich auf den Bordstein und ließ den Regen auf sich prasseln. Dann kam er, der Verfolger, aus einer der vielen Seitenstraßen. Groß, breit und schwarz gekleidet bewegte er sich schnell auf ihn zu, wollte töten. 'Ins Wasser, ich muss ins Wasser', er sprang und landete im kalten Wasser des Flusses. Er schwamm mit der Strömung, versuchte Distanz zwischen ihn und den Verfolger zu springen, aber der sprang direkt hinterher und hing ihm auch wieder an den Fersen. 'Wenn ich untertauche, sieht er mich vielleicht nicht, es ist viel zu dunkel hier unten', dachte er und tauchte unter, schwamm weiter, schneller. Er machte halt, blickte nach hinten aber konnte nichts sehen. Bis plötzlich ein Körper über ihm wegschwamm, weg von ihm. Er hielt sich fest, noch ein paar Sekunden, dann würde er wieder auftauchen und Luft holen. Neben ihm war eine kleine Treppe, die ans Ufer führte, er griff nach ihr und zog sich nach oben. Die Nachtluft war kalt, seine Kleidung mit Wasser vollgesaugt, aber er war entkommen. Noch immer erschöpft und in Panik lief er schnell die Straße nach oben und setzte sich in eine dunkle Gasse, zwischen Mülltonnen. 'Hier bin ich in Sicherheit, hier findet er mich nicht', dachte er. Aber er lag falsch, sein Verfolger hatte das selbe wie er gemacht, er war ihm die ganze Zeit gefolgt und bog nun auch in die Gasse ein, sah seine Beute zwischen den Mülltonnen, bewegte sich auf sie zu. Sie sprang auf, seine Beute rannte erneut vor ihm weg, aber bald würde sie außer Atem sein, dass wusste er, 'Ich muss ihn nur noch ein bisschen jagen... Wo rennt er hin? In die Fabrik? Perfekt, genau in eine Sackgasse.' Er folgte, hielt immer genug Abstand um ihn nicht zu verlieren.
Die Fabrik war dunkel, keine Lichter. Seine Beute rannte die Treppen hoch, in Richtung Dach. 'Will er sich selbst umbringen?' Der Verfolger schlich hinterher, unsicher über das, was dieser Junge da tat. Er wollte nicht auf das Dach, er wollte irgendwo anders hin, aber wohin nur? Er hatte ihn verloren, er konnte nichts mehr von ihm sehen und alles war schwarz um ihn rum. Der Schlag kam unerwartet, mit einer Eisenstange direkt auf den Hinterkopf. Schmerz schoss durch seinen Kopf, er drehte sich um und sah, wie der Junge wieder weg rannte. 'Das wars.' Der Verfolger sprang auf, holte seine Beute ein, war schon fast dran. Sackgasse, der Junge blieb stehen, drehte sich um. Angst in seinen Augen. "Tjaja, irgendwann kommt es doch zum Ende." Der Junge machte einen Schritt nach hinten, noch einen und dann war er verschwunden. Er viel über das Geländer, nach unten auf den Boden. Man hörte ein dumpfen Aufschlag. 'Oder so', dachte der Jäger und lief raus in die Nacht.

"Aufstehen Matthias, du bist spät dran!"
'Fuck, ich muss mich beeilen', Matze sprang auf und zog sich schnell an. Rannte nach unten in die Küche, nahm sich sein Pausenbrot und ging in Richtung Tür: "Tschau Mum, danke für's wecken!"
"Beim nächsten Mal kannst du selber schauen, wo du bleibst. Pass auf dich auf!"
Er öffnete die Tür und ging in Richtung Bushaltestelle. Sein Handy klingelte, Sarah seine Freundin: "Hey, was ist?"
"Matze, wo bleibst du wieder? Der Bus kommt in zwei Minuten."
"Ich bin doch schon auf dem Weg, bis gleich."
Er legte auf und rannte los. Links in die Straße, rechts und dann gerade aus. Eine Minute, er durfte den Bus nicht schon wieder verpassen. Er würde ihn verpassen. Er bog wieder links in die Straße und die kleine Abkürzung zu nehmen. Das Auto kam unterwartet aus der Einfahrt, er sah es nicht, es war zu spät zum ausweichen.

Friday, November 23, 2012

Ein ermordeter Mozart in jedem von uns.

Wir haben heute in Pädagogik einen Ausschnitt aus dem Buch "Wind, Sand und Meer" von Antoine de Saint-Exupéry gelesen.
Es ging um einen Mann, der durch einen Zug läuft und sich die Passagiere anguckt, welche polnische Arbeiter sind, die aus Frankreich abgeschoben worden sind. Er sieht ein kleines Kind schlafen und beschreibt den Kopf als Musikerkopf, es wäre Mozart als Kind. Aber Mozart ist zum Tode verurteilt und am Ende ärgert er sich darüber, dass in jedem Menschen etwas von einem ermordeten Mozart steckt.

