Friday, June 22, 2012

Trag immer 'ne saubere Unterhose!

Da gibt es so ein Buch, es ist eigentlich ein Kinderbuch und ich habe es auch schon ziemlich lange. Aber trotzdem habe ich gestern nochmal ein paar Seiten gelesen. Es ist von Marc Gellman und heißt "Trag immer 'ne saubere Unterhose! ... und 31 weitere Möglichkeiten, wie deine Eltern dir sagen: "Ich hab dich lieb!" "
In dem Buch geht es um eine sogenannte "Liste", die nirgendwo niedergeschrieben ist, die man nicht zur Geburt bekommt, von der aber jeder über die Existenz bescheid weiß. Hinter dem Satz "Trag immer 'ne saubere Unterhose" verbirgt sich nach dem Buch nämlich "Was andere nicht von einem sehen, ist genauso wichtig wie das, was sie von einem sehen." Und hinter "Pinkel nicht ins Becken" steckt "Tu auch dann nichts Schlechtes, wenn dir niemand auf die Schliche kommen würde." Im ganzen Buch ist noch viel mehr davon und es sind alles Sachen, die man von seinen Eltern als Kind gesagt bekommt und genau das soll man dann auch befolgen. Auch wenn es nervig ist und man es nicht immer machen will, verbirgt sich eine Absicht hinter dem ganzen. "Um einfach nur volljährig zu werden, reicht es, wenn man genügend zu essen und trinken bekommt - wirklich erwachsen wird aber nur der, der gelernt und kapiert hat, was auf DER LISTE steht."

Das ganze Buch erinnert mich irgendwie an das, was bei mir in den letzten Wochen zuhause passiert ist und was jetzt schon wieder passiert.
Die Eltern sagen einem, dass man den Abwasch machen soll, man macht ihn nicht und es gibt Ärger. Die Eltern sagen einem, dass man sein Zimmer aufräumen und saugen soll, man macht es nicht und es gibt Ärger. Seinen Eltern dann aber mal die Meinung zu sagen, weil sie wieder mit blöden Sachen drohen, geht aber nicht. Dann gibt es nur noch mehr Ärger, noch mehr Verbote und die Drohungen werden am Ende dann doch war. "Diskutier nicht, mach einfach." Auch das sagen einem Eltern zu genüge. Ich habe es schon so oft gehört, denn wenn man diskutieren will, stellen sich die Eltern quer und man muss am Ende nur noch mehr machen. Man muss im Leben so viel machen, was man eigentlich nicht machen will. Es wird genug Situationen geben, in denen man nicht diskutieren soll, sondern einfach machen soll. Und die Eltern bringen einem, schon wenn man jung ist bei, wie man es später einmal machen sollte.
Wenn man eine eigene Wohnung hat, kommt niemand, der einem sagt, was wann gemacht werden muss. Da muss man selber nach sich und seiner Wohnung gucken. Wenn man gerne in einem Haufen von dreckigem Geschirr und Müll leben will, dann darf man das ja gerne machen. Aber nur wenige wollen das wirklich und deswegen wollen Eltern einem einfach nur das beibringen. Aufräumen und Abwasch machen, ohne dass jemand was sagen muss. Selbständig werden und nicht darauf warten, dass man gesagt bekommt, was wann, wie und wo zu tun ist.


Das Buch ist zwar für kleinere Kinder gedacht, aber ich finde, dass ein paar Jugendliche mal darin lesen sollte. Ich kann es also nur empfehlen!

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