Saturday, June 30, 2012

Die eigene Entwicklung

Da war ich heute Mittag so auf Tumblr, weil es draußen viel zu heißt ist und dann sehe ich das hier.

Wenn ich so drüber nachdenke, dann sehe ich, wie sehr ich mich in den letzten Jahren verändert habe. Wenn ich mal zurückblicke, habe ich vor ein paar Monaten oder Jahren ganz anders geschrieben, hatte andere Einstellungen und war einfach ein bisschen etwas anderes. Aber es fällt einem selber gar nicht so wirklich auf, weil man nicht so sehr darauf achtet. Lese ich mir altes Zeug von mir durch, dann sehe ich, wie viel anders ich jetzt schreibe. Gucke ich mir jetzt an, welche Einstellungen ich zu gewissen Dingen vor Monaten oder Jahren hatte, dann sehe ich, wie viel anders die doch geworden sind.
Eine Freundin hat mir schon ein paar Mal gesagt, dass ich unglaublich rassistisch wäre, wenn mich ein gewisser Lehrer nicht auf die richtige Schiene gebracht hätte. Wie sie darauf kommt, weiß ich nicht genau. Ob es stimmt, weiß ich auch nicht. Aber ich habe meine ganze Kindheit schon mit "Ausländern" verbracht und glaube es daher nicht so sehr. Wie sich meine Einstellung gegenüber "Ausländern" verändert hat, weiß ich aber auch gar nicht, weil es mir nicht auffällt.

Andere machen einem zu dem, was man heute ist und man selbst trägt nur einen kleinen Teil dazu bei. Die eigene Entscheidung spielt dabei die größte Rolle, ob man sich einer gewissen Einstellung anschließen. Die Einstellung selbst kommt von anderen und man entscheidet sich, ob man Sachen genauso sehen will oder eben nicht. Man wechselt Freunde, es gehen Menschen aus dem eigenen Leben raus und es gehen andere wieder herein. Sie hinterlassen ihre eigenen kleinen Spuren, die einen selbst verändern und zur innerlichen Entwicklung beitragen. Ist man länger mit jemandem befreundet gewesen und hat in einer anderen Welt "gewohnt", dann lernt man oft erst nachträglich etwas daraus. Dann sind die Spuren zwar da, aber man sieht sie gar nicht auf den ersten Blick, sie fallen einem erst hinterher auf und dann geht man ein Stückchen zurück und guckt sich an, was diese Spuren eigentlich gemacht haben.
Auch jetzt sind in meinem Leben Menschen da, die immer wieder Spuren hinterlassen und ein paar leben auch ein wenig in meiner Welt. Manche mehr, manche weniger, aber alle ein Stück weit. Vielleicht hat dieser gewisse Lehrer mich dazu gebracht, dass ich nicht rassistisch bin. Wer weiß.


Es muss für andere unglaublich interessant sein, wenn sie sehen, wie sich andere innerlich weiterentwickeln und sie selbst einen großen Teil dazu beitragen. Noch besser, wenn die Entwicklung positiv verläuft.

Eine Geschichte #7

Teil 1 - Teil 2 - Teil 3 - Teil 4 - Teil 5 - Teil 6


*

'Er ist tot... Wir haben ihn umgebracht, ich habe ihn von der Brücke gestoßen, wir haben alle bei dem Mord geholfen. Wir sind alle Täter, es ist nicht nur Leon. Wollte ich das so? Ich wollte dazugehören, aber ich wollte niemanden umbringen. Ich wollte keine Leiche von einer Brücke werfen, damit sie niemand findet und damit niemand herausfindet, dass wir es waren. Was, wenn es doch jemand herausfindet? Wenn Freunde ihn besuchen wollen, dann werden sie anfangs vielleicht denken, dass er nicht da ist. Aber irgendwann kommt es dann doch raus und dann sind wir alle dran.
Was soll ich meinen Eltern sagen? Was passiert dann mit mir, wenn man herausfindet, dass ich geholfen habe? Lande ich im Gefängnis und komme nicht mehr heraus? Werden mir meine Eltern jemals verzeihen? Oh Gott, ich hätte niemals von dieser Brücke springen sollen, sie hat alles versaut. Nein, was rede ich mir da ein. Wenn ich jetzt etwas falsches tue, dann werde ich vielleicht auch noch tot dort runter geworfen. Wer weiß, zu was Leon in der Lage ist, diesen Mann hat er auch einfach so erschlagen. Aber ich sollte ihm auch ein Stück weit dafür danken, er hat mir das Leben gerettet. Sonst hätte der Dealer mich so lange blutig geschlagen, bis ich tot bin. Zu was wird das noch führen? Ich sollte mir einen Weg suchen, um aus der Gruppe zu kommen. Aber ich bin Leons Schützling. Er wird mich nicht einfach so rauswerfen. Ein entkommen ist fast unmöglich. Oder soll ich vielleicht die Polizei rufen? Nein, niemals. Dann werde ich genauso festgenommen. Ich habe bei dem Mord geholfen, ich habe ihn von der Brücke geworfen. Sie würden mich mit Leon in eine Zelle stecken und dann wäre ich dran. Dann könnte ich von Glück sprechen, wenn ich lebend aus dem Gefängnis komme. Wenn ich denn dann überhaupt dort rauskommen würde. Wie konnte er überhaupt so gelassen sein? Hat er schon öfter Menschen getötet? Ist das für ihn ganz normal?'
„Matthias, kann ich hereinkommen?“, mein Vater stand vor der Tür.
„Nein, bleib draußen. Verschwinde!“
Er ging die Treppen runter.
'Wieso bin ich so böse geworden? Ich war doch sonst immer so nett zu meinen Eltern, habe mich immer so gut mit ihnen verstanden... Es hat alles einen Grund, aber den kann ich ihnen nicht erklären. Das geht einfach nicht. Sie würden es nicht verstehen und meine Mutter würde nur noch mehr heulen. Ich sollte sie ein wenig beruhigen und morgen einfach in die Schule gehen. Damit sich beide ein wenig abregen und denken, dass ich nur eine Phase habe. Ich sollte mir keine Gedanken mehr machen, ich sollte einfach schlafen gehen, dann ist alles weg. Ich frage mich, ob Leon und die anderen wieder kommen werden...'

Bitte, Danke, Gern Geschehen

"lol" heißt eigentlich "laughing out loud". Eigentlich heißt es das, aber mittlerweile nicht mehr. Jetzt ist es eine Abkürzung für "I have nothing else to say" und wenn in einem Gespräch als Antwort "lol" kommt, dann ist das Gespräch schon irgendwie vorbei. Lol wird mittlerweile sogar schon einfach so gesagt und nicht mehr nur im Internet getippt, aber gelacht wird dabei eigentlich nicht und wenn, dann sehr selten.
Bei den meisten Leuten bin ich mir ziemlich sicher, dass sie lol schreiben, weil es sonst nichts anderes zum Sagen gibt, aber bei wieder anderen bin ich mir nicht ganz sicher: 'Lacht er jetzt, oder weiß er jetzt einfach nicht, was er sagen kann?' Gab es vielleicht gar keinen Wechsel bei der Bedeutung von "lol" und ich denke es einfach nur so? Ich glaube es aber schon, weil ich mich dunkel daran erinnern kann, lol mal im Zusammenhang mit einem Lachen verwendet zu haben.

Neben "lol" gibt es auch noch andere Wörter, die an Bedeutung verloren haben.
Nehmen wir einfach "danke". Das sagt man, wenn man sich bei jemandem bedanken will, oder auch nicht. Oft sagt man es einfach aus reiner Höflichkeit und meint es gar nicht so. Passt einem etwas nicht, sagt man oft trotzdem danke, weil man nicht unhöflich sein will. Manchmal will man sich auch gar nicht bei irgendwem bedanken, weil es eigentlich nichts gibt, für das man sich bedanken könnte. Dann kommt aber oft jemand und sagt: "Jetzt bedank dich einfach." Dann bedankt man sich am Ende doch, kommt sich total blöd dabei vor und die Person, an die das nicht ernst gemeinte danke ging, fühlt sich dann besser und ist zufrieden. Musste ich auch schon oft machen, gehört manchmal auch einfach dazu.
Aber eigentlich will ich nur "danke" sagen, wenn ich es auch wirklich so meine. Klappt aber nie, weil man es doch so oft aus reiner Höflichkeit sagt. Schade eigentlich.

Genauso ist es auch mit "bitte", "gern geschehen", "immer wieder" und "kein Problem". Ein Problem ist es oft doch, eigentlich macht man es nicht gerne und immer wieder will man es auch nicht machen. Aber sagen tut man es trotzdem.

Friday, June 29, 2012

Capri-Sonne und Tender von Milka

Ich bin vor ein paar Minuten vom Musikfest meiner Nachbarstadt wiedergekommen. War ganz lustig, auch wenn die Musik nicht immer super toll war. Ein paar Mal wurde auch richtig schief gesungen und die Leute haben auch echt komisch getanzt. Ab und zu haben auch mal ein paar Leute blöd durch die Gegend geschrien und es wurde viel Alkohol getrunken, ständig sind Leute mit einem neuen Bier durch die Bänke gelaufen. Wir saßen aber zu viert ganz cool da und haben Capri Sonne getrunken und ich hab Tender (von Milka) gegessen.

Ich verstehe die Leute nicht, die unbedingt Alkohol trinken müssen, um gut drauf zu sein und damit auch noch versuchen, anderen zu gefallen. Oder Alkohol trinken, um cool zu sein und zu irgendeiner Gruppe von dummen Leuten zu gehören. Da sieht man auch ganz oft so kleinere Kinder, die sich einfach besaufen und eigentlich keine Ahnung haben, was mit ihnen passiert. Wachen dann neben der Kloschüssel auf und haben keine Ahnung, was eigentlich passiert ist. Alkohol ist nicht alles, man kann sich auch ohne amüsieren. Ich sage hier jetzt nicht, dass ich der volle Anti-Alkoholiker bin. Ich trinke auf einer Party auch mit Freunde was. Aber nicht, um cool da zu stehen, irgendjemandem zu gefallen oder nur deswegen, damit ich mich auch mal was traue. Das würde ohne Alkohol auch gehen, ging heute auch. Oder gibt es Capri-Sonne jetzt auch schon mit irgendeinem Alkohol, den man nicht rausschmeckt, der aber trotzdem ganz stark wirkt? Ich glaube es aber irgendwie nicht...


Wie auch immer, man kann einen Abend auch mit Capri-Sonne und Tender genießen.

Thursday, June 28, 2012

"Du hockst dich in die Bahn!"

