Thursday, January 31, 2013

Das Leben eines Schülers

Wecker klingelt, es ist 6.07Uhr. Wecker klingelt, es ist 6.10Uhr. Wecker klingelt, es ist 6.13Uhr. Ich stehe auf, laufe halb im Schlaf ins Bad und geh erstmal duschen. Meistens viel zu lange und hab dann nicht mehr so viel Zeit. Ich frühstücke, nehme meine Tablette (wenn ich es nicht vergesse) und setze mich für zehn Minuten noch hin und mache entweder nichts oder gehe kurz an den PC. Um 7.00Uhr nehm ich dann mein Schulzeug und gehe los zur Bahn. In Ludwigsburg bin ich um 7.17Uhr und bis ich in den Schulbus gekommen bin ist es 7.25Uhr, also bin ich gegen 7.35Uhr in meinem Klassenzimmer und habe noch 15 Minuten, bis der Unterricht beginnt.
Das hört sich total langweilig an, weil ich es auch genauso schreiben wollte. Langweilig, eintönig und immer gleich. So wie es bei mir morgens immer abläuft, weil es eben immer so ist. Letztes Jahr war es nicht viel anders, ich musste nur früher aufstehen, war schon um 6.35Uhr aufm Weg zum Bus und um 7.00Uhr in der Schule, bis der Unterricht dann um 7.30Uhr angefangen hat. Morgende laufen bei mir für die Jahre, in denen ich an einer Schule immer komplett gleich aus, außer 1. ich verschlafe oder 2. morgens entfallen Stunden.
Um 9.20Uhr ist die erste Pause, 20 Minuten lang. Um 11.10Uhr die zweite Pause, 10 Minuten lang. Um 12.50Uhr endet der Unterricht, aber Dienstags und Mittwochs habe ich noch Mittagsschule von 13.50Uhr bis 15.20Uhr. Dann gehe ich zum Bus, nehme entweder die Bahn oder einen anderen Bus nach Hause und bin dann gegen 16.00Uhr oder 13.30Uhr zuhause. Danach habe ich keinen direkten Ablauf von dem, was ich mache, weil ich es immer anders mache (abgesehen vom Nachhilfe geben und Gassi gehen). Abends gehe ich dann irgendwann zwischen 22.30Uhr und 12.00Uhr ins Bett, bis mein Wecker morgens wieder mehrmals klingelt.

Wieso erzähle ich das ganze hier mit den Uhrzeiten und dem ganzen Zeug? Ist doch eigentlich völlig uninteressant und läuft jeden Tag so. Eben deswegen. Es läuft jeden Tag so, außer ich verschlafe oder Stunden entfallen. Eintönig, oder nicht? Ich würde das Leben eines Schüler als ein wenig eintönig beschreiben. In den Fächern kommt zwar nicht immer das selbe und die Leute sagen auch nicht jeden Morgen das Selbe. Aber der Ablauf des Tages an sich ist ziemlich eintönig und diese Eintönigkeit hat Vor- und Nachteile, wie ich finde.
Vorteile: Ist man ein eher unsicherer Mensch, der Struktur im Leben braucht und für den Spontanität nicht so das richtige ist, dann bitteschön. Ist man Schüler, hat man eine super Struktur, weil die Unterrichtszeiten sich nicht ändern und Stunden auch nicht so oft entfallen --> Es läuft immer gleich ab und man hat keine plötzlichen Veränderungen (meistens, fest ist so etwas auch nie). Die Eintönigkeit gibt einem hier Sicherheit und einen gewissen Halt, den man vielleicht benötigt. Man gewöhnt sich kurz an etwas und muss sich nicht ständig umgewöhnen.
Nachteile: Es ist einfach immer das Selbe --> Langweilig. Man steht zur selben Zeit auf, man kommt zur selben Zeit wieder nach Hause und hat nicht wirklich viel Abwechslung. Aber man lebt sich in das ganze einfach ein und gewöhnt sich dran. Es wird zwar immer das Selbe bleiben, aber man kommt damit auch klar. Meistens, viele wollen auch oft einfach nur raus und irgendwas neues machen. Will ich auch manchmal, einfach eine andere Umgebung und andere Gewohnheiten.
Aber andererseits bin i manchmal auch froh, dass es immer gleich abläuft. Ich muss mir nicht viel Stress machen und kann alles ganz ruhig angehen lassen. Ich weiß, dass ich morgens genug Zeit habe. Diese Sicherheit dominiert ziemlich und man fühlt sich irgendwann eben wohl darin. Auch wenn es eintönig und langweilig wirkt, so schlimm ist es auch nicht. Zumindest kann man genau sagen, wann man wieder zuhause ist und ab wann man erreichbar ist. Großer Vorteil, wie ich finde.

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