Wieso ist Mozart zum Tode verurteilt? Weil das Kind von seinen Eltern nie so gefördert werden kann, dass es sein eventuelles Talent für die Musik nutzen kann. Da den Eltern die finanziellen Mittel fehlen, wird das Kind keine Musikschule besuchen, es wird keinen Musikunterricht bekommen und auch wahrscheinlich kein Instrument spielen. Eben dadurch, dass es in eine finanziell schwache Familie geboren wird, die das Kind nicht fördern kann, wie es eventuell von Vorteil für das Kind wäre.
Deswegen steckt auch in jedem Menschen etwas von einem ermordeten Mozart, weil wegen mangelnder Förderung nie alle verborgenen Talente entdeckt werden können. Und genau da hab ich mich was gefragt. Steckt da in mir auch dieser ermordete Mozart und weiß ich vielleicht auch, wieso der da ist und welches Talent ermordet wurde? -Teilweise schon, ja.

Ich will hier mal in der Grundschule anfangen. Ich hatte damals schon so ein kleines Talent gute Geschichten zu schreiben, ich habe auch sehr gerne gelesen und hab es mir so ein bisschen angeeignet. Meine Lehrer waren immer total begeistert von dem, was ein Kind aus der zweiten oder dritten Klasse auf ein Stück Papier bringen kann. Ich hab dann immer wieder ganz gerne geschrieben, mir Überschriften geben lassen oder mir welche ausgedacht und dazu eine Geschichte geschrieben. Aber die waren meist nie länger als zwei oder höchsten drei Seiten. Bis ich dann in der 6. Klasse im Schullandheim mit einer langen Geschichte angefangen habe. Wir haben alle schon Pläne darüber gemacht, wie man gute Bilder einfügen könnte und wie viele Seiten am Ende dabei raus kommen. Es wurden nie mehr als etwas über 100, ich hab das "Buch" verloren. Schade eigentlich, ich mein so in der 6. Klasse mal eben so viel per Hand schreiben ist schon beeindruckend.
Dann kam fast zwei Jahre lang so gut wie nichts. Ich hatte keine wirklichen Ideen für irgendwelche Geschichten, bis es dann wieder anfing, ich aber komischerweise immer über Tod und Mord geschrieben habe. Die Geschichten waren trotzdem bliebt bei denen, die sie gelesen haben und einer aus meiner Klasse wollte eine sogar verfilmen, dazu kam es aber nie. Jetzt kommt die Förderung ins Spiel, die vorgenommen werden sollte. Meine Eltern und meine Klassenlehrerin kamen auf die Idee mich auf eine Schule für junge Autoren zu schicken, welche gar nicht weit weg ist. Das war in der 9. Klasse, aber auch dazu kam es nicht. Ich wollte kurzzeitig wirklich Autor werden, aber dann habe ich es mir selbst anders überlegt. Es ist nicht so, dass sie Förderung nicht gekommen wäre, ich wollte es nur selber nicht mehr. Hätte ich zugestimmt wären vielleicht schon Bücher von mir veröffentlicht worden, wer weiß. Aber ich weiß, dass es auf keinen Fall schlecht für mich war, den Weg nicht zu gehen. Es gibt eben Möglichkeiten wie Sand am Meer und ich hab mir einen anderes Sandkorn ausgesucht.
Jetzt habe ich hier und da mal Ideen für Geschichten, aber Fantasy wie früher bekomme ich nicht mehr hin. Dadurch, dass ich fast nur noch Englische Bücher lese, kann ich es im Deutschen nicht mehr richtig formulieren und es hört sich für mich nicht gut an. Aber auch wenn mir Kurzgeschichten einfallen, komme ich oft nicht zum schreiben, weil irgendwas blockiert und ich die Idee nicht ausschreiben kann, sie bleibt dann in Notizen in meinem Block.

Ich hab auch mal so aus Spaß reininterpretiert.
Kommt eventuell immer Mord, Tod etc. in meinen Geschichten vor, weil ich meinen Mozart selbst ermordet habe? Es ist nicht wegen mangelnder Förderung passiert, ich wollte die Förderung nicht.
Komische Frage, sie ist auch gar nicht ernst gemeint, kam mir nur in de Kopf.

Thursday, November 22, 2012

AJL

Meine Schwester hat mich gestern angerufen, als ich bei meiner Nachhilfe war. Das Gespräch lief so ab:

Sie: "Ich muss dir was erzählen!"
Ich: "Beeil dich, ich geb grad Nachhilfe."
Sie: "Jaja, geht ganz schnell... Ich hab mir ein Tattoo stechen lassen!"


Ist das nichts süß?
Ich bin das A und die anderen beiden Buchstaben stehen für die Namen meiner beiden Geschwister. Sie hat den zweiten Namen meiner kleinen Schwester genommen, damit es besser aussieht (das L).