Ich bin heute um 16.30Uhr zum Bahnhof gelaufen und jetzt um 22.30Uhr wieder nach Hause gekommen. Aber die Abschlusszeitung haben wir jetzt fertig!
Deswegen mache ich den Eintrag aber nicht. Als wir dann zu dritt in Richtung Bahnhof sind, wollten die beiden anderen, mit denen ich gelaufen bin, dass ich die Bahn nehme. Ich selber hatte aber vor, nach Hause zu laufen, weil ich sonst 20 Minuten hätte warten müssen. Der Weg ist ganz leicht, man läuft über die Felder und dann muss ich durch die ganze Stadt laufen, bis ich zuhause bin. Aber die Felder sind ja so dunkel und deswegen haben  und Fee dumme Sachen gesagt um mir Angst zu machen.
"Wenn du tot bist, wir haben dich gewarnt."
"Stell dir vor, da springt jemand aus dem Busch?"
"Jaja und dann kommt ein Pedo und vergewaltigt dich."
Ich bin aber so tapfer und bin trotzdem nach Hause gelaufen. Habe auch nur 35 Minuten gebraucht, ich war also 10 Minuten schneller, als wenn ich mich dumm an den Bahnhof gesetzt hätte. Aber ich habe mich nicht nur deswegen dafür entschieden, zu laufen.

Heute ist dieses dumme Halbfinale gewesen und Deutschland hat gegen Italien gespielt. (Hier muss ich dazu sagen, dass ich mir noch kein einziges Spiel angeguckt habe und auch keins mehr angucken werde. Es ist mir sowas von egal, dass Italien gewonnen hat, es kümmert mich mein bisschen. Fußball steht bei mir irgendwo ganz weit unten auf der Liste mit meinen Interessen. Ich würde mir sogar lieber den Film von Justine Bieber reinziehen, als mir 90 Minuten Fußball anzugucken. Da grölen alle rum und Menschen rennen einem Ball hinterher. Wieso deswegen so ein großes Drama gemacht wird, verstehe ich auch nicht.) Wenn hier in der Gegend Länderspiele sind, irren überall an den Bahnhöfen betrunkene Leute rum, denen man dann lieber aus dem Weg gehen will. Es ist also sicherer, wenn man über dunkle Felder läuft, als wenn man sich zu lange am Bahnhof aufhält. Da kommt man dann nur in dumme Situationen, die man hätte vermeiden können. Da ist es wahrscheinlicher, am Bahnhof vergewaltigt zu werden. Außerdem sind die Straßen sowieso alle leer. Autos sieht man wenig und Menschen sind da auch nicht. Die hocken alle vor dem Fernseher, während ich um halb 11 durch die Gegend renne.


Merkt euch also: Haltet euch bei Länderspielen von Bahnhöfen fern, die Straßen sind alle leer. Der einzige Vorteil an WM oder EM.

Tuesday, June 26, 2012

AK '12

Von meiner (fast Ex-) Klasse hieß es eigentlich immer, dass wir eine ziemlich gute und liebe Klasse sind und man könne sich auf uns verlassen. Es war auch eigentlich immer so, wir haben immer einen relativ guten Schnitt in den Arbeiten gehabt und wir haben als Klasse zusammen auch gut was hinbekommen. Aber es war so. Jetzt, im zehnten Schuljahr, war das irgendwie anders.
 Es hat auch schon in der neunten Klasse damit angefangen, dass niemand etwas für die Klassenfahrt verdienen wollte. Die Eltern sollen es doch einfach zahlen, dann haben wir weniger Arbeit. Ich fand das irgendwie blöd, ich hätte gerne was gemacht, damit man am Ende nicht so viel zahlen muss. Aber ich war am Ende dann doch nicht dabei. Weiter ging es dann im letzten Jahr. Vielen aus der Klasse war es total egal, wie sie sich verhalten, die Lehrer will man sowieso nie wieder sehen und die Schule schon gar nicht. Aber wieso das in einem Jahr kaputt machen, was man sich in fünf Jahren aufgebaut hat? Muss doch nicht sein, man kann auch vernünftig mit Sachen abschließen und nur, weil man nicht mehr auf diese eine Schule geht, auf der man jahrelang war, muss einem im letzten Jahr nicht alles egal sein. Es hieß doch immer, dass wir (die 10a) immer so ein tolle Klasse sind, die ihr Zeug immer gut gemacht hat. Das war nicht von Anfang an so, sowas baut sich erst mit der Zeit auf und wenn man sich so einen Ruf als Klasse fünf Jahre lang aufbaut, dann muss man den nicht kaputt machen. 

Alle anderen Klassen haben es irgendwie geschafft, ein Programm für die Abschlussfeier hinzubekommen. Wir haben es auf den letzten Drücker machen müssen und selbst da musste uns ein Lehrer helfen, damit doch noch was zusammenkommt und wir nicht ohne Programm dastehen. Alle anderen Klassen haben es geschafft, früh genug Geschenke für die Lehrer zu finden und wir haben auch Ewigkeiten dafür gebraucht, weil die Klasse keine Lust hatte. Kann man den Lehrern nicht einmal dafür danken, dass sie uns unterrichtet haben? Selbst die nervigsten Lehrer fehlen einem am Ende dann doch und die sind mir dann auch mal 2€ wert. So viel muss doch drin sein. 
Wir hatten schon mal ein Programm, da war es nicht allen egal. Aber dann wurde es allen egal und keiner hatte mehr Bock, bei den geplanten Sachen mitzumachen. Super, was neues muss her, aber dann kommen auch keine Vorschläge. Was sonst immer so gut geklappt hat, hat von heute auf morgen kein bisschen mehr geklappt. 10% will was gescheites haben, 90% will einfach nur weg. 
Normalerweise waren wir die, die Klassentreffen auf die Reihe bekommen haben, man musste eigentlich selten jemandem hinterher rennen. Dieses Jahr ging das aber irgendwie nicht. Man musste jeder zweiten Person hinterher rennen und alle anderen Klassen haben es auf den ersten versuch hinbekommen und auch die, bei denen man es nicht erwartet hätte. Wenigstens gut zu sehen, dass es nicht allen 10ern egal ist.


Es war ein schönes letztes Jahr, aber ich bin auch enttäuscht von meiner Klasse. Wir hätten das besser machen können. 

Monday, June 25, 2012

Ohne meinen Hund? Niemals.

Ich habe einen Hund und eine Katze. Meine Katze heißt Lilly, aber die haben wir erst seit ein oder zwei Jahren. Sie war auch nicht mein Wunsch, meine kleine Schwester wollte sie haben. Mein Hund heißt Sternchen, sie haben wir schon seit einer halben Ewigkeit und sie war auch mein Wunsch. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie neun ist und jetzt gerade sitzt sie neben mir und will gestreichelt werden.


Sie ist mir ziemlich wichtig. Es wäre total ungewohnt, wenn sie nicht mehr in meinem Zimmer schlafen würde, wenn ich ihr nicht mehr ihr Fressen und Wasser geben würde, wenn ich nicht mehr mit ihr spielen könnte, wenn ich nicht mehr mit ihr Gassi gehen könnte, auch wenn es mich manchmal nervt, wenn ich nicht mehr mit ihr kuscheln könnte, wenn ich sie nicht mehr sehen würde, wenn ich sie nicht mehr hören würde, wenn sie nicht mehr da wäre...
Sie kann mich zwar nicht verstehen, aber sie ist doch irgendwie immer da. Es kommt mir manchmal so vor, als würde sie es sofort sehen, wenn es mir nicht so gut geht. Sie kommt dann immer zu mir und will mich trösten. Auch, wenn sie nicht mit mir reden kann, geht es mir dann auch immer ein wenig besser. Es ist einfach so beruhigend und mir ist es auch schon ein paar Mal passiert, dass ich neben ihr eingeschlafen bin. Nach neun Jahren haben ich sie so sehr ins Herz geschlossen, dass ich sie gar nicht mehr gehen lassen will.

Zu Beginn waren meine Eltern skeptisch, wussten nicht genau, ob ich mich um sie kümmern würde. Aber trotzdem haben wir sie dann gekauft, wir haben sogar mehrere Besitzer von Welpen abgeklappert, weil ich irgendwie alle nicht so gerne hatte. Aber sie mochte ich sofort. Das, was meine Eltern dachten, wurde dann auch ein wenig war. Ich war noch ziemlich jung und hab mich deswegen nicht immer um sie gekümmert. Meine große Schwester ist immer mit ihr raus gegangen, sie hat bei ihr im Zimmer gewohnt und sie würde auch von ihr großgezogen. Irgendwann ist meine Schwester ausgezogen und ich bin in ihr Zimmer. Seitdem kümmere ich mich um Sternchen.
Am Anfang hat es mich total genervt, ständig mit ihr rausgehen zu müssen, aber jetzt macht es mir Spaß und es würde auch irgendwie etwas fehlen, wenn ich nicht mehr Gassi gehen würde. Es wäre alles so anders, wenn sie nicht mehr da wäre. Ich würde es auch gar nicht anders haben wollen.

Wenn ich sie verlieren würde, würde ich dann nochmal ein Haustier haben wollen? Ich weiß es nicht, ich habe noch nie jemanden verloren und kenne den Schmerz nicht. Eigentlich will ich ihn auch gar nicht kennen lernen, aber das gehört zum Leben dazu, da geht jeder mal durch. Ich will mir auch nicht unbedingt vorstellen wollen, wie schlimm es für mich wäre, wenn ich sie verlieren würde.


Ich gehe jetzt mit meinem Hund kuscheln, hier noch ein kleines Bildchen von ihr.
P.S: Ein Hund ist wirklich der beste Freund des Menschen.

Music Monday #21

Das ist Kunst.

Sunday, June 24, 2012

Eine Geschichte #6

Teil 1 --> Teil 2 --> Teil 3 --> Teil 4 --> Teil 5

*


„Hallo, hier bei Kumper.“
„Hallo Frau Kumper, hier ist Matthias Klassenlehrerin, Frau Schein.“
„Ach guten Tag Frau Schein,was gibt es denn so dringendes, dass sie mich anrufen? Ist etwas mit Matthias?“
„Ich befürchte ja, Frau Kumper. Er war heute nicht in der Schule und das kam bis jetzt noch nie vor. Sie haben immer angerufen, wenn er mal krank war.“
„Wie, er war nicht in der Schule? Wie kann das denn sein? Er hat sich seinen Wecker gestellt, gestern Abend noch. Er ist auch nicht hier.“
„Das ist merkwürdig, sie sollten sich auf die Suche nach ihrem Sohn machen, aber ich muss Schluss machen. Viel Erfolg Frau Kumper, rufen sie mich an, wenn er wieder aufgetaucht ist, ja?“
„Auf jeden Fall, vielen Dank Frau Schein.“
Frau Kumper legte auf und musste anfangen zu weinen. Sie war schon immer sehr sensibel gewesen und machte sich immer sehr große Sorgen um ihren Sohn. Ging es ihm nicht gut, nahm sie sich immer frei und sorgte sich so lange um ihn, bis er wieder gesund war. Doch bis jetzt ist ihm noch nie etwas passiert, er ist immer zur Schule gegangen und er war auch immer pünktlich zuhause. Außer dieses eine Mal, als er betrunken Mitten in der Nacht nach Hause kam. 'Aber sie haben ihn abgefüllt, das war nicht er. Diese blöden Jugendlichen', dachte sie.
„Was ist los?“, Herr Kumper kam und setzte sich neben seine Frau.
„Matthias war heute nicht in der Schule. Ich weiß nicht wo er ist, er ist doch sonst nie so. Was ist denn nur los mit ihm, was haben diese Jugendlichen jetzt wieder mit ihm angestellt?“, sie brach in Tränen aus, „sie geben ihm bestimmt wieder Unmengen an Alkohol, wir müssen ihn finden. Wir müssen die Polizei rufen.“
Herr Kumper nahm sie in den Arm und versuchte sie zu beruhigen: „Ganz ruhig, er taucht schon wieder auf. Es wird nur eine Phase von ihm sein, mach dir keine Sorgen. Ihm wird schon nichts zustoßen. Er kommt bestimmt bald wieder.“
Man hörte, wie ein Schlüssel in die Haustür gesteckt wurde. Die Tür öffnete sich und Matthias kam herein. Er blickte auf den Boden, sagte nicht Hallo und rührte sich auch nicht vom Fleck. Die Haustür viel zu.
Frau Kumper stand auf und ging auf ihren Sohn zu: „Wo bist du gewesen?“ Sie umarmte ihn.
„Lasst mich in Ruhe, geh weg. Ich will alleine sein.“ Er stieß seine Mutter von sich und ging die Treppen hoch, in sein Zimmer. Man hörte, wie der die Tür zuknallte. Seine Mutter war ganz ruhig, sie sagte kein Wort, aber die Tränen flossen ihr Gesicht runter.

