Ich habe schon einige Geschichten geschrieben und viele davon handeln von Selbstmord. Vom Beenden seines eigenes Lebens. Wieso schreibe ich über sowas eigentlich total schreckliches und tragisches?
Ich finde Selbstmord irgendwie mysteriös. Die Gründe, weswegen sich jemand umbringt sind oft nicht bekannt, oder nur den wenigsten. Doch selbst für diese sind sie kein Grund, sein Leben zu beenden. Und trotzdem passiert es immer wieder, dass sich Menschen ihr Leben nehmen. Aus unbekannten Gründen beenden sie auf verschiedenste Art und Weise ihr Leben auf der Erde.
In letzter Zeit haben sich hier im Umkreis viele Menschen vor den Zug geschmissen. Die Geschichten dazu variieren, manche sagen, dass der/die eine gestolpert ist und wieder andere sagen, dass es geplanter Selbstmord war. Wieso nehmen sich andere Menschen das Leben? Wollen sie wissen, wie sich der Tod anfühlt, oder kommen sie nicht mehr mit ihrem Leben klar? Was lässt man hinter sich, wenn man sich umbringt? Man verletzt andere seelisch und hinterlässt in vielen wahrscheinlich auch ein Loch, dass nicht mehr gefüllt werden kann. Weil man ihnen mit dem Selbstmord etwas aus der Seele reist und mitnimmt.
Ich habe noch nie mit Selbstmordgedanken gespielt, weil selbst das gefährlich ist. Stellt man sich vor, wie es sich wohl anfühlen würde, wenn man sich vor den Zug schmeißt oder sich ein hohes Gebäude runterstürzt, gerät man irgendwann in Versuchung danach und will es ausprobieren. Aber das wird nur einmal passieren, weil danach alles aus ist. Würde ich mir das Leben nehmen, würde ich so viele andere verletzen und das könnte ich nicht. Man muss immer daran denken, wer noch Schaden daran nimmt. Bedeutet man jemandem viel und ist dann nicht mehr da und derjenige weiß auch nicht, wieso man sich das Leben genommen hat, dann ist das ganz hart. Selbstmord ist keine Lösung, irgendwo ist immer jemand, der für einen da ist. Man muss ihn nur finden, aber wenn man die Suche abgeschlossen hat, ist man glücklicher.
In three words I can sum up everything I've learned about life: It goes on.
-Robert Frost
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