Wednesday, November 21, 2012

Was könnte ich denn schreiben? -Nichts

Manchmal sitz ich vor dem Laptop oder einfach so irgendwo rum und will ganz plötzlich mit irgendjemandem schreiben, oder mit ganz bestimmten Leuten. Dann log ich mich zum Beispiel in meinen Mail-Account ein und klicke auf "E-Mail schreiben", geb den Empfänger ein und schreib danach einfach nichts mehr. Weil mir nicht wirklich einfällt, was ich schreiben kann. Aber schreiben will ich trotzdem, ich hab einfach den Drang dazu, ohne etwas zu haben, über das ich schreiben kann. Wieso das ist, weiß ich nicht, aber ich mache es dann manchmal auch so, dass ich einfach irgendwas erzähle. Ich guck an sich oft in mein Postfach, weil ich eben manchmal mit anderen reden will und gucke, ob vielleicht was zurück gekommen ist. Ich sage mir aber vorher so gut wie immer, dass doch sowieso nichts drinnen ist. Mittlerweile weiß ich einfach bei vielen, wann etwas kommen könnte und wann nicht.
Oft log ich mich auch immer wieder alle paar Minuten ein und will immer wieder schreiben und mach es dann nicht und dann will ich wieder, aber es kommt nie was dabei raus. Ist auch auf Facebook so, dass ich Leute online sehe oder in meinem Messenger und dann klick ich drauf und schreib nichts. Weil mir nichts einfällt und Smalltalk langweilig ist. Dieses "Hi, wie gehts?" usw. mag ich nicht, ich komm immer direkt zum Thema. Da hat eine Freundin mal dazu gesagt, dass sie das bei mir voll gut findet, weil sie Smalltalk auch immer nervt. Sie hat mich mit dem üblichen Gesprächsanfang angeschrieben und ich hab halt sofort gefragt, ob das hier Smalltalk wird oder sie irgendwas von mir will. Tja, sie wollte es als "Rede-Einleitung" benutzen, ihr hat es dann aber gefallen, dass ich den Teil einfach übersprungen habe und sie direkt zum eigentlichen Thema kommen konnte.

Fazit: Ich kann Smalltalk nicht leiden, ich will oft mit bestimmten Leuten reden, aber schreibe dann doch nichts und ich gucke ständig in mein Mail-Postfach, obwohl ich weiß, dass nichts neues drinnen ist.

Tuesday, November 20, 2012

YouTube Tuesday #27

Geschichte ist heute entfallen, also die ersten beiden Stunden. Aber weil der Lehrer erst fünf Minuten vor der Stunde bei der Schule angerufen hat, waren wir eben alle schon da und hatten bis 9.40Uhr frei, von 7.50Uhr.
Also haben wir uns an den PC im Klassenzimmer gesetzt und uns ein paar Videos angeguckt, mit Beamer.
Unter anderem dieses hier ;)

Saturday, November 17, 2012

"Komm schon."

Ich lasse mich viel zu leicht zu irgendwas überreden. Ich komm grad drauf, weil ich schon wieder dazu überredet wurde, morgen nach Stuttgart zu gehen, anstatt für die Sozialmanagement Arbeit am Montag zu lernen. Und dann auch noch von meinem besten Freund! Will er denn nicht, dass ich gute Noten schreibe? Vielleicht schon, aber er weiß genauso wie ich, dass ich sowieso nicht den ganzen Tag lernen würde. Dafür könnte ich mich nicht aufraffen, nach einer halben Stunde würde ich den Ordner in die Ecke schmeißen und irgendwas anderes machen. Ich weiß auch gar nicht wirklich, wie ich in dem Fach gescheit lernen kann und wo ich meinen Schwerpunkt drauf legen soll. Wir haben uns nicht so wirklich an einem Thema festgehalten, wie sind immer von Thema zu Thema gesprungen und der ganze Kurs weiß nicht so ganz, wo da der Zusammenhang liegt. Es ist nicht wie in Deutsch bei der Grammatik, dass alles unter ein großes Thema gehört, es sieht alles so durcheinander aus. Die Lehrerin ist sowieso leicht komisch, aber nur leicht *hust*.
Aber jetzt will ich mal nicht zu sehr abschweifen, ich wollte was dazu sagen, dass man mich leicht zu irgendwas überreden kann. Liegt aber nicht nur an mir, es sind eben oft die Argumente von anderen und es liegt daran, dass die anderen überzeugen sind und ich deswegen überredet werde. Zum Ende der 9. Klasse ging es darum, dass ich doch mit auf die Abschlussfahrt meiner Klasse kommen soll. Aber ich wollte einfach nicht, weil ich keine Lust auf eine Abschlussfahrt am Anfang des Schuljahres hatte. Meine Klassenlehrerin hat es nicht geschafft, mich zu überreden und meine Klasse auch nicht. Aber dann kam dieser Lehrer, den wir seit der 7. Klasse haben um die Ecke und meinte nur: "Nix da, der geht mit, den überrede ich jetzt." Und nach einem kurzen Gespräch ist es auch schon passiert und ich war wieder dabei. Am Ende ist es trotzdem darauf rausgelaufen, dass ich bei ihm mit bin und nicht bei meiner Klasse, aber ich hatte zumindest eine Abschlussfahrt. Eine gute sogar.

Viel drum rum gelabert, aber wenn man überzeugend ist oder klingt, werde ich zu leicht überredet. Ich halte dann nicht an Entscheidungen fest, sondern schwanke und stimme dann doch zu. Ist nicht immer schlecht für mich, oft auch gut aber vielleicht doch besser, wenn ich mal dran fest halte.

