Thursday, March 1, 2012

"Da bekommt man viel zu wenig Geld!"

Eine Freundin hat sich für das freiwillige soziale Jahr beworben und hat nächste Woche ein Vorstellungsgespräch. Wir haben dann im Unterricht - Lehrer war noch nicht da - darüber geredet. Ein Mitschüler meinte: "Das gibt doch kaum Geld, ist doch voll scheiße. Ein Job muss schon viel Geld bringen." Ein anderer: "Da musst du voll viel arbeiten, für den Lohn kann man das eigentlich voll vergessen."

Es heißt doch freiwilliges soziales Jahr, dafür gibt es nunmal nicht viel Geld, aber deswegen macht man auch kein soziales Jahr. Wer das wegen dem Geld machen will, ist total fehl am Platz, der soll dann zu Bosch oder Porsche gehen.

Es geht im Beruf doch nicht darum, möglichst viel Geld zu bekommen. Es geht darum, dass man wenigstens Spaß an seinem Beruf hat und ihn nicht ausübt, weil man dann viel Geld bekommt. Wenn einen der Beruf nicht glücklich macht, dann tut es das Geld auch nicht. -Geld macht über einen längeren Zeitraum nicht glücklich.
Ich würde nie einen Beruf erlernen, nur weil er mir viel Geld einbringt. Ich erlerne einen Beruf, weil ich Interesse daran habe und er mir halbwegs Spaß macht. Hat man keinen Spaß daran, kommt man jeden Abend nach Hause und will nicht mehr zurück in die Arbeit. Morgens kommt man nicht aus dem Bett und will es auch nicht, weil man nicht zu seinem Arbeitsplatz will. Macht es das Geld dann besser? Nein.


Da fällt mir auch ein Beispiel mit einem weiteren Mitschüler ein. Seine Schwester hat ihr Abi gemacht und arbeitet irgendwas mit Chemie. Er beginnt im September seine Ausbildung zu irgendwas technischem, ich hab es vergessen.
Auf jeden Fall prahlt er ständig damit rum, dass er 200 oder 300€ mehr als sie bekommt. Na und? Sie hat Spaß an ihrem Beruf und dann kann man auch weniger Geld in kauf nehmen. Hat sie eben weniger, ist doch völlig egal.



Geld ist nicht alles im Leben. 

Edit: Von ihr habe ich gesprochen. 

No comments:

Post a Comment