Wir haben heute in Deutsch einen Aufsatz geschrieben, der über vier Stunden ging. Mittendrin hatte ich eine Idee für eine Geschichte und habe nach einem Weg gesucht, es aufzuschreiben. Also hab ich mir einfach ein Blatt genommen um ein paar Stichworte aufzuschreiben. Nach dem Aufsatz schrieb ich dann die Geschichte.
Das ist daraus geworden.
Ich liebte diese nächtlichen Spaziergänge. So viel Ruhe. Niemand läuft einem über den Weg und stört diese Ruhe. Man kann so gut nachdenken.
Der Wald war dunkel, der Mond wurde von dicken Wolken verdeckt, die dicke Regentropfen auf mich herabprasseln ließen. Es war eine warme Sommernacht und ich fühlte mich wohl in meiner nassen Kleidung. Ich ging oft Nachts spazieren, meine Eltern wissen nichts davon. Einmal haben sie mich erwischt und mich Nachts im Zimmer eingesperrt. Sie finden es zu gefährlich, weil mich jemand entführen könnte. Aber wer läuft schon Nachts um zwei Uhr schon in einem Wald herum. Heute sowieso nicht, bei dem Regen. Aber der Regen ist schön, er entspannt mich. Eine Taschenlampe nahm ich nie mit. Ich hatte keine Angst und kannte mich im Wald aus. Tagsüber gehe ich nie in den Wald. Man trifft auf zu viele Menschen. Die so glücklich durch ihr Leben tollen. Ich war schon immer alleine. Hatte nie Freunde, saß immer alleine rum. Aber das macht mir nichts aus, ich bin zufrieden mit meinem Leben und dem, was ich habe.
Ich ging immer tiefer in den Wald und der Regen wurde immer stärker. Ich hörte meine Schritte, aber sie waren ungleichmäßig. Wurden unterbrochen. Ich stoppte und guckte hinter mich. Niemand war da, der Regen prasselte auf den Boden und erfüllte den Wald mit einem Rauschen. Ich wendete mich um und ging von meinem Pfad ab und setze meinen Weg fort. Schon wieder hörte ich diese Zwischenschritte und ich drehte mich wieder um. Nichts. Ich lief schneller und ging in einen Springt über. Die Schritte hinter mit wurden auch schneller und ich geriet in Panik. Der Boden war rutschig und ich musste Acht geben. Mein Herz klopfte immer schneller und schneller. Ich rutschte aus. Die Schritte kamen näher, ich drehte mich um und sah eine Gestalt auf mich zu rennen. Ich krabbelte über den Boden und versuchte aufzustehen. Vergeblich. Ich wollte schreien. Vergeblich. Die Gestalt kam näher, ich suchte einen Gegenstand um mich zu wehren. Ich nahm einen Stock und schlug wild um mich. Er wurde mir aus der Hand gerissen und etwas hartes traf mich am Kopf.
Das Blut des Jungen lief über den Boden und wurde vom Regen weggespült. Der Wald war wieder still.
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