Friday, November 16, 2012

Gruppenarbeit - Nicht mit der/dem da

Ich merke gerade, dass ich mit gewissen Leuten aus meiner Klasse nicht in Gruppen arbeiten kann. Wir machen sehr viel Gruppenarbeit und da merke ich sowas eben ziemlich gut.
Mit manchen rätsel ich ewig rum, bis wir in der Gruppe auf ein Ergebnis kommen und was ich am schlimmsten finde ist, wenn es so wie heute abläuft. Ich bringe Vorschläge, mein Partner nickt, sagt dass es gut wäre und schreibt irgendwas völlig anderes auf's Plakat. Ich sage, dass wir doch nicht nur Text draufschreiben sollen, sondern mal kurz in Stichpunkten. Was kommt von der Person auf das Plakat? TEXT. Würde ich jetzt übernehmen und sagen, dass es anders besser wäre, würde ich mit der Person nie auf ein Ergebnis kommen, weil die dann nicht mehr richtig mitmachen würde. Richtig gut ist ja auch noch, dass sie so den Blick gegeben hat, als müsse sie alles alleine machen und als wäre sie davon genervt. Meine Vorschläge werden aber völlig ignoriert und Sachen, die für mich unwichtig sind, sind anscheinend wichtig, auch wenn der Lehrer es so wie ich sagt. Perfekt, sowas kann ich nicht leiden und mit sowas kann ich in einer Gruppe nicht arbeiten.

Jetzt weiß ich wenigstens für das nächste Mal, wer nicht mein Partner sein wird.

Thursday, November 15, 2012

Old Farts

Ich weiß nicht, wieso ich es so lustig finde, aber als ich diese Stelle in Angels&Demons gelesen habe, musste ich richtig loslachen.

"He was to sit here waiting for a bunch of old farts to elect their next chief old fart [...]"

Tuesday, November 13, 2012

Schule = Viel , Ferien = Wenig

Mir ist aufgefallen, dass ich in den Ferien oder in der Zeit, in der ich nicht zur Schule muss relativ wenig Ideen  für Blogeinträge habe. Von der Zeit ab meinem Abschluss bis zum Ende der Sommerferien und durch die ersten paar Schulwochen hatte ich teilweise so wenig Ideen, dass ich nur einen Music Monday gemacht habe und das war es dann auch, weil mir einfach nichts eingefallen ist. Wenn ich dann aber mal was hab, kommen mit einer Idee oft zwei bis drei Einträge raus.
Habe ich aber Schule, bekomme ich ziemlich viele Ideen. Einfach durch das Geschehen in der Schule, durch meinen Eindruck von anderen und durch das, was ich hier und da so aufschnappe. Viele meiner Einträge basieren auf dem, was andere gesagt haben und was ich aufgeschnappt habe, was auch manchmal direkt an mich gerichtet ist. Dadurch bekomme ich so viele Ideen für Einträge und kann viel mehr schreiben. Mein letzter Eintrag war zum Beispiel so einer. Eine aus meiner Klasse hat etwas gesagt, ich hab meine Meinung dazu einfach gebloggt. Und so ging das letztes Jahr auch schon. Es ist nicht immer Gesagtes, manchmal sind es auch Taten, die andere machen und ich mitbekomme oder sonst irgendwas, was so in der Schule passiert.

Fazit:
Schule --> Viele Ideen
Ferien oder keine Schule --> Wenig Ideen, aber wenn dann viele

Monday, November 12, 2012

"Männer können ihre Gefühle nicht zeigen."

Heute haben wir in Deutsch die Geschichte "Happy End" gelesen und da geht es Anfangs um das Happy End eines Liebesfilms und danach um den Streit zwischen Freund und Freundin.
Davor haben wir auch kurz über Liebesfilme geredet und wieso Frauen die denn alle so toll finden und Männer dabei oft das Kotzen bekommen. Dann viel eben der Satz, der im Titel des Eintrag steht: "Männer können ihre Gefühle nicht zeigen." Dazu gab es viele Zustimmungen, denn Männer sind wie bekannt emotionale Klötze, die keine Ahnung haben, wie man Gefühle zeigt und es auch gar nicht wollen. Denn Männer müssen ja stark und hart bleiben und wenn sie ihre Gefühle zeigen, sind sie kleine, schwache Mädchen, die jeder angreifen kann und mit denen man spielen kann. Was ein Scheiß, ich kann dieses Cliche nicht leiden.

Es gibt ja wirklich Männer, sie so sind. Die wollen nichts an Gefühlen nach außen lassen, weil sie sonst kein "Mann" mehr sind. Denn wenn man Gefühle als "Mann" zeigt, ist man schwach. Aber ist man nicht eher schwach, wenn man es nicht auf die Reihe bekommt irgendwas zu zeigen, weil man Angst davor hat, als schwach und "Nicht-Mann" dazustehen? Ist man nicht eher schwach, wenn man durch das nicht ausdrücken seiner Gefühle halb in eine Depression fällt? Irgendwann muss doch irgendwas auch raus, heulen die "richtigen Männer" alle irgendwann mal in ihren dunklen Räumen, damit sie irgendwie ihre Gefühle zeigen können bzw. ihnen freien Lauf lassen können?
Es ist doch also eher stark, wenn man dazu fähig ist, seine Gefühle zeigen zu können. Nur weil es von manchen aus der Gesellschaft als nicht richtig akzeptiert wird, heißt es noch lange nicht, dass es auch nicht richtig ist. Seine Gefühle richtig ausdrücken zu können und sie überhaupt ausdrücken zu können ist auch wichtig für einen selbst, weil man sonst nur alles in sich reinfrisst und im schlimmsten Falle sogar Suizid begeht oder in Depressionen verfällt, oder nicht?! Wenn man ständig nur alles mit sich rumträgt und nichts rauslässt, dann wird man auch nicht wirklich glücklich und andere glücklich machen klappt dann auch nicht, was dazu führt, dass man alleine gelassen wird. Man wird zu einem emotionalen Klotz, der nicht von sich gibt, weil er ja ein "Mann" ist und es nicht darf.
Vorhin habe ich gesagt, dass Männer doch stark sein müssen, weil sie sonst angreifbar sind und man mit ihnen spielen kann, wie man Lust drauf hat. Genau das passiert, wenn man nicht fähig dazu ist, sich ausdrücken zu können und seine Gefühle rauszulassen, weil es irgendwann zu viel wird und andere das gegen einen verwenden können.