Friday, June 22, 2012

Eine Geschichte #5



*

Ich stand wieder auf und nahm meine Arme runter. Leon stand mit einer Eisenstange da und starrte auf den Boden, ich starrte auch auf den Boden. Er lag mit dem Gesicht auf dem Boden, Beine und Arme von sich gestreckt, eine große Blutpfütze neben seinem Kopf. Niemand sagte etwas, alle standen nur da und starrten auf die Leiche. Leon kickte ihn mit seinem Fuß um zu sehen, ob er auch wirklich tot war, aber der Dealer zeigte keine Reaktion. 'Oh mein Gott, wir haben einen Menschen umgebracht', dachte ich, 'was machen wir jetzt?' Für fünf Minuten sagte niemand etwas, bis Stefan seinen Mund öffnete: „Ich bin draußen. Ich bin draußen, Leon!“ Er schüttelte seinen Kopf, drehte sich um und rannte weg. Leon schaute ihm nach und drehte sich zu den anderen: „Will sich noch jemand wie dieses Weichei verpissen? Oder bleibt ihr?“ Niemand sagte ein Wort, alle starrten auf den Boden, so wie ich es tat. Ich hatte Angst vor Leon, ich hatte Angst, dass er mich auch mit der Eisenstange schlägt. Außerdem musste ich bleiben.
„Gut, dann müssen wir die Leiche hier wegschaffen.“
„Wie willst du das anstellen?“, fragte ich und bereute es gleich darauf wieder.
„Wie ich das machen will? Was weiß denn ich, denkt ihr doch mal nach!“
'Glück gehabt, ich darf nie wieder irgendwas blödes fragen. Sonst bin ich noch dran und sehe später so aus, wie der Dealer.', dachte ich und bekam noch mehr Angst vor Leon. Er stand da, mit der Eisenstange in der Hand, an der Blut klebte. Er hatte keine Angst, er sah wütend und gereizt aus, als würde er die Stange beim nächsten Wort benutzen, aber dann sagte er was: „Meine Mum hat ein Auto und ich kann ein wenig fahren. Wartet ihr hier und wenn jemand kommt, dann denkt euch irgendwas aus. Ihr kennt mich nicht, wenn ihr erwischt werdet, verstanden? Ich bin bald wieder da.“
Dann saßen wir da, die Leiche neben uns und niemand sagte ein Wort. Wir guckten uns nicht einmal an, wir starrten nur auf den Boden und warteten auf Leon.
Nach 15 Minuten kam er mit einem Auto in die Gasse gefahren. Er stieg aus und öffnete den Kofferraum: „Rein mit ihm, los.“
Wir standen auf und nahmen den Körper vom Boden. Das Blut tropfte noch aus der Wunde. Ich schmiss ihn in den Kofferraum und machte ihn zu.
„Einsteigen, wir fahren zum See. Da wird niemand nach ihm suchen, wir schmeißen ihn von der Brücke.“
Wir stiegen ins Auto, die Brücke war nicht mehr weit, ich war ein gutes Stück gerannt. Sie lag außerhalb der Stadt und kaum ein Auto benutze sie. Wenn es gut lief, fuhren fünf Autos in der Woche über die Brücke, unter der der See lag. Auch der wurde von keinem Menschen genutzt, er war dreckig und an den Ufern sammelte sich Müll an. Wir fuhren keine fünf Minuten, dann waren wir da. Alle stiegen aus dem Auto und Leon öffnete den Kofferraum: „Matze, du nimmst ihn. Werf ihn von der Brücke.“
Ich ging langsam zum Kofferraum und nahm den Körper heraus. Er war schwer und ich musste ihn über den Boden schleifen. Nur Leon sah mir dabei zu, der Rest wendete sich ab und niemand wagte es auch nur, einen Laut von sich zu geben.
„Werf ihn runter.“
Ich warf ihn von der Brücke und guckte zu, wie er ins Wasser fiel.  

Trag immer 'ne saubere Unterhose!

Da gibt es so ein Buch, es ist eigentlich ein Kinderbuch und ich habe es auch schon ziemlich lange. Aber trotzdem habe ich gestern nochmal ein paar Seiten gelesen. Es ist von Marc Gellman und heißt "Trag immer 'ne saubere Unterhose! ... und 31 weitere Möglichkeiten, wie deine Eltern dir sagen: "Ich hab dich lieb!" "
In dem Buch geht es um eine sogenannte "Liste", die nirgendwo niedergeschrieben ist, die man nicht zur Geburt bekommt, von der aber jeder über die Existenz bescheid weiß. Hinter dem Satz "Trag immer 'ne saubere Unterhose" verbirgt sich nach dem Buch nämlich "Was andere nicht von einem sehen, ist genauso wichtig wie das, was sie von einem sehen." Und hinter "Pinkel nicht ins Becken" steckt "Tu auch dann nichts Schlechtes, wenn dir niemand auf die Schliche kommen würde." Im ganzen Buch ist noch viel mehr davon und es sind alles Sachen, die man von seinen Eltern als Kind gesagt bekommt und genau das soll man dann auch befolgen. Auch wenn es nervig ist und man es nicht immer machen will, verbirgt sich eine Absicht hinter dem ganzen. "Um einfach nur volljährig zu werden, reicht es, wenn man genügend zu essen und trinken bekommt - wirklich erwachsen wird aber nur der, der gelernt und kapiert hat, was auf DER LISTE steht."

Das ganze Buch erinnert mich irgendwie an das, was bei mir in den letzten Wochen zuhause passiert ist und was jetzt schon wieder passiert.
Die Eltern sagen einem, dass man den Abwasch machen soll, man macht ihn nicht und es gibt Ärger. Die Eltern sagen einem, dass man sein Zimmer aufräumen und saugen soll, man macht es nicht und es gibt Ärger. Seinen Eltern dann aber mal die Meinung zu sagen, weil sie wieder mit blöden Sachen drohen, geht aber nicht. Dann gibt es nur noch mehr Ärger, noch mehr Verbote und die Drohungen werden am Ende dann doch war. "Diskutier nicht, mach einfach." Auch das sagen einem Eltern zu genüge. Ich habe es schon so oft gehört, denn wenn man diskutieren will, stellen sich die Eltern quer und man muss am Ende nur noch mehr machen. Man muss im Leben so viel machen, was man eigentlich nicht machen will. Es wird genug Situationen geben, in denen man nicht diskutieren soll, sondern einfach machen soll. Und die Eltern bringen einem, schon wenn man jung ist bei, wie man es später einmal machen sollte.
Wenn man eine eigene Wohnung hat, kommt niemand, der einem sagt, was wann gemacht werden muss. Da muss man selber nach sich und seiner Wohnung gucken. Wenn man gerne in einem Haufen von dreckigem Geschirr und Müll leben will, dann darf man das ja gerne machen. Aber nur wenige wollen das wirklich und deswegen wollen Eltern einem einfach nur das beibringen. Aufräumen und Abwasch machen, ohne dass jemand was sagen muss. Selbständig werden und nicht darauf warten, dass man gesagt bekommt, was wann, wie und wo zu tun ist.


Das Buch ist zwar für kleinere Kinder gedacht, aber ich finde, dass ein paar Jugendliche mal darin lesen sollte. Ich kann es also nur empfehlen!

Wednesday, June 20, 2012

Anderen eine Freude machen.

Der heutige Tag wird zu einem der besten Tage im Jahr gezählt.
Er fing mit dem Klingeln meines Weckers an, darauf folgte aufstehen, duschen und frühstücken. Alles ganz normal, danach musste ich was besorgen, dann für 45 Minuten in die Schule und dann begann das wirklich gute am Tag. Ich konnte jemandem eine Freude bereiten, ich konnte mit jemandem lachen und reden und ein bis zwei Stunden die Zeit genießen. Jetzt sitze ich hier, tippe und bin überglücklich.

Es macht mich einfach glücklich, anderen eine Freude bereiten zu können. Wenn ich sehe, wie jemand wegen mir lachen oder lächeln muss, dann ist es ein unglaublich tolles Gefühl. Dann ist es mir auch egal, ob ich die Person gut kenne, oder nicht. Aber dann weiß ich, dass ich den Tag dieser Person ein bisschen bereichert habe, auch wenn nur ein klein wenig. Lachen ist etwas tolles und wenn ich mit anderen über Witze oder dummes Zeug lachen kann, dann ist das einfach toll. Dann bin ich glücklich und die andere Person ist auch glücklich. Genauso ist es, wenn ich anderen eine Freude durch ein Geschenk oder sonst irgendwas machen kann. Am Anfang kommt vielleicht die Frage, wofür das Geschenk ist, aber die Freude ist trotzdem da. Wie viel ich dann für das Geschenk zahlen musste, ist mir völlig egal, weil mir jemand doch auch mal ein paar Euro wert sein darf, oder? Eine Gegenleistung erwarte ich dann nicht. Ich bin keiner, der sagt: "Ich hab dir was geschenkt, jetzt musst du mir auch was schenken." Wenn die andere Person mir etwas schenken will, dann nehme ich es an und freue mich darüber, aber wenn sie es nicht tut, dann bin ich nicht sauer und enttäuscht auch nicht. Ich warte auch gar nicht darauf, dass etwas zurückkommt. Aber wenn, dann muss es auch von Herzen kommen und nicht einfach so was halbherziges, damit ich auch was habe.



Ich bin mal weiter glücklich.

Masken

An unserem letzten gemeinsamen Abend, auf der Abschlussfahrt, haben wir unseren Lehrern ein kleines Geschenk gegeben und beide haben ein bisschen etwas gesagt. Der Klassenlehrer natürlich am meisten. Einen Satz habe ich mir auch notiert: "Jeder Mensch muss mehrere Masken tragen."

Wir können nicht immer durch die Gegend rennen und jedem zeigen, was wir fühlen. Wie würde das denn auch aussehen, wenn beim Bäcker die Angestellten mit einem schlecht gelaunten Gesicht rumlaufen, weil sie keinen Bock mehr haben? Dann hätten die Kunden genauso wenig Bock, etwas zu kaufen. Ist natürlich nur ein Beispiel, das bezieht sich auch auf sehr viele andere Berufe.
Manchmal muss man einfach lächeln, auch wenn man schlecht gelaunt ist. Man würde nur komische Blicke auf sich ziehen, wenn man schmollend in der Ecke hockt. Viele würden einen auch so abstempeln, dass man ständig nur nach Mitleid such und außerdem ist in der Ecke schmollen keine Lösung. Man muss auch etwas unternehmen, wenn man etwas ändern will. Von rumhocken und schmollen wird sich die Welt nicht ändern.

Nochmal der Satz: "Jeder Mensch muss mehrere Masken tragen." Achtet auf das "muss". Müssen tun wir doch so viel, machen es aber trotzdem nicht. So wie beim Masken tragen.
Es gibt so viele, die einfach jedem zeigen, wie sie sich gerade fühlen. Klar, manchmal ist das Unterdrücken auch schwer. Würde meine Oma sterben, würde es mir auch sehr schwer fallen und schaffen würde ich es dann auch nicht. Zu zeigen, dass man glücklich ist, ist auch ganz normal. Aber davon rede ich ja auch gar nicht. Ich rede von denen, die zum Beispiel Stress mit einer Freundin haben und durch die ganze Schule rennen um nach Mitleid zu suchen. Geht heulend nämlich am besten, da findet man wegen den ganzen Tränen auch das Klo nicht und setzt sich dann da hin, wo die meisten zugucken können. Dann lässt man sich erstmal vor allen anderen aus, damit jeder bist ins kleinste Detail bescheid weiß. Orte, an denen nicht jeder zuhören kann existieren nämlich nicht.
Und genau solche sollten mal lernen, Masken zu tragen. Aber mitleidsgeile Menschen wird es wohl immer geben.


*

Das hier war der Eintrag, den ich während der Busfahrt von Spanien nach Deutschland geschrieben habe und den mein Lehrer verloren hat. Er hat ihn im Müll wiedergefunden. 


Tuesday, June 19, 2012

Eine Geschichte #4

Teil 1 --> Teil 2  --> Teil 3

*

Als ich aufwachte, brummte mein Schädel und mir war total schlecht, mein Mund war trocken und ich fühlte mich, als hätte ich auf harten Stein geschlafen. Ich schaute auf die Uhr und merkte, dass es schon 10.00 Uhr war und die Schule vor zwei Stunden begonnen hatte. Ich schmiss die Decke auf den Boden und war gerade dabei, mich zu beeilen, als ich merkte, dass es keinen Sinn mehr machen würde. Also ging ich runter ins Badezimmer meiner Eltern und nahm mir eine Kopfschmerztablette. Ein Glas Wasser reichte nicht, ich trank gleich eine halbe Flasche und goss mir den Rest über den Kopf. Dann hörte ich, wie jemand Steine ans Fenster schmiss und ich ging hin um nachzugucken, was es war.
„Komm raus und beeil dich.“
Es war Leon und ich hatte schon fast vergessen, dass ich jetzt in seiner Gruppe war. An den Abend konnte ich mich aber nicht erinnern, da war alles verschwunden. Ich rannte ich mein Zimmer, zog mich um und packte noch schnell meinen Schlüssel und etwas Geld ein. Dann stoß ich zu Leon und den anderen.
„So, heute haben wir was ganz besonderes für dich. Lass dich einfach überraschen und frag nicht, ich werde dir alles nötige auf dem Weg erklären.“
Ich wunderte mich, was Leon wohl für mich hätte, aber ich hörte auf ihn und fragte nicht weiter nach. Ich wollte es nicht riskieren, Stress mit ihm zu bekommen, ich mochte Leon. Ob er wohl auch mal so wie ich war?
„Also Matze, hör zu. Ich kenn da so jemanden, der Gras hat. Aber es ist einfach nur extrem teuer und wir können uns das nicht leisten. Ich will nicht von dir, dass du es kaufst, aber du musst es uns besorgen. Auf einen anderen Weg. Während wir ihn ablenken, gehst du hinten rein und holst dir das Zeug. Es ist neben dem Sofa in der Schublade von so einem kleinen Tisch. Dort sind ein paar Tütchen, du nimmst dir drei und haust danach sofort ab. Renn einfach, wir treffen und an der Brücke, du weißt ja,welche ich meine. Guck nicht nach hinten, einfach rennen. Verstanden?“
„Verstanden,“ stammelte ich und war ganz nervös. Ich sollte klauen, Drogen klauen. Aber ich musste es mache, sonst würde ich zurückfallen. Dann würde er mich rausschmeißen und ich hätte keine Chance mehr, um irgendwie wieder reinzukommen. Ich wäre wieder bei meinem alten langweiligen Leben und würde den ganzen Tag nur lernen. Das wollte ich nicht, ich wollte jemand sein, ich wollte weiterhin in der Gruppe sein. Bei Leon und seinen Freunden, bei meinen Freunden. Ich musste mich zusammenreißen und es durchziehen. Durch die Hintertür reingehen, die Schublade aufmachen, das Zeug nehmen, die Schublade zumachen und rennen. Ich sagte mir einfach, dass ich es packen würde.
„Okay, wir sind da. Siehst du das Haus da vorne? Das weiße? Du gehst hintenrum und an der Hintertür ist ein Fenster. Sobald der Typ aufsteht und an der Tür ist, gehst du leise rein und machst das, was ich dir gesagt habe. Vergess nicht, alles so zu hinterlassen, wie es war. Kann ich mich auf dich verlassen? Gut, dann geh schonmal los.“
Ich machte mich auf den Weg und schlich mich von der anderen Straße hinter das Haus des Dealers. Dann wartete ich an der Hintertür. Er saß auf dem Sofa und guckte fern. Neben ihm der Tisch, er war klein und hatte zwei Schubladen. Auf ihm stand eine Pflanze. Er stand auf, er ging in Richtung Tür. Ich atmete nochmal tief ein und öffnete langsam die Tür. Das Zimmer roch stark nach Rauch, die Luft war dick. Der Fernseher lief noch, er schaute irgendein Fußballspiel. Ich ging zum Tisch und öffnete die erste Schublade. Von der Tür hörte ich Stimmen. 10 Beutel, ich griff hinein und nahm mir zwei raus und dann zur Sicherheit noch einen dritten. Die Stimmen wurden plötzlich lauter, ich machte die Schublade schnell zu und wollte gerade weg, als die Pflanze umfiel. Mein Herz schlug mir bis zum Hals, ich drehte mich um und rannte. Ich hörte noch, wie der Topf kaputt ging und der Dealer sich schreiend umdrehte und mir hinterher rannte.
„Renn Matze!! RENN!“
Ich blickte nicht nach hinten, ich rann um mein Leben. Der Dealer schrie mir irgendwas hinterher, aber ich konnte kein Wort verstehen, ich nahm mein Umfeld nicht war, ich rannte einfach. Bog in jede Gasse, versuchte ihn abzuhängen. Bis zur Brücke war es noch weit, wir waren am anderen Ende der Stadt. Meine Beine machten langsam schlapp, ich war schon gute 10 Minuten gerannt,wagte es aber nicht, stehen zu bleiben. Sackgasse. Ich drehte mich um und wollte wieder rausrennen, dann stand der Dealer auch schon da.
„DU! Her mit dem Zeug! Los, wird’s bald?“
Ich nahm die Beutel aus meiner Tasche und warf sie ihm zu. Er hob sie auf und nahm einen großen Stock, der auf dem Boden lag. Er rannte auf mich zu. Ich stellte mich in die Ecke, hob die Hände über meinen Kopf. Dann hörte ich ein stumpfes Geräusch und einen Körper, wie er auf den Boden viel.
„Scheiße Leon, du hast ihn umgebracht.“

Eine Geschichte #3

Teil 1
Teil 2

*

„Hey Boss!“
„Was ist?“, fragte Leon.
„Wieso haben wir eigentlich Matze genommen? Ich meine, er ist schon ein richtiger Looser.“
„Du musst noch viel lernen Stefan, noch sehr viel. Weißt du, er ist ein Looser, ja. Ein ziemlich großer sogar. Aber wir können ihn gut gebrauchen. Er ist jetzt einer von uns und er wird alles tun um es weiterhin zu sein.“
„Wie meinst du das Leon?“
„Bist du eigentlich ganz blöd geworden? Gib mir den Vodka, den brauchst du nicht mehr. Und jetzt hör zu, sonst gibt’s auf's Maul. Er will einer von uns bleiben, er wird alles für uns tun. Wollen wir etwas, ohne in große Probleme zu kommen, nehmen wir ihn. Ganz einfach.“
„Wir nutzen ihn aus?“
Leon schaute ihn wütend an, nahm einen Schluck aus der Vodka-Flasche und redete weiter: „Ja nein. Boa, natürlich! So macht man das, so läuft das. Looser sind ja zu nichts zu gebrauchen, die muss man ausnutzen. Und wer dem Boss nicht folgt, der fliegt raus! Solche können wir nicht gebrauchen! Sage ich dir, dass du mir eine neue Vodka-Flasche holen sollt, dann machst du das auch. Und jetzt hol mir eine, zisch ab!“
Stefan stand auf und torkelte weg um eine neue Flasche zu holen. Leon nahm seine und warf sie weg. Ein anderes Gruppenmitglied kam auf ihn zu: „Was machen wir morgen mit ihm?“
„Mal sehen, aber so, wie wir den abgefüllt haben, steht der nicht so früh auf. Aber ich hab schon eine Idee...“
„Yeah Boss!“
Leon saß alleine da und blickte auf die Stadt. 'Der wird schon sehen, was mit ihm passiert.'

Monday, June 18, 2012

Eine Geschichte #2

Teil 1

*

„Du kommst mitten in der Nacht nach Hause und dann auch noch betrunken? Herr Gott, wo warst du, wir haben uns Sorgen gemacht! Haben sie dich dazu gezwungen zu trinken, haben sie dir weh getan? Rede doch mit uns.“
Ich saß auf einem Stuhl im Wohnzimmer, völlig betrunken und meine Eltern standen vor mir. Meine Mutter völlig geschockt und mein Vater ebenso: „Nein, lasst mich. „Sie“ haben mich nicht abgefüllt, ich wollte das so. Ich habe selber getrunken, es macht Spaß. Solltet ihr vielleicht auch mal machen, dann wärt ihr lockerer.“
„Was ist in dich gefahren? Wie redest du denn?“
„Lass ihn Schatz, er ist völlig betrunken, er weiß nicht, was er redet.“
„Ich weiß nicht was ich rede? Ich weiß sehr wohl, was ich rede und ihr beide habt mir gar nichts zu sagen. Lasst mich jetzt auf mein Zimmer, ich bin müde!“
Was sie dann noch sagten weiß ich nicht mehr genau, aber ich ging auf mein Klo und kotzte. Was wollten die eigentlich von mir? Ich hatte nur meinen Spaß mit meinen neuen Freunden, so macht man das eben. Trinken war in einer solchen Gruppe ganz normal und der Alkohol war auch gar nicht mal so schlecht, mir schmeckte es noch nicht so gut, aber die anderen sagten mir, dass das noch kommen würde. Alkohol würde am Anfang immer scheiße schmecken und irgendwann würde man ihn dann wie Wasser trunken und Vodka oder Rum würde auch nicht mehr in der Kehle brennen. Ob das Kotzen normal war, wusste ich aber nicht. Aber neben der Tatsache, dass ich über der Kloschüssel hing und den Gestank meiner Kotze im Gesicht hatte, ging es mir gut und ich war immer noch glücklich und konnte es auch kaum fassen, endlich Freunde zu haben.
„Geht es dir gut mein Kleiner?“
„Verschwindet, mir geht es super!“, rief ich meinen Eltern zu, sie standen vor der Tür und machten sich Sorgen. Aber auch sie mussten sich an mein neues Ich gewöhnen. Ich war nicht mehr der kleine, brave Sohn, der den ganzen Tag lernt und die besten Noten in der Schule schreibt.
„Wir kommen jetzt rein“, sagte mein Vater durch die Tür.
„Nein bleibt einfach draußen, ich will euch hier nicht haben. Wieso müsst ihr euch immer überall einmischen? Geht einfach schlafen, ihr müsst morgen arbeiten.“
„Und du musst morgen in die Schule“, es war meine Mutter.
„Jaja, ich gehe auch in die Schule, ich stelle mir meinen Wecker. Könnt ihr mich jetzt in Ruhe lassen?“
Sie sagten nichts mehr, aber sie waren auch nicht mehr vor der Tür. Ich übergab mich noch ein letztes Mal und ging auch in mein Zimmer, meine Mutter weinte. Aber das war mir egal, sie würde sich noch daran gewöhnen. Meinen Wecker stellte ich und dann schlief ich auch schon ein. Alkohol macht müde.

Music Monday #20

Ich höre schon seit ein paar Wochen immer mal wieder ein paar Lieder von Alex Clare. Laut Wikipedia ist er aus England und er vermischt Soulelemente mit Dubstep. Aber wie auch immer, ist mir eigentlich egal. Mir geht es um die Musik an sich.
Unter den Videos selbst liest man immer irgendwas von Windows oder so, aber ich hab ihn durch einen Vorschlag von YouTube entdeckt. 

Blablabla, hier ein paar Lieder.

Sunday, June 17, 2012

Eine Geschichte #1

Ich habe es geschafft, ich habe endlich wieder was schreiben können. Eine Freundin hat mir eine Idee gebracht und ich sitze gerade dran. Einen Titel habe ich aber noch nicht.
Aber ich mache es jetzt so, dass ich pro Tag immer ein bis zwei Teile von der ganzen Geschichte veröffentliche. Sie wird nämlich nicht am Stück ablaufen, sondern sozusagen in Kapitel unterteilt sein, aber ich bevorzuge "Teile". Ein Kapitel ist an sich eigentlich länger, aber nennt es, wie ihr wollt. Heute der eine Teil, morgen kommt dann mehr. Ich mache es auch so, weil das ganze am Stück viel zu lang wäre und es sich daher anbietet, es einfach zu unterteilen. Wenn alles fertig ist, werde ich aber auch noch einen Post machen, in dem ich alle Teile verlinken werde.
Und übrigens wird das hier nicht das Hauptprogramm, ich werde auch noch andere Texte schreiben, wenn Ideen kommen. Seid gespannt.

*

„Los! Mach endlich!“, schrien sie alle, als ich oben auf der Brücke stand. Ich sollte runter in den Fluss springen, 30 Meter nach unten, sie nannten es eine Mutprobe. Eine Mutprobe dafür, dass ich in ihre Gruppe kann. Ich musste da rein, ich war ein nichts und ich wollte jemand sein. Dazu gehören, ein Leben haben und mein Streber Image loswerden. Ich saß immer den ganzen Tag zu Hause, sollte lernen, damit ich ja gute Noten in der Schule schreibe. Es hat sich auch bewährt, ich schrieb nur die besten Noten, aber Noten machen keine Menschen. Freunde hatte ich nicht, ich war nie draußen, immer nur in meinem Zimmer. Aber in diesem Moment, als ich auf der Brücke stand, dachte ich, dass sich alles ändern würde. Dass ich endlich jemand sein werde, jemand mit Freunden und jemand mit einem echten Leben. „Jetzt spring!“, riefen alle. Sie standen unten auf einem kleinen Feldweg neben dem Fluss. Ich blickte in den Himmel, schloss meine Augen und verabschiedete mich von meinem alten Leben und setzte den ersten Schritt in mein Neues, ich sprang. Während ich fiel, lief nochmal alles Alte an mir vorbei. Aber ich bereute es nicht, da noch nicht.
„Yeah! Du hast es geschafft Alter!“, sie bejubelten mich, klopften mir auf meine klitschnasse Schulter und ich war glücklich. Mir war kalt, alles war nass, aber ich hatte ein dickes Grinsen auf dem Gesicht. In dem Moment dachte ich einfach nur, dass jetzt mein neues Leben beginnen würde. 
„Jetzt bist du einer von uns, Glückwunsch Matze. Richtig gut gemacht, aber beim nächsten Mal machst du schon einen Salto, klar?“
„Auf jeden Fall, aber nur, wenn du mitmachst!“
„Hey, ich bin der Boss und ich sage, was gemacht wird. Meinst du etwa, dass du hier was zu sagen hast? Wenn ja, dann kannst du gleich wieder verschwinden.“
Der Boss, Leon kam näher und ich konnte seinen Atem spüren. Aber ich starrte nur auf den Boden: „Zu Befehl Chef.“
„Nimm dich nicht so Matze, war doch nur ein Spaß! Jetzt gehen wir erstmal einen trinken. Ich hab uns extra was besorgt! Außerdem ist der Abend noch jung, es ist erst sieben Uhr.“
Ich nickte nur und lächelte wieder, ich war glücklich. Es war mir in dem Moment auch völlig egal, dass ich um acht hätte zu Hause sein sollen. Das hätte ich meinen neuen Freunden auch nicht sagen können, die hätten mich ausgelacht und dann wäre ich draußen gewesen. Ich war einfach nur überglücklich.

Saturday, June 16, 2012

Schreiben, schreiben und noch mehr schreiben

Ich sitze seit Tagen vor meinem Block mit meinem Füller und will irgendwas schreiben. Aber mal was anderes, irgendwas, was nicht mit dem Tod von jemandem endet. Wenn ich aber die ganze Zeit dasitze und schreiben will, dann wird das nichts, da kann ich mein Gehirn noch so tief durchforsten. Da wird keine Idee kommen, außer eine andere Todesgeschichte. Dazu kann man tausende Sachen schreiben, weil es da einfach so viel gibt und da könnte ich auch nach ein paar Minuten etwas schreiben, aber das will ich im Moment nicht.
Todesgeschichten sind so leicht zu beenden. Also für mich, an sich ist es kein Zuckerschlecken die Geschichte mit dem Tod richtig enden zu lassen. Es muss schon eine gute Hinführung da sein und das Ende ist auch nicht einfach "und jetzt ist er/sie/es tot". Ich hab da aber kein Problem mit und kann das oft aus dem Handgelenk schütteln, wenn ich mein Gehirn kurz anstrenge und dann kommt auch was gutes dabei raus. Ich kann wirklich von mir selbst sagen, dass ich ein Talent für's Schreiben habe, würden mir meine Texte nicht gefallen, würde ich sie nicht veröffentlichen und dann würde ich auch nicht so zufrieden damit sein, ist ja logisch.

Ich konnte es mal so, dass ich mir eine Überschrift hab geben lassen und wenn die gut war, habe ich eine Geschichte daraus geschrieben und so würde ich es gerne mal wieder machen. Dann etwas ohne Tod auf's  Blatt bringen und es trotzdem gut finden. Leider muss dazu eine gute Überschrift her oder eine gute Idee und die ist nicht da. Die schwirrt irgendwo rum und ich sehe sie nicht.
Vielleicht sind Todesgeschichten mein Ding, aber auch wenn sie das sind, möchte ich trotzdem mal etwas anderes schreiben. Es muss keine Liebesgeschichte sein und auch kein Drama, aber irgendwas. Es macht so viel Spaß zu schreiben, ich habe es schon immer gerne gemacht. In meinem Zeugnis von der ersten und zweiten Klasse steht auch, dass ich super schreiben kann. Das will ich behalten.


Kommentare habe ich immer nur von Freunden bekommen, aber ich kann es ja mal versuchen und meine Leser hier fragen.
Habt ihr eine Idee?

Mal anders

Wie ich es schon öfter gesagt habe, nerven mich meine kleinen Geschwister eigentlich immer. Zumindest finde ich sie nervig, nerven tun sie mich deswegen auch mit kleinen Sachen, auch wenn sie mich nicht nerven wollen. Eine Freundin hat mir mal gesagt, dass ich mit meinen Geschwistern vielleicht mal Eis essen gehen sollte, um ein wenig Zeit mit ihnen zu verbringen. Aber das würde ich nie machen, es würde mir einfach nur total auf die Nerven gehen. Wenn ich sowas mache, dann will ich Spaß dabei haben und nicht irgendwas vorspielen aber in Wirklichkeit ganz wo anders sein wollen, das ist auch nicht der Sinn dabei. Wenn dann gewünscht Zeit mit den beiden verbringen und nicht ungewollt und gezwungen. Mit meiner großen Schwester würde ich es echt gerne machen, wenn die da ist, sind wir die ganze Zeit am Lachen, aber bei meinen kleinen Geschwistern ist das ganz anders.

Aber gerade ist das irgendwie ein wenig anders... Mein kleiner Bruder ist nicht da und meine kleine Schwester kam zu mir ins Wohnzimmer. Ich sitze hier schon den ganzen Nachmittag und seit einer Stunde mit meiner Katze. Sie hat sich neben mich gesetzt und wir haben meiner Katze so ein Dingen auf den Kopf gesetzt, bei dem es aussieht, als hätte sie eine Perücke. Wir haben gelacht. Ich habe schon lange nicht mehr mit meiner kleinen Schwester lachen können. Sie will mich immer umarmen und mir einen Kuss geben. Aber ich will nie, weil einfach. Kann ich nicht erklären, ist einfach so. Wahrscheinlich fühle ich mich nicht wohl dabei.
Normalerweise nervt sie mich den ganzen Tag über auf irgendeine Art und Weise. Jetzt tut sie es komischerweise nicht.


Manchmal kommt es mir so vor, als wäre ich ein schlechter Bruder, aber mir wurde schon gesagt, dass ich ein gutes Vorbild wäre.

Friday, June 15, 2012

'Nerve ich oder nerve ich nicht?'

Ich kann diese Unsicherheit nicht leiden, wenn man nicht weiß, ob eine andere Person einen nervig findet oder eben nicht.

Manchmal schreibe ich mit Leuten (oder versuche es zumindest) und dann kommen entweder nur kurze Antworten oder gar keine. Dann frage ich mich, ob ich die Person nerve und lasse sie mal ein bisschen in Ruhe und warte wieder ein paar Tage. Wenn ich es dann nochmal versuche und längere Antworten als sonst kommen, denke ich wieder, dass mich die Person doch nicht nervig findet. Dann will ich auch immer versuchen, ein Gespräch aufzubauen, was aber dann doch scheitert. Es sind auch meistens solche, mit denen ich eigentlich mehr reden würde, es aber nicht mache, weil ich nicht weiß, was die Person von mir hält. Dann frage ich manches mal eben doch nicht oder erst später, weil ich eben nicht so nervig und neugierig rüberkommen will. Es könnte mir ja egal sein, wie mich die Person findet und eigentlich sollte sie ja so mit mir klar kommen, wie ich eigentlich bin, aber ich halte mich dann doch eben zurück, weil es sonst vielleicht nicht zu einem Gespräch kommen würde. Aber auch nur vielleicht, weil ich die Personen dafür einfach zu wenig kenne und es nicht einschätzen kann.
Ich frage mich dann eben, ob es sie überhaupt interessiert, was ich sage oder eben nicht. Da würde ich mich manchmal gerne sicherer fühlen oder zumindest gerne wissen, wann ich nerve und wann nicht. Weil wenn ich nerve, bekomme ich es nicht direkt gesagt, dann bekomme ich einfach keine Antwort oder die Antwort kommt erst einen oder mehrere Tage später. Denke ich zumindest.


Oder genau diese Menschen haben einfach 24 Stunden am Tag und sieben Tage in der Woche keine Zeit.

Wednesday, June 13, 2012

EM Hype 2012

Vor ein paar Tagen oder so hat die EM begonnen und weil ich sowas von null Interesse für Fußball habe, bekomme ich auch relativ wenig mit. Nur mal hier und da was in Facebook und hier und da höre ich auch mal diese blöden Vuvuzelas.
Heute hat eine Freundin gesagt, dass sie zum Public Viewing gehen würde und ich musste sie dann erstmal fragen, wer denn spielt. Oh, Deutschland, wie besonders. Sie war dann total entsetzt und geschockt, weil ich keine Ahnung hatte, dass Deutschland spielt.

Ich und Fußball verstehen uns nicht gut, wir haben uns mal ganz gut verstanden, aber dann ging das irgendwie auseinander und wir versuchen uns aus dem Weg zu gehen. Klappt auch meistens ganz gut, im Schulsport habe ich es meistens geschafft, mich davor zu drücken und mit Freunden würde ich sowas nie im Leben spielen. Die Spiele da von den Vereinen bekomme ich auch nicht mit, was mir auch recht so ist. Aber von der EM bekommt man dann leider doch was mit und dann ist man ein ganz komischer Typ, wenn man sich das nicht anguckt.
Wieso muss man denn unbedingt wissen, wann Deutschland spielt? Nur weil ich in dem Land wohne, muss ich nicht irgendwie bei jedem Fußballspiel Fan sein und das Land anfeuern. Es sind auch nur ein paar Idioten, die einem Ball hinterher rennen und dafür überbezahlt werden. Sowas schenke ich keine Aufmerksamkeit, da  langweile ich mich lieber. Vielleicht sogar ein wenig aus Protest, ich kann Fußball aber auch einfach nicht leiden und die EM-Fanclubs mag ich genauso wenig. Leute, die dann durch die Gegend rennen und überall die Fahne ihres Favoriten tragen und rumbrüllen kann ich auch nicht leiden. Was dann auch noch richtig nervig ist ist, wenn die Leute mit ihren Autos durch die Gegend fahren und hupen müssen.


Deutschland, flieg einfach raus, dann ist es ein wenig ruhiger!

Tuesday, June 12, 2012

Vorbei

Seit gestern haben wir freiwilligen Unterricht. Gestern haben wir unsere Noten bekommen, die Schule ist jetzt vorbei. Bis auf zwei mündliche Prüfungen, die ich noch habe.
Und es ist jetzt schon total ungewohnt, wenn man in die Schule geht und keinen Unterricht hat.

Man läuft an den Menschen vorbei, alle schreiben noch Arbeiten, alle werden in die Pause geschickt, alle haben noch ganz normalen Unterricht und sitzen noch ein paar Jahre in der Schule. Aber man selbst ist fertig, schreibt keine Arbeit mehr, hat keinen Unterricht mehr und ist nur da, um in den freiwilligen Unterricht für die mündlichen Prüfungen zu gehen oder um irgendwas anderes zu erledigen. Man wird nicht in die Pausen geschickt, man läuft einfach nur rum und macht irgendwas.
Ich war heute an der Schule, weil ich was für die SMV machen musste und danach noch wegen der SMV in der Hausaufgabenbetreuung war. Es kommt einem alles so merkwürdig vor. Nicht mehr jeden morgen normal aufstehen zu müssen, ganz normal zur Schule gehen zu müssen, ganz normal Unterricht zu haben und ganz normal in die Pausen zu gehen. Ich fange jetzt schon an, das alles zu vermissen. Man sieht seine Lehrer zwar noch hier und da, aber es wird einem klar, dass man nie wieder bei ihnen im Unterricht sitzen wird. Nie wieder bei diesen Lehrern Arbeiten schreiben wird und sie einen nie wieder unterrichten werden. Das ist irgendwie total merkwürdig, wenn man dann mit ihnen redet. Weil es ja eigentlich schon fast "Ex-Lehrer" sind. Klar, Respekt ist immer noch da und das wird auch so bleiben, man will ja nicht in ein paar Tagen alles kaputtmachen, was man sich Jahre lang so mühsam aufgebaut hat. Aber trotzdem ist es merkwürdig, weil man so... frei ist. Man führt noch seine letzten Gespräche, bevor es ganz vorbei ist. Lacht. Keine Klassenbucheinträge mehr, man sieht seine Mitschüler auch nicht mehr regelmäßig. Immer mal wieder hier und da läuft einer rum, aber man ist nicht mehr so nah zusammen. Und das alles von morgen auf heute. Auf einen Schlag ändert sich alles und plötzlich sieht man sich nur noch selten und irgendwann vielleicht gar nicht mehr. Dann geriet man in Vergessenheit und läuft sich eventuell mal auf der Straße über den Weg.

Gestern saß man noch mit allen im Klassenzimmer, hatte bei seinem Lehrer Unterricht und hat zusammen gelacht.
Heute wird man nie wieder zusammen im Klassenzimmer sitzen, beim Lehrer Unterricht haben und zusammen lachen.


Das finde ich irgendwie schade, ich würde gerne mit allen nicht irgendwie Kontakt haben. Aber es werden eben nach diesen fünf Jahren an der Realschule auch ein paar verschwinden. Manche kennt man sogar schon seit der ersten Klasse oder dem Kindergarten und wenn man dann nach 10 oder mehr Jahren tschüss sagen muss, ist das auch manchmal nicht so einfach. Selbst wenn man versucht, den Kontakt bei den meisten aufrecht zu erhalten, wird irgendwie doch alles auseinander gehen.
Aber es war eine schöne Zeit und ich freue mich auch schon auf die nächsten drei Jahre. Man geht mit einem Lächeln durch und lässt es schweren Herzens hinter sich.

Langeweile = Geschichte schreiben

Heute mussten wir uns wegen der Schülerzeitung bei einer Freundin treffen und mussten dort noch auf jemanden warten. Mir war extrem langweilig und ich hatte meinen Laptop dabei.
Seht selbst, was dabei raus kam. Ob es aus der Sicht eines Jungen oder Mädchens ist, könnt ihr euch aussuchen.



Heute bin ich in die Schule gekommen und habe mich eigentlich richtig gefreut. Aber dann bin ich die Treppe runtergefallen und hab mir den Arm gebrochen. Meine Lehrerin wollte mich tragen und ich wiege auch nicht viel, aber sie ist zusammengebrochen und hat sich den Kopf aufgeschlafen. Sie schwebt in lebensgefahr und ich habe nur einen Gips um den Arm, der richtig nervig ist. Aber der Tag kann ja nur besser werden, nachdem ich erfahren habe, dass meine Cousine dritten Grades an einer Banane erstickt ist. Sie wollte irgendeinen Typen heiß machen, aber der hat sie nicht einmal bemerkt. Tja, pech gehabt, macht nie irgendwelche dummen Sachen, nur um einen anderem Typen zu gefallen. Sonst erstickt ihr noch an einer Banane.
Meine Mutter dürfte gleich kommen, ich sollte den Laptop lieber wegpacken, sonst liest sie das noch und sagt mir wieder, was für ein schlechter Mensch ich doch bin. Aber ich habe nichtmal gewusst, dass ich eine Cousine dritten Grades habe, wieso sollte ich dann um sie trauern? Denkt jetzt nicht, dass ich kein Mitgefühl für andere habe, aber ich finde eben nicht, dass man um einen Menschen trauern muss, von dem man nichtmal wusste, dass er existiert. Oder würdet ihr plötzlich heulen, wenn eure Mutter zu euch kommt und euch sagt, dass eure Cousine dritten Grades an einer Banane erstickt ist, weil sie einen Typen heißt machen wollte, welcher sie nicht beachtet hat? Ich habe mich eben erstmal gefragt, ob ich eine Cousine dritten Grades habe und dann musste ich innerlich doch ein wenig über die Todesursache lachen.
Zu ihrer Beerdigung soll ich auch noch kommen. Was wäre denn, wenn ich gefragt werde, was ich an ihr mochte? Dass ich bis vor einer Woche nicht wusste, dass sie existiert, kann ich ja nicht sagen. Und wenn ich ausversehen irgendwas sage, was gar nicht so war. Wie, dass ich es total inspirierend fand, wie sie immer so voller Lebensfreude durchs Leben gegangen ist. Und dann stellt sich heraus, dass sie immer den ganzen Tag depressiv in der Ecke saß und geheult hat, weil sie keinen Typen abkriegt. Was mache ich dann?

Oh, meine Mutter kommt, ich muss weg.

Monday, June 11, 2012

Music Monday #19

Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich sie noch nicht vorgestellt habe, aber in einem ganz frühen Eintrag hatte ich schonmal ein Lied von ihnen drin.

A DAY TO REMEMBER! 

Genre dürfte irgendwas mit Post-Hardcore oder so sein, aber das ist mir auch ziemlich egal. Eine Freundin hat mir irgendwann letztes oder vorletztes Jahr zwei Lieder gezeigt, die ich auf Anhieb ziemlich gut fand. Das hier und das hier. Das zweite fand ich aber am besten und habe es immer und immer wieder gehört, bis ich dann mal das Album "Homesick" hatte. Mir haben alle Lieder im Album gefallen und ich habe es so lange gehört, bis ich mir "What Separates Me From You" gekauft habe, welches das neueste Album ist. Noch besser als Homesick!
Als ich angefangen habe, ADTR zu hören, war ich noch nicht so der, der sich Geschrei gerne angehört hat. Mittlerweile finde ich es richtig gut und ich verstehe sogar die Texte, die rumgeschrien werden.

Meine Lieblinsglieder:



"Schreib's eben nochmal"

Auf der Abschlussfahrt habe ich bei der Rückfahrt den Bericht zum Freitag schreiben müssen. Was wir gemacht haben und das ganze eben und danach kam mir dann eine Idee zu einem Eintrag und den hab ich eben auch noch geschrieben. Dann war ich fertig und dachte mir: "Hmm, kannst den Eintrag ja deinem Lehrer geben, die anderen hat er ja auch bekommen." Also hab ich ihm den Eintrag mit dem Bericht gegeben und er hat ihn sich neben seinen Rucksack gelegt. Als wir dann aber morgens wieder in Deutschland waren, habe ich vergessen, mir meinen Eintrag wiederzuholen und dann waren Ferien.
Heute waren die Ferien dann eben vorbei und ich habe ihn nach meinem Eintrag gefragt, hatte ihn auch vorher noch dran erinnert. Kleines Gespräch und das Ende war: "Schreib's eben nochmal, machst du doch sowieso in drei Minuten."

Vielleicht nicht ganz in drei Minuten, aber ich könnte ihn natürlich nochmal schreiben. Die Betonung liegt auf "könnte". Würde ich es nochmal versuchen, hätte ich immer wieder Textstellen vom eigentlichen Eintrag im Kopf, weil ich mir immer ein bisschen was davon merken kann. Nie das ganze und die Sätze an sich sowieso nicht, aber ich weiß ungefähr, was ich reingeschrieben habe. Und wenn ich diese Textstellen im Kopf habe, würde ich immer versuchen, es wie beim letzten Mal zu schreiben und das würde nicht gut werden. Hab ich schonmal gemacht und mit dem Ergebnis war ich nicht zufrieden.
Es wäre eben anders und nicht mehr wie vorher und dieses anders finde ich blöd. Ist einfach nicht richtig und deswegen schreibe ich den Eintrag auch nicht nochmal. Ich warte, bis er ihn gefunden hat und wenn er Jahre danach sucht.


Also an sie lieber Herr Lehrer: Suchen!

Sunday, June 10, 2012

Irgendwie geht es ja doch immer

Wenn ich mir etwas fest vornehme, dann schaffe ich es auch eigentlich immer irgendwie. Meistens dauert es lange und ich mache große Umwege, aber am Ende komme ich dann doch zu meinem Ziel. Für viele sieht es auch meistens so aus, dass ich es nicht mehr auf die Reihe bekommen würde und ich zweifle auch manchmal daran, sag mir dann aber doch immer, dass ich das schon hinbekomme.

Bei Schulzeug ist das ziemlich häufig der Fall. Jetzt zum Beispiel, ich muss morgen die Dokumentation für meine FÜK abgeben und weil ich immer wieder aufschiebe, bin ich eben erst heute fertig geworden. Ich hätte auch schon viel früher anfangen könne, weil wir das ganze Jahr über Zeit haben. Einer aus meiner Klasse hat es richtig gemacht, er hatte schon irgendwann nach den Osterferien den Text für die Präsentation fertig und die Ausarbeitung auch. Die dann auch vom Lehrer korrigiert, weswegen sie auch gut ist. Aber weil ich so einen starken inneren Schweinehund habe, fange ich natürlich erst ein paar Tage vorher an. Vorher bekomme ich meinen Arsch trotz genug Zeit einfach nicht hoch.
Eigentlich wollte ich letzte Woche schon anfangen, dann hätte ich sogar noch die Chance gehabt, dass mein Lehrer mal drüber guckt. Aber wenn ich ihm etwas vor  dem Abgabetag schicke, wird er es sich mit Sicherheit nicht mehr angucken. Wird schon irgendwie passen.


Ich sollte mir aber abgewöhnen, immer erst zwei oder drei Tage vorher anzufangen. An der Realschule kann ich mir das vielleicht noch leisten, aber am Gymnasium und dann beim Abi nicht mehr. Ja klar, das ist erst in drei Jahren, aber wenn man sich etwas fünf Jahre lang angewöhnt, gewöhnt man es sich nicht in zwei Tagen ab. Ich habe es dieses Jahr erst einmal hinbekommen, ein bis zwei Wochen vor einer Arbeit mit dem Lernen anzufangen. Aber da hab ich auch einen Arschtritt bekommen, selber hätte ich ihn mir nicht gegeben bzw. geben können.

Saturday, June 9, 2012

Was ich heute gelernt habe (erneut)

In der Schule und von seinen Eltern bekommt man beigebracht, dass man sagen soll "Lass mich in Ruhe", wenn jemand etwas von einem will und man sich bedrängt fühlt. Wir hatten dazu in der Schule sogar einen Kurs, der sich "Stupps" nannte. Da bekommt man dann beigebracht, wie man mit bösen Menschen richtig umgeht. "Halt Stopp!" "Ich will das nicht!" "Hier und nicht weiter"

Das bringt nichts. Wenn auf euch ein betrunkener Typ zukommt, der dazu noch aggressiv ist und will, dass ihr ihm helft jemanden zu finden, könnt ihr nicht sagen "Lass mich in Ruhe". Setzt ihr ihm eine Grenze, wird er die auch mit Sicherheit nicht einhalten und wenn um einen rum keine Menschen sind und man nicht um Hilfe schreien kann, dann muss man eben mitspielen. Dann werden solche aggressiven Betrunkenen plötzlich ganz anders zu euch und ihr seid ihre besten Freunde.
Wir haben dann am Bahnhof Hilfe bekommen und ich bin jetzt hier in Sicherheit. Hätten wir ihm gesagt, dass er uns in Ruhe lassen soll, dann würde ich jetzt nicht so gesund und munter hier sitzen und bloggen.


So sehe ich das zumindest, vielleicht bin ich auch einfach nur eine Memme.

Friday, June 8, 2012

Ich bin...

Ich bin...

Adrian, Addams, Addi, ein Padawan (der seinen Jedimeister hat), ein junger Hase (der Hilfe vom alten Hasen bekommt), ein Langschläfer, ein Aufschieber, oft müde, ein Vielfraß, kein Phoet, verständnisvoll, Hobby-Psychologe, Teenager, manchmal dann doch schadenfroh, manchmal unsicher, 15, oft am PC, nicht schüchtern, offen, meistens hungrig, oft auch nervig, ein guter Freund, ehrlich, vertrauensvoll, jung, noch in der 10. Klasse, sozial, hilfsbereit, glücklich (meistens), manchmal schlecht drauf, manchmal wütend, manchmal launisch, Blogger, Hobby-Fotograf und Autor, Schüler, Nicht-Raucher, nicht sonderlich gut im Aufheitern, spontan, sportlich (nicht im Sportunterricht), komisch, oft ein Grammar-Nazi, 9Gagger, freiwillig in der SMV, kein Klassensprecher, freundlich (meistens), tolerant, ein Mensch mit Hund und Katze, kein Muttersöhnchen, ein guter Nachhilfelehrer, einer der gerne liest, Airflow Teamfahrer, Tumblr Blog-Führer, gesprächig, Longboarder, manchmal lustig, nicht immer Up-To-Date, Atheist, ein Internetkiddie, gerne draußen, gerne drinnen, gerne bei bestimmten Menschen, gerne in kurzen Hosen unterwegs, selbstbewusst, oft nachdenklich, tollpatschig, geschickt, gerne mal ironisch, oft auch mal vorsichtig, locker, manchmal auch ernst, manchmal voreilig, kein schlechter Mensch, einer der viel anfängt aber nicht immer alles fertig macht, kreativ, mit einer meist schnellen Reaktionszeit gesegnet, Facebooker (falls es sowas gibt), kein guter Koch, Realschüler, offen für Neues, wagemutig, probierfreudig, nach anderen ein helles Köpfchen, A Day To Remember Fan, Linkin Park Fan, Cold War Kids Fan, Fan von vielen Bands, mit einer anderen Klasse auf Abschlussfahrt gewesen, oft vergesslich, einer der klein schreibt, gut in Englisch, schlecht in Französisch, miserabel in Mathe, Optimist, einer der es immer irgendwie schafft, einer der nicht aufgibt, einer der sich eher Unwichtiges besser als Wichtiges merken kann, gelegentlicher Pokémon Spieler, oft faul, oft fleißig, Brillenträger, gerne am Schreiben, gut in vielen Sachen, schlecht in vielen Sachen, in manchen Sachen ordentlich, in manchen Sachen weniger ordentlich, gerne in der Schule, fast fertig mit der einen Schule, kein Wintermensch, ein Sommermensch, gerne an anderen Orten, nicht oft in meinem Zimmer, ein Mensch mit einem starken inneren Schweinehund, oft motiviert, oft ohne jegliche Motivation, gerne mit Freunden zusammen, noch vieles mehr, ich.

Thursday, June 7, 2012

'Das passiert sowieso nicht'

Ich habe mal einen Eintrag über Gespräche gemacht, die man nie haben wird. Das gleiche gibt es aber auch mit Sachen, die man sich vorstellt, bei denen man aber weiß, dass sie nicht passieren. Es sind keine Gespräche, sondern Geschehnisse, die vielleicht mit Gesprächen verbunden sind, muss aber nicht sein.

Man stellt sich zum Beispiel vor, eine Mail zu bekommen, in der das und das steht und dann passiert das und man geht da hin und das wäre ganz toll. Dabei weiß man trotzdem genau, dass es nicht so kommen wird, man stellt es sich aber trotzdem vor, weil man es irgendwie dann noch hofft. Weil es einem einfach ein besseres Gefühl gibt, aber wenn es dann nicht passiert, ist man trotzdem nicht so sehr enttäuscht. So ist es bei mir zumindest. Bei mir sind solche Gedanken fast immer da und ich sag mir immer wieder: 'Das passiert sowieso nicht.' Aber die Gedanken auszublenden geht auch nicht, die bleiben immer da und am Ende passiert es auch nicht, so wie ich es mir immer sage. Enttäuscht bin ich dann aber nicht, weil ich genau wusste, dass es nicht passieren wird. Vielleicht bin ich ja am Anfang enttäuscht, weil ich weiß, dass es nicht passiert und finde mich mit der Zeit damit ab und bin deswegen nicht enttäuscht. Weiß ich nicht.
Oder man ist irgendwo und würde irgendwie gerne einen Anruf bekommen und geht dann wegen diesem Anruf irgendwo hin, wo man jetzt vielleicht gerne wäre. Aber passieren tut es nicht und das weiß man eigentlich auch, aber sein Handy lässt man nicht aus den Augen. Falls dann doch dieser Anruf kommt, der nicht kommen wird.


Ich habe das eigentlich täglich so und manchmal auch ganz gerne, weil ich dann manchmal etwas glücklicher bin. Auch wenn es am Ende doch nicht so ist, wie ich es mir denke.

Wednesday, June 6, 2012

'Los, gib dir mal einen Arschtritt und mach was!'

Ich werde den YouTube Tuesday mal einstellen. Ich merke irgendwie, dass es mir keinen Spaß macht jede Woche einen YouTube Channel vorzustellen. Und wenn es mir keinen Spaß macht, dann will ich es auch nicht machen, ich werde ab und zu mal einen machen, wenn ich Lust dazu habe, aber nicht mehr wöchentlich. Ich habe zwar noch genug Abos, aber die vorzustellen ist nicht immer einfach.

Ich merke gerade sowieso, dass ich relativ wenig Lust und Motivation zu irgendwas habe, konzentrieren geht grad auch nicht gut. Ich hab schon wieder so viele Blog-Ideen, aber keine Lust, die umzusetzen. Und bloggen macht mir ja eigentlich Spaß, aber gerade habe ich einfach keine Lust, mir den Text zu bilden. Ich versuche mich seit mehreren Tagen dazu zu motivieren, irgendwas produktives zu machen, aber ich hör lieber den ganzen Abend Musik und mache nichts. Dabei muss es jetzt mal sein, das merke ich selber.
Sachen die mir noch Spaß machen gibt es gerade wenig. Gassi gehen geht nur noch mit Musik, wenn der Akku von meinem MP3-Player nebenher leer ist, will ich immer gleich wieder nach Hause, zwing mich dann aber trotzdem dazu, meine Runde fertig zu machen. Was mir aber ziemlich viel Spaß macht, ist Freunde treffen. Mal ganz spontan in meine Nachbarstadt mit der Bahn fahren und da irgendwas machen. Wenn es nur zwei Stunden sind und ich dann wieder nach Hause muss, es ist besser als nichts. Ich will eigentlich ein Buch fertig lesen, aber ich schaff es nicht. Entweder ich werde unterbrochen, schlaf fast ein, weil ich müde bin, oder hab keine Lust mehr. Aber bis Montag will ich es fertig haben, ist nämlich nicht meins und ich hab es schon ziemlich lange, weil ich es immer wieder zur Seite lege. Aber eigentlich finde ich das Buch gut, "Interesting Times" von Terry Pratchett.


Ich geb mir jetzt mal einen Arschtritt.
*Ich versuche mir jetzt mal einen Arschtritt zu geben.

Monday, June 4, 2012

Die Entwicklung meiner Geschwister

Ich habe zwei kleine Geschwister und eine große Schwester, wozu ich schon mal einen Eintrag geschrieben habe. Jetzt geht es nur um meine zwei kleinen Geschwister.


Meine kleine Schwester ist vor ein paar Tagen 10 geworden und mein kleiner Bruder im April schon 11. Mein kleiner Bruder ist an der selben Schule, wie ich und meine kleine Schwester kommt nächstes Jahr auch an die selbe, aber dann bin ich schon weg. Die beiden sind also nicht mehr so jung und ich habe schon mehr als mein halbes Leben mit beiden verbracht. Ich habe miterlebt, wie sie größer geworden sind, eingeschult wurden, älter geworden sind und wie sie ihre Freunde gewechselt haben. Aber was ich bei der ganzen Entwicklung nicht mitbekommen habe ist, wie sie sich eigentlich innerlich entwickelt haben.
Ich bekomme immer nur dieses Oberflächliche mit, aber mehr auch nicht. Ich weiß, wie die beiden ticken und wie sie zu mir und ein paar anderen Leuten stehen, aber das war es auch. Ich kenne andere Menschen besser, als meine Geschwister. Liegt wohl daran, dass ich mit meinen Geschwistern eher selten irgendwie richtig rede. Es ist um ehrlich zu sein selten mehr als Smalltalk. Stellt mein kleiner Bruder was in der Schule an und ich versuche mit ihm darüber zu reden, blockt er ab. Will nicht und verkriecht sich in seinem Zimmer. Hat meine kleine Schwester was, macht sie das selbe. Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass die beiden noch so jung sind, aber selbst in dem Alter entwickelt man sich Innerlich schon. Vielleicht noch nicht so sehr, wie es dann in drei oder vier Jahren der Fall ist, aber eine Entwicklung ist da und die bekomme ich nicht mit. Ich bekomme um genau zu sein nur mit, wie sie älter werden, wachsen und eben die Schule wechseln oder in eine andere Klasse kommen.

Das sie nicht mit mir reden ist aber vielleicht normal. Irgendwie reden viele viel lieber mit Freunden, als mit Familienmitgliedern. So kenne ich das zumindest, ich rede nicht gerne mit meinen Eltern und mit meiner großen Schwester rede ich auch nicht. Also über private Dinge. Wieso weiß ich nicht, mir wurde schon geraten, mal mit meinen Eltern zu reden. Damit die sich als Eltern nicht benachteiligt fühlen, aber ich bekomme es immer hin, dass sie von meinen Problemen nichts mitbekommen. Verstecke es und rede mit anderen, das ist mir lieber. Da fühle ich mich wohler und so ist es vielleicht auch mit meinen Geschwistern.


Oder das ganze liegt daran, dass sie einfach noch zu jung sind.

Music Monday #18

Es ist wohl das "Sommerlied 2011" für manche gewesen, aber ich habe es erst jetzt entdeckt. Wie auch immer, es mag alt sein, aber ich finde es dennoch richtig gut und höre es schon die ganze Zeit.
Ich hab mich auch durch ein paar Remixe durchgehört, aber keiner übertrifft das Original. Aber weil ich auch eindeutig zu blöd bin, ein Vimeo Video richtig einzufügen, gebe ich euch einfach den Link --> M83 Midnight City
Und einen ganz guten Remix

Sunday, June 3, 2012

Die unbekannte Geschichte einer Freundschaft

Bei manchen kann ich mich noch richtig gut daran erinnern, wie die Freundschaft begonnen hat. Bei ihm weiß ich es noch ganz genau und bei Fee auch. Da musste oder wollte ich mich neben sie setzen (in der siebten Klasse) und dann haben wir gemerkt, dass wir den selben Musikgeschmack haben und jetzt sind wir richtig gute Freunde.

Aber dann gibt es wieder solche, bei denen ich wirklich keine Ahnung habe, wie es eigentlich dazu gekommen ist, dass ich sie so gut kenne.
Ich rede gerade mit "Nö" darüber, wie wir uns eigentlich kennen gelernt haben. Wir gehen an die gleiche Schule, haben uns gegenseitig aber nie wirklich wahrgenommen. Ich hielt sie immer für die, die nur Noten im Kopf hat und sie konnte sich eine Freundschaft mit mir nicht vorstellen. Gleiche Schule, verschiedene Klassen, in der achten Klasse waren wir dann zusammen im Französisch Unterricht. Also ich kannte ihren Namen, aber mehr auch nicht. Und dann? Ich hab keine Ahnung, was passiert ist, aber plötzlich waren wir total gute Freunde. Haben ständig geredet, waren in den Pausen immer zusammen und lernten uns richtig gut kennen. Wir wissen beide nicht, wie es passiert ist, aber Fakt ist, dass es irgendwie passiert ist. Wir sind uns sozusagen gegenseitig ins Leben geschlichen und wollen jetzt nicht mehr raus.

Aber wieso muss eine Freundschaft auch unbedingt eine Geschichte haben? Die Tatsache, dass man sich kennt, überwiegt dann doch.
Und wenn man sich eine Freundschaft im Traum nicht hätte vorstellen können, ist es doch noch besser.

Friday, June 1, 2012

Halb fertig

Ich habe schon so viel angefangen, aber weniges davon wirklich fertig gemacht. Ich habe halb fertige Geschichten, ein halb geschriebenes Buch und Blog Einträge, mit denen ich nicht zufrieden bin.
Oft fange ich damit an, irgendeine Geschichte zu schreiben und dann werde ich unterbrochen oder brauche eine Pause. Dann zögert es sich immer mehr heraus und ich schreibe erst wieder nach zwei Tagen daran weiter. Manchmal sogar erst nach einer Woche. Lange geht das dann nicht, weil es sich meistens nicht mehr so wie vorher anfühlt. Die Idee ist dann nicht mehr so frisch und fühlt sich einfach komisch an. Dann habe ich keine Lust mehr.
Ich habe mal Blog Einträge so halb fertig geschrieben und dann aufgehört, weil sich der Rest nicht so gut angehört hat. Dann muss ich mir erst einen Text bilden und wie es bei mir eben ist, geht das nicht auf Knopfdruck. Da denke ich einfach gar nicht mehr an den Text oder behalte ihn nur im Hinterkopf. Irgendwann kommt dann die Idee, wie ich es richtig fertig machen kann. Aber wenn ich mir den Text dann nochmal durchlese, passt das alles nicht mehr zusammen und ich lasse es bleiben. Lösche alles und lasse nur die Idee da. Halb fertig schreiben passt nicht, es muss wenn dann alles auf einmal sein, damit es passt.
Ja, sogar ein Buch habe ich mal geschrieben. Also so halb. Das war im Schullandheim in der sechsten Klasse. Ich fragte nach einer Überschrift um eine Geschichte zu schreiben und dann wurde da irgendwie etwas ganz großes draus. Ich habe ewig geschrieben, alles per Hand auf Papier. Was ich bei Geschichten aber meistens mache, fühlt sich besser an. Irgendwann hatte ich dann nach einem Jahr oder so ganz viel, aber dann hab ich aufgehört und es ist mit der Zeit verschwunden. Wo das halbe Buch jetzt ist, weiß ich nicht, aber es hat glaube ich um die 100 Seiten.

Es ist einfach so, dass sich halb fertige Sachen nach einer gewissen Zeit nicht mehr gut anfühlen und eben nur halb fertig bleiben. Wie ein Puzzle, dass man nur halb fertig macht und nach einer Pause nur noch mühsam vorankommt. Und weil es dann so lästig ist und lange dauert, fühlt es sich nicht mehr so gut an. Es kommt nicht mehr so aus dem Handgelenk geschüttelt, man muss es rauszerren und das mag ich nicht.
Nur ganz selten passiert es, dass ich doch noch etwas so fertig bringe, wie ich es angefangen habe.