Hatten wir an der Realschule eine Arbeit geschrieben, wurde danach immer darüber geredet.
"Hey, was hast du bei der und der Aufgabe?"
"Habt ihr das auch?"
"Ist das richtig so?"
Ich hab meistens mitgeredet, weil mein ganzer Freundeskreis in den Pausen drüber geredet hat. Waren viele der Meinung, dass eine Aufgabe so richtig war, wie sie es gemacht hatten und man hatte es selbst nicht so, war das gute Gefühl, dass man davor hatte meistens nicht mehr da.
Am Gymnasium schreiben wir eine Arbeit, sitzen draußen und das einzige was man hört, sind Beschwerden darüber, wie blöd die Arbeit doch war und wie blöd die Fragen gestellt wurden. Hier redet man einfach nicht über die einzelnen Aufgaben und die meisten sagen dann auch nicht, was sie geschrieben haben, oder fragen danach. Es fühlt sich gut an, nicht über die Arbeit zu reden, nachdem man sie geschrieben hat. Hat man ein gutes Gefühl, bleibt es und man bekommt keine Unsicherheit, weil man denkt, dass man jetzt voll verkackt hat und die Arbeit eine fünf wird. Nach der Arbeit nicht zu fragen, was wo hingeschrieben wurde ist auch ein wenig neu für mich, weil es früher immer so war, dass man genau das gefragt hat. Jetzt frag ich halt immer, wie es gelaufen ist und wir beschweren uns auch immer wieder, wie blöd die Aufgaben doch gestellt sind. Wie heute in der Ethik Arbeit, sie wollte unsere Meinung zur Abtreibung hören und hat dafür sechs Punkte vergeben. Sollten weniger Punkte sein, weil die Meinung zu so einem Thema ersten nicht wirklich auszuformulieren ist und zweitens man sie nicht mit sechs Punkten bewerten kann. Da schreibt niemand so viel.
Aber die Ethik Arbeit ist wieder ein anderes Thema, so schlecht lief sie dann doch nicht. War nur mal wieder viel zu schreiben, wie hier bei jeder Arbeit und es waren auch mal eben 56 Punkte.
Kurz zusammengefasst: Über KA nach der KA reden < Nicht über KA nach der KA reden.
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