Man ist also als "Mann" klein und angreifbar, wenn man seine Gefühle nicht zeigen kann, weil man doch stark sein muss. Das "stark sein" gleicht hier nämlich dem "schwach sein" und somit wird das genau Gegenteil erreicht.
So sehe ich das.

Music Monday #41

Hab es gestern die ganze Zeit gehört und mag es irgendwie. Geschmäcker gehen auseinander, mein bester Freund kann es nicht leiden.

Sunday, November 11, 2012

Adult Attachment Interview #2

4. Wie ist Ihre Beziehung zu Ihren Eltern heute, als Erwachsene? Haben Sie Anlass, damit unzufrieden zu sein?


Also eigentlich verstehe ich mich mit meinen Eltern gut und würde deswegen sagen, dass unsere Beziehung nicht schlecht ist. Aber ich streite mich auch oft mit ihnen. Wir essen zuhause nicht immer zusammen, eigentlich fast nie. Was nicht heißt, dass wir eine schlechte Beziehung haben, das ist bei uns einfach normal so, dass wir nicht immer zusammen essen, andere würden es als vielleicht sogar als unnatürlich sehen.
Ich hab gerade durch meine Posts geguckt, weil ich dachte, dass ich mal was darüber geschrieben habe, wie mich meine Eltern manchmal nerven. Eigentlich bin ich mir sicher, dass ich mal was dazu geschrieben habe, aber es muss eine Mail gewesen sein (da hab ich auch wirklich mal eine geschrieben, aber die ist nicht hier im Blog). Deswegen erzähle ich es jetzt hier, wie es meine Eltern schaffen, mich ständig zu stören und zu nerven. Was dann die negativen Seiten der Beziehung wären, danach kommen die positiven, welche eigentlich zuerst kommen sollten.

Ich fange mit meinem Vater an, der immer irgendeinen Grund hat irgendwo rumzumotzen. Mein Zimmer ist nicht aufgeräumt, der Abwasch ist nicht gemacht, es wurde nicht gesaugt, die Küche ist nicht sauber, ich sitz immer nur am PC, ich geh nicht mit dem Hund raus,.... Da gibt es so viel und das wird auch nie aufhören, weil ich ja immer Schuld bin *hust*. Mein Vater kommt nach Hause und fängt erstmal an, irgendwas zu kritisieren und das finde ich extrem nervig und wenn er mich dann direkt anmotzt, vergreife ich mich auch mal im Ton und motze zurück. Was nicht sein sollte, denn dann heißt es immer so schön: "Eine Woche das und das nicht." Wenn es mir aber irgendwann einfach mal zu blöd ist, sind mir die Folgen auch relativ egal und ich  streite mich weiterhin mit ihm, bis er mir eben irgendwelche blöden Verbote gibt. Ist nämlich die einzige Möglichkeit, die er dann hat um mir irgendwas sagen zu können. Danach kotz ich mich meistens irgendwo über den Streit aus, aber ich entschuldige mich fast nie dafür und wenn ist es nicht so gemeint. Dann will ich es auch eigentlich gar nicht sagen, weil ich nicht so gerne "Entschuldigung" sage, wenn es mir gar nicht Leid tut. Hört sich jetzt fies an, dass ich mich mit meinem Vater streite, dann sauer auf ihn bin und mich auch nicht bei ihm für mein Verhalten entschuldige. Aber so ist es manchmal, da komm ich fast nicht drum rum.
Als nächstes nehme ich meine Mutter, die viel schneller als mein Vater beleidigt ist. Wenn ich da nämlich nur was falsches sage, fängt sie mit ihrer Moral an. Sie tut immer so viel und wenn sie was will, macht nie jemand was (nein, gar nicht). Neuerdings nimmt sie ihren Rücken (hat Probleme damit) als Ausrede, obwohl 90% nichts mit ihrem Rücken zu tun hat. Weswegen ich mich mit meiner Mutter streite ist immer mal ganz unterschiedlich. Entweder es sind die gleichen Gründe, wie bei meinem Vater oder sie sieht, dass ich gerade nicht so gut drauf bin, versucht mich aufzuheitern (was ich gar nicht gebrauchen kann, wenn ich sichtlich genervt bin) und weil ich genervt auf sie reagiere, schickt sie meine Geschwister weg und motzt mich an. Und dass hasse ich am meisten. Sie sieht, dass ich genervt bin, versucht irgendwas und merkt nicht, dass sie noch mehr nervt. Wenn ich ihr dann nicht passend antworte, sondern mich (nach ihr) im Ton vergreife, tickt sie halb aus. Dann muss ich mich mit ihr auseinandersetzen, mir irgendwelches dummes Zeug anhören und dann ist sie erstmal schlecht auf mich zu sprechen. Wegen nichts. Aber gut, wenn sie meint so reagieren zu müssen. Das ist der Teil, den ich an meiner Mutter 0 leiden kann, gar nicht. Kann weg bleiben. Ihr meine Meinung sagen geht aber nicht, dann wäre Schluss mit "ich hab dich lieb".

Das war jetzt leicht viel negatives, aber negatives kann man so schön rausziehen.
Beim positiven könnte ich jetzt ganz vieles sagen, was alles gut war, aber das muss ich nicht und das will ich jetzt auch nicht machen. Da kann ich einfach sagen, dass die Beziehung zu meinen Eltern zwischen den Streitereien trotzdem gut ist. Sie lassen mir (oft) meine Freiheiten, ich darf lange raus, ich darf meistens ausschlafen und manchmal bezahlen sie mir auch was (solange sie nicht wissen, dass ich genug Geld habe).
Deswegen bin ich auch nicht unzufrieden mit der Beziehung zwischen meinen Eltern und mir. Manchmal müssten diese Streitereien echt nicht sein, aber es passiert eben und ich komme nicht dran vorbei.


AAI #1

Saturday, November 10, 2012

Adult Attachment Interview #1

Wie ich hier schon gesagt habe, werde ich den "Test" machen und auch Antworten veröffentlichen.
Als erstes kommt Nummer 1, ich wollte Nummer 4 zuerst machen, aber jetzt mache ich es einfach mal so.

"Bitte versuchen Sie einmal, die Beziehung zu Ihren Eltern zu beschreiben, die Sie als kleines Kind hatten. Beginnen Sie am besten mit Ihren frühesten Erinnerungen."


Ich hatte mit meinen Eltern früher eigentlich eine ziemlich gute Beziehung, habe mich nur mit ihnen gestritten, wenn ich etwas nicht bekomme habe, was ich haben wollte. Aber das war auch nicht wirklich streiten, da hab ich einfach nur geheult und war sauer auf meine Mutter. An sich sehe ich meinen Vater bei den Erinnerungen auch nicht ganz so oft, wie meine Mutter. Ich sehe auch meine große Schwester ganz oft. Früher hab ich als ganz kleines Kind in Bad-Iburg bei Osnabrück gelebt, aber da auch nur bis ich drei war und danach sind wir umgezogen und wohnen jetzt sechs Stunden Autofahrt von meiner "Heimat" weg. Also beginnen die Erinnerungen in dem Hochhaus, wo ich gewohnt habe, als ich in den Kindergarten gegangen bin. 
Abends wollte ich immer Angela Anaconda gucken, aber meine Eltern haben mir immer gesagt, dass ich mir erst meinen Schlafanzug anziehen soll. Ich habe dann immer ewig dafür gebraucht und manchmal war Angela Anaconda auch schon vorbei, wenn ich fertig war. Waren wirklich manchmal fast 20 Minuten, die ich dann in meinem Zimmer war. 
Wenn ich gerade versuche mich an die Beziehung zwischen mir und meinen Eltern zu erinnern, dann kann ich nicht wirklich viel sagen, außer dass sie gut war. Wenn ich versuche drüber nachzudenken sehe ich einfach hier und da ein paar Erinnerungen, aus der Kindergartenzeit. Dort sehen ich aber nur meine große Schwester, meine Mutter und ein paar Freunde. Heißt jetzt nicht, dass mein Vater nie da war und ich gar keine Bindung zu ihm hatte, ich kann mich nur an kein bestimmtes Ereignis erinnern, in dem er irgendeine richtig besondere Rolle gespielt hat, an der man die Beziehung zwischen ihm und mir sehen konnte. Da kommt wirklich gar nichts in meinen Kopf. Aber wie die Beziehung heute ist, ist ein anderer Teil des AAI, das mache ich dann wann anders. Vielleicht ja auch schon morgen, mal gucken.


Ich dachte, dass die erste Frage mehr in Anspruch nimmt, aber ich kann nicht wirklich viel dazu sagen.

Thursday, November 8, 2012

Adult Attachment Interview (AAI)

Wir haben heute in den letzten Minuten von Pädagogik das "Adult Attachment Interview" gemacht. Dazu haben wir fünf Fragen bekommen, die wir beantworten sollen, insofern es uns passt diese zu beantworten.
Bei dem Test selbst geht es darum herauszufinden, wie die Beziehungen von Erwachsenen oder jungen Erwachsenen gegenüber deren Eltern ist und war. Wir hatten dann ich glaube eine halbe Stunde Zeit und sollten die Antworten aufschreiben. Ich selber hatte keine Lust dazu, weil ich so viel hätte schreiben müssen, ich hab mir nur Gedanken drüber gemacht und mir so ungefähr antworten zu den Fragen überlegt. Die Antworten selber schreibe ich am PC, ein paar auch hier in meinen Blog. Heute nicht mehr, aber ich denke dann morgen für ein oder zwei Fragen.
Die Frage gebe ich aber jetzt schonmal raus, wer Lust hat kann den "Test" ja auch selbst machen.

1. Bitte versuchen Sie einmal, die Beziehung zu Ihren Eltern zu beschreiben, die Sie als kleines Kind hatten. Beginnen Sie am besten mit Ihren frühesten Erinnerungen.

2. Nennen Sie bitte 5 Adjektive (oder andere Wörter), die Ihre Beziehung zu Ihrer Mutter beschreiben, als Sie ein Kind waren. Geben Sie ein Beispiel für jedes Adjektiv.

3. Welchem Elternteil haben Sie sich am nächsten gefühlt und warum?

4. Wie ist Ihre Beziehung zu Ihren Eltern heute, als Erwachsene? Haben Sie Anlass, damit unzufrieden zu sein?


Zu der letzten Frage kann ich ganz viel schreiben und beim Rest (außer bei drei) müsste ich viel denken, damit ich da was gescheites bei raus bekomme.
Aber ich werde es morgen machen, vielleicht fang ich auch mit der vier an.

Wednesday, November 7, 2012

"Unbedingt größer schreiben!"

Wir haben gestern unsere Pädagogik Arbeit zurück bekommen und bei mir stand ganz oben in schöner roter Schrift "Unbedingt größer schreiben!".
Okay, das kenne ich. Mir sagen extrem oft Leute, dass ich so extrem klein schreibe und doch einfach ein wenig größer schreiben könne. Aber nein, es nervt mich so groß zu schreiben, weil ich dann 1. viel länger brauche und es 2. anstrengender ist, weil ich eben länger schreiben muss. Wieso kann man nicht einfach damit klar kommen, dass ich klein schreibe? Lehrer sollten das zumindest, die Lehrer von der Realschule haben zwar auch ab und zu mal was gesagt, aber es kam nie "schreib jetzt sofort größer, sonst gibt es eine halbe Note Abzug!". Manche Lehrer waren sogar so sehr dran gewöhnt, dass sie immer gesagt haben: "Mindestens eine Seite, Adrian bei dir ist eine halbe bis dreiviertel okay."
Lehrer müssen doch sowieso jede Art von Schrift irgendwo tolerieren. So viele Sauklauen, wie die sieht kein anderer und so gut wie jeder Lehrer dürfte ein Meister im Schlechte-Schriften-Entziffern sein. Ich kenne Leute, die schreiben wirklich... hässlich, um es nett auszudrücken und da wurde noch NIE gesagt "schreib jetzt sofort schön!". Da wurde nur mal gesagt "du schreibst so mies", aber mehr auch nicht. Wieso werde dann ich dazu aufgefordert größer zu schreiben? Eine kleine Schrift, die schön und leserlich ist lässt sich leichter entziffern als etwas, dass Hieroglyphen ähnelt (das sage ich, weil ich die Schriftart "Hieroglyphen" schon bei dem ein oder anderen gesehen habe). Meine Deutschprüfung hab ich klein geschrieben und den C-Teil (freies Schreiben) bei Englisch auch und der Korrektor aus der mir fremden Schule hat sich damit irgendwie zurecht gefunden.
Akzeptiert meine etwas kleinere Schrift Lehrer, sie ist nur klein, nicht hässlich. Kommt damit klar, wie meine alten Lehrer damit klar gekommen sind.

Meine alte Deutsch Lehrerin hat nach dem ersten Aufsatz nur gesagt: "Da braucht man ja eine Lupe!" Aber danach hat sie sich mit meiner Schrift sogar angefreundet. Man erkennt sie, kein anderer schreibt so (meistens zumindest).

Tuesday, November 6, 2012

YouTube Tuesday #26


Woanders und zuhause war mir am liebsten.

Heute in Pädagogik musste ich irgendwie daran denken, wie ich früher immer bei Freunden übernachten wollte. Meistens oder oft bin ich dann zu meinen alten Freunden aus dem Kindergarten gegangen, sind Zwillinge und wohnen auch nicht weit von meinem Haus weg. Ich am Stadtrand und die beiden am Standanfang der Nachbarstadt, also nur eben über die Felder und dann war ich auch schon immer fast da. Heute sind es vielleicht 20 Minuten Fußweg, damals (2.-3. Klasse) müssten es um die 40 Minuten gewesen sein, also war es für mich da doch ein gutes Stück laufen, mit dem Fahrrad bin ich zum Übernachten nie rüber gefahren.
Auf jeden Fall habe ich mich immer richtig gefreut, dass ich dort mal wieder übernachten darf und bin dann auch schon Mittags hin, hab gespielt und bin dann eben über Nacht geblieben. So sehr ich mich auch gefreut hatte, hatte ich beim Schlafen gehen immer ein komisches Gefühl im Bauch. Ich dachte dann immer, dass ich vielleicht doch lieber zuhause schlafen würde und fühlte mich dann auch immer ein wenig unwohl. Alle sind immer schnell eingeschlafen und dann war ich der einzige, der noch wach lag und auch erstmal nicht einfschlafen konnte. Am nächsten Tag bin ich auch oft ziemlich früh wieder nach Hause gegangen und wollte gar nicht mehr lange weg bleiben.

Heute ist es kein bisschen mehr so, ich kann auch einfach über ein ganzes Wochenende von zuhause weg sein oder eine ganze Woche und fühle mich an keinem Abend umwohl, wenn ich schlafen muss und will unbedingt nach Hause. Ich mag es auch irgendwie nicht immer zuhause zu sein, sondern mal irgendwo anders. Wenn ich heute bei einem Freund übernachte, bin ich davor den ganzen Tag bei ihm (oder mit ihm irgendwo) und am Tag drauf komme ich auch meistens erst Abends irgendwann wieder nach Hause. Liegt wahrscheinlich daran, dass ich einfach älter geworden bin und man, wenn man klein ist, immer ein wenig Angst davor hat, länger von zuhause weg zu bleiben. So ganz ohne Mama und/oder Papa.
 Dabei kommt mir auch der Gedanke, dass ich es morgens total gerne mag, wenn niemand zuhause ist und ich aufstehen kann, ohne dass ich gleich von jedem angesprochen werde. Dann motz ich niemanden an, weil ich müde bin und kann ganz langsam wach werden.
Andere mögen es wieder nicht, aber ich mag es total, wenn die Wohnung Samstag oder Sonntag morgens (bzw. mittags, ich steh oft nach 12 auf) einfach leer ist. Herrlich.


Früher wollte ich immer woanders und zuhause sein, heute bin ich gerne woanders.

Monday, November 5, 2012

Music Monday #40

Am 24. September kam ein neues Mumford and Sons Album raus und ich hab es nicht mal bemerkt, obwohl ich irgendwann im August oder so mal einen Music Monday über die gemacht hab. Lustig, ich hab es einfach verpennt.
Auf jeden Fall ist es mir neulich wieder eingefallen und ich hab mich gleich mal durchgehört, richtig gut. Muss ich haben. Babel finde ich bis jetzt am besten, so heißt das Album auch, also muss das Lied ja irgendwo gut sein.

Sunday, November 4, 2012

Lange kurze Tage.

Morgen ist schon wieder Schule, aber die Ferien kamen mir länger vor, als sie eigentlich waren. Ich hatte durch die Kennenlernfahrt zwar drei Tage früher Ferien, aber die eine Woche, die seit der Fahrt verstrichen ist, kommt mir auch schon viel länger vor. Fühlt sich eher an, als wären es schon zwei Wochen und die Tage kommen mir auch länger vor, dabei sind sie eigentlich kürzer. Ich schlafe morgens immer lange, bin Abends lange wach und trotzdem kommt es mir alles so extrem lange vor. An manchen Tagen unternehme ich auch was, aber bis jetzt habe ich an den meisten Tagen nicht viel bis gar nichts gemacht. Zumindest kommt es mir so vor, an so vielen Tagen habe ich auch nicht nichts gemacht, waren nur zwei, höchstens drei.
Trotzdem finde ich die Ferien gut und finde es schade, dass morgen wieder Schule ist. Dann bekomme ich zwei Arbeiten zurück und am Mittwoch muss ich Mathe schreiben *kotz*. Die Ferien tun gut, bis zu den nächsten sind es noch ein paar Tage und ein paar Arbeiten. Aber irgendwann ist es auch nur noch "ein paar Mal schlafen, dann...". Wobei ich das heute nicht mehr sage, dass war früher immer so.

Friday, November 2, 2012

Ich mach das jetzt. Nein doch nicht. Oder doch?

In letzter Zeit weiß ich irgendwie nicht so genau, was ich will. Ich nehme mir etwas vor und dann will ich es doch nicht mehr machen und entscheide mich dagegen. Wenn ich dann ein paar Stunden später wieder drüber nachdenke, will ich es doch wieder machen und nehme es mir eigentlich fest vor, bis ich mich doch wieder dagegen entscheide. Und so geht das die ganze Zeit weiter, bis ich mir gar nicht mehr sicher darüber sein kann, was ich eigentlich will und was nicht.
Ich nehme mir vor irgendwo hinzugehen und dann gehe ich doch nicht hin. Will lesen, lese dann erst nicht und fange dann irgendwann doch an, höre aber nach kaum zehn Seiten auch schon wieder auf. Heute morgen wollte ich um 12 aufstehen, aber hab dann doch bis viertel nach eins weiter geschlafen und bin selbst da kaum aus dem Bett gekommen. Eigentlich ganz gut, mal wieder so lange zu schlafen, aber ich habe es wieder nicht geschafft, etwas zu machen, was ich mir vorgenommen hatte.
Ich möchte zu jemandem gehen, dann wieder nicht, dann doch wieder und jetzt bin ich mir nicht sicher, ob ich es will oder nicht. Ich will mit mehreren Leuten über was reden, dann will ich mit einer ein Treffen ausmachen, aber mach es dann doch nicht und bin mir jetzt wieder nicht sicher, ob oder ob nicht. Passieren würde nichts, aber ich bin mir trotzdem nicht sicher.

Diese blöde Unentschlossenheit und Unsicherheit nervt, sonst weiß ich doch immer, was ich will und was ich nicht will. Die letzten Tage aber nicht, eigentlich schon seit fast einer Woche